VdK kritisiert mangelnde Corona-Maßnahmen für zu Hause Gepflegte

VdK-Präsidentin Verena Bentele

VdK / Susie Knoll

18.11.2021 – Der Sozialverband VdK kritisierte am Mittwoch, dass die Zuhause Gepflegten bei den Plänen der der Ampelkoalition für Maßnahmen im Kampf gegen Corona erneut vergessen wurden.

VdK-Präsidentin Verena Bentele äußerte sich deutlich und argumentierte, niemand in der Politik interessiere sich für den Schutz der Mehrheit der Pflegebedürftigen – nämlich der zu Hause Gepflegten und der Mio. von pflegenden Angehörigen.

„Sie haben weiterhin Zusatzkosten für Schutzkleidung, Desinfektionsmitteln, Einmalhandschuhen, Masken. Doch die erhöhte Pflegehilfsmittelpauschale wird nicht verlängert und läuft Ende des Jahres aus. Das ist ein Skandal.“

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Höhere finanzielle Belastung für zu Hause Gepflegte

Für Soldatinnen und Soldaten sowie Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte gebe es eine steuerfreie Corona-Prämie, Ärztinnen und Ärzte erhielten für jede Impfung statt 20 nun 28 Euro und über Pflegeeinrichtungen werde ein Millionenschutzschirm gespannt, so Bentele.

„Nur die zu Hause Gepflegten gehen mal wieder leer aus und müssen selbst um das Mindeste für den eigenen Gesundheitsschutz kämpfen.“

Dabei seien sie von den allgemeinen Preissteigerungen aktuell ohnehin besonders stark betroffen.

Das Gesundheitsministerium habe den zu Hause Gepflegten bereits die versprochene und seit Jahren notwendige Erhöhung des Pflegegelds und weitere Entlastungsleistungen in der Pflegereform im Juli gestrichen, kritisiert sie weiter.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.