So unterstützen Sie die geistige Fitness von pflegebedürftigen Angehörigen

Gedächtnistraining

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8.10.2020 – Wer geistig fit ist, kann selbstständiger leben – egal wie alt oder hilfebedürftig jemand ist. Angehörige können Pflegebedürftige dabei unterstützen, sich zu erinnern, zu orientieren und zu konzentrieren.

Besonders wichtig, um das Gehirn fit zu halten, seien geistige und körperliche Betätigungen sowie soziale Kontakte, sagt die Pflegeexpertin des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP), Daniela Suhlmann.

Kleinere Denkaufgaben lassen sich gut in den Alltag integrieren

Als geistiges Training gut geeignet für ältere pflegebedürftige Menschen seien etwa Knobel- und Denkaufgaben sowie Gesellschaftsspiele bei denen überlegt und eine Strategie entwickelt werden muss. Aber auch Alltagsaufgaben, wie Kopfrechnen beim Einkaufen, Postkarten schreiben oder gemeinsames Zeitungslesen förderten geistige Fähigkeiten.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Bewegung hält auch geistig fit

Als körperliche Aktivitäten kämen v. a. Koordinationsübungen infrage wie z. B. beim Tanzen oder Ballspielen. Organisierte Angebote des Seniorensports böten für unterschiedlichste Anforderungen Kurse an, beschreibt Sulmann, – von der Turngruppe über Sitzgymnastik bis hin zu Übungen mit dem Rollator.

„Auch wenn der Körper keinen Sport mehr zulässt, sollte trotzdem so viel Bewegung wie möglich gefördert werden. Für pflegebedürftige Menschen kann dies heißen, einen kurzen Spaziergang zu machen oder einige Treppenstufen zu gehen, genauso wie sich weitestgehend selbst zu waschen oder anzuziehen“, führt die ZQP-Expertin aus.

Regelmäßige, möglichst häufige soziale Kontakte spielten ebenfalls eine Rolle für den Schutz geistiger Fähigkeiten. Angehörige könnten dabei unterstützen, häusliche Besuche zu organisieren oder im Chor oder einem Verein aktiv zu sein. Auch die Sicherstellung, dass das Telefon der pflegebedürftigen Person von ihr so gut es geht selbstständig genutzt werden kann, gehöre zu solcher Unterstützung.

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.