Neues Gesetz: Verbesserungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen

Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz

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1.12.2020 – Ende November hat der Bundestag das Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz (GPVG) verabschiedet. Das bringt Entlastungen sowohl für Pflegebedürftige als auch ihre Angehörigen mit sich.

Hilfsmittel leichter beantragen

So z. B. ist die Beantragung von Hilfsmitteln künftig leichter und verlängern sich die Corona-Akuthilfen für pflegende Angehörige.

Die bisher befristete Regelung, nach der im Rahmen der Pflegebegutachtung empfohlene Hilfsmittel automatisch – auch ohne ärztliche Verordnung – als beantragt galten, soll ab 2021 dauerhaft gelten.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Finanzielle Unterstützung verlängert 

Das bereits seit Ende Mai geltende, erweiterte Pflegeunterstützungsgeld für Corona-bedingte Versorgungsengpässe gilt in dieser Form bis Ende März 2021.

Das Pflegeunterstützungsgeld ist eine Lohnersatzleistung für Angehörige, die vorübergehend gezwungen sind, die häusliche Pflege zu übernehmen.

Digitale Beratungsgespräche

Beratungsbesuche für Pflegegeldempfänger sollen ebenfalls bis Ende März 2021 nicht nur in der eigenen Häuslichkeit erfolgen, sondern auch telefonisch oder digital über Video.

Die Beratungsbesuche dienen insbesondere der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung von z. B. pflegenden Angehörigen und somit der langfristigen Sicherstellung der häuslichen Pflege.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.