Im Katastrophenfall verstärkt auf Nachbarschaftshilfe setzen

Nachbarschaftshilfe

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27.07.2021 – Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat angesichts der aktuellen Flutkatastrophe im Westen und Süden Deutschlands gefordert, künftig ältere und hilfebedürftige Menschen besser in Rettungskonzepten zu berücksichtigen. Betroffene hätten einen besonderen Vorwarn- und Rettungsbedarf, betonte das KDA in der Vorwoche.

Nachbarschaftshilfe ausbauen

Für alleinlebende Menschen sieht KDA-Vorstandsvorsitzender, Helmut Kneppe, die Organisation von Nachbarschaftshilfen als wichtigen Pfeiler künftiger Rettungsstrukturen. Diese Hilfsbereitschaft könne gut organisiert werden, sodass sie im Ernstfall nicht mehr dem Zufall überlassen sei und auch dort ankomme, wo sich Menschen vielleicht nicht selbst bemerkbar machen könnten.

 

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Rettungskonzepte überarbeiten

Aber auch Seniorenheime oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sollten in Warn- und Rettungskonzepten künftig besonders berücksichtigt werden. Eine Neustrukturierung dieser Konzepte ist für Kneppe daher unumgänglich.

“Wir müssen (…) Warn- und Rettungsstrukturen schaffen, die deutlich früher und nahe am jeweiligen Bedarf der Bewohner Hilfe schaffen. Der Rettungsplan etwa für einen Menschen mit einer körperlichen Einschränkung sieht anders aus als der für einen Menschen mit Demenz.”

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.