Bundesweit Aktionen zum Tag der pflegenden Angehörigen

Tag der pflegenden Angehörigen

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08.09.2022 – Pflegende Angehörige leisten einen großen Beitrag bei der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Ihr Engagement soll heute mit dem jährlichen bundesweiten „Tag der pflegenden Angehörigen“ gewürdigt werden. Pünktlich zum Aktionstag bieten diverse Anlaufstellen und Verbände ein zusätzliches Angebot.

So bietet bspw. das Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz des Amtes für Soziales in Nordrhein-Westfalen (NRW) eine kostenlose Telefonaktion an.

Sie vermittele dabei Experten aus dem Gesundheits- und Pflegewesen, der Wohnberatung, der (Pflege-)Selbstberatung und der Kurberatung, die persönliche Fragen rund um die Themen Alter, Pflege, Demenz und zum Wohnen im Alter beantworten.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Interessierte erreichen das Regionalbüro unter der Tel.: 0211 89-22228. Alternativ können Fragen auch per E-Mail an duesseldorf@rb-apd.de gestellt werden.

Auch die Kontaktstelle Pflegeengagement Mitte des Berliner Bezirksamts Mitte bietet Beratungen und umfangreiche Informationen zur Pflegeselbsthilfe an. Darüber hinaus gebe es für pflegende Angehörige an vielen Treffpunkten im Bezirk Mitte die Möglichkeit, sich in kostenfreien Gesprächs- und Freizeitgruppen mit anderen auszutauschen.

Die Gruppen biete den Betroffenen die Möglichkeit zur gegenseitigen Unterstützung und seelischen Entlastung. Weiter Infos gibt es auf der Website der Kontaktstelle.

Brandenburgs Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) nimmt den Aktionstag zum Anlass, allen Menschen, die Pflegebedürftige in der Häuslichkeit unterstützen und betreuen Dank auszusprechen:

„Angehörige übernehmen tagtäglich im Verborgenen eine enorm wichtige Rolle für die ganze Gesellschaft. Aber auch nachbarschaftliche und ehrenamtliche Hilfen tragen maßgeblich dazu bei, dass Menschen möglichst lange in ihrem eigenen Zuhause bleiben können. Allen pflegenden Angehörigen und ehrenamtlich Engagierten gebührt unser aufrichtiger Dank.“

Sie verwies in diesem Zusammenhang auch auf kostenfreie Beratungsangebote der Pflegestützpunkte.

Das Sozialministerium biete zudem mit der Broschüre „Die Tür nach draußen öffnen“ Informationen über Betreuungs- und Entlastungsangebote für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige.

Sie enthalte u. a. Kontaktadressen zu Angeboten vor Ort. Interessierte können die Broschüre auf der Ministeriumsseite kostenfrei bestellen.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.