Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen rechtzeitig erkennen

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Getty Images/Maskot

15.06.2021 – In Deutschland erkranken jährlich 3.500 Kinder neu an Diabetes Typ 1. Doch bei jedem fünften Kind bricht die Krankheit scheinbar unvermittelt mit einer lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung aus, die das familiäre Umfeld überrascht.

Eine diabetische Ketoazidose (DKA), so der Fachbegriff, kann zu einem Koma führen und unbehandelt tödlich enden.

Aufklärungskampagne soll Eltern sensibilisieren

Während des Corona-bedingten Lockdowns im Frühjahr 2020 habe sich die DKA-Rate mit 238 Fällen gegenüber den Vergleichszeiträumen der Vorjahre nahezu verdoppelt. Darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hin. Insbesondere die Fallzahl der Vorschulkinder mit einer schweren DKA sei gestiegen.

Die Arbeitsgemeinschaft pädiatrische Diabetologie der DDG hat deshalb eine Aufklärungskampagne gestartet. Künftig sollen Eltern bei jeder U6- und U7a-Vorsorgeuntersuchung, die Ende des ersten sowie dritten Lebensjahres stattfinden, kurz die 4 Warnzeichen des Typ-1-Diabetes erklärt bekommen. Zudem sollen die Eltern einen Flyer mit wichtigen Informationen über eine Diabeteserkrankung erhalten.

DDG-Präsident Andreas Neu betont:

“Eltern sollten die vier Warnzeichen eines unentdeckten Diabetes kennen.”

 

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Diabetes mellitus: 4 Warnzeichen

Denn die ersten Symptome eines Typ-1-Diabetes wie ständiger Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme und stete Müdigkeit würden oft übersehen oder fehlinterpretiert.

Mit jedem Tag, an dem ein Typ-1-Diabetes unerkannt und unbehandelt bleibe, steige das Risiko für eine DKA, die auch Einschränkungen der kognitiven Leistungen zur Spätfolge haben könne.

Übelkeit oder Erbrechen, beschleunigte Atmung und ein säuerlicher Acetongeruch des Atems seien weitere Anzeichen.

“Da ein diabetisches Koma droht, das tödlich enden kann, gehören betroffene Kinder sofort in ärztliche Behandlung. Aufklärung hilft, solche ernsten Zwischenfälle zu vermeiden.”

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.