In einem Budapester Thermalbad hatten sich vor sieben Jahren ein Mann und seine zukünftige Frau Antoinette zum ersten Mal verabredet. Für beide ist es die große Liebe und sie heiraten. Die Tage sind schön und unbeschwert, die Beziehung wunderschön.
Kinderlosigkeit schafft Distanz
Doch sieben Jahre später ist das Paar getrennt, der unerfüllte Kinderwunsch hat eine Distanz zwischen ihnen geschaffen, die auf Dauer nicht mehr überwindbar schien. Während Antoinette sich verzweifelt immer mehr zurückzieht, verdrängt er seine Trauer und sucht Trost außerhalb der Beziehung. Sie verlieren sich.

Wird eine Versöhnung möglich sein?
Noch einmal verabreden sich beide nun in eben diesem Thermalbar: zu einer Aussprache.Während er dort auf sie wartet, lässt er Erinnerungen an die Beziehung zu Antoinette Revue passieren. Wird eine Versöhnung möglich sein?
Abschied nehmen von einem Traum, von einem Lebensweg, der, obwohl so sehr gewünscht, verschlossen geblieben ist: Kinderlosigkeit. In Deutschland sind fast 10 Prozent der Paare zwischen 25 und 59 Jahren ungewollt kinderlos. Dennoch wird ungern über dieses Thema gesprochen.
Unfreiwillig kinderlos
Anhand seines bewusst namenlosen Protagonisten thematisiert der Autor die prozesshafte Auseinandersetzung mit der unfreiwilligen Kinderlosigkeit: „Jeder Mensch muss früher oder später in seinem Leben Verluste verkraften, das wusste ich. Aber ich wusste nicht, dass man auch etwas verlieren konnte, was man noch nicht besaß“.
Mit „Antoinette“ ist dem Niederländer Robbert Welagen ein atmosphärischer und tröstlicher Roman gelungen, der ein wichtiges Thema unserer Zeit aufgreift. Er schreibt ganz ruhig , aber mit einer enormen sprachlichen Kraft.
Der Roman „Antoinette“ ist im Oktober 2023 im Verlag Freies Geistesleben erschienen und kostet als gebundene Ausgabe 20,00 Euro.
ISBN: 3772530478