Was tun bei Thrombose: Behandlung und Alltagshilfen

Mann und Frau gehen spazieren

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Eine Thrombose kann lebensgefährliche Folgen haben und sollte in jedem Fall rechtzeitig behandelt werden. Die Frage „Was tun bei Thrombose?“ kann jedoch unterschiedlich beantwortet werden. Denn nicht immer sieht die Therapie gleich aus, weil auch nicht jede Thrombose exakt der anderen gleicht. Der Arzt wird Ihrem Angehörigen eine persönliche Thrombose-Therapie empfehlen, die auf sein Krankheitsbild und die Ursachen der Thrombose abgestimmt ist. Was der Arzt tut und was Sie selbst als Betroffene und Angehörige tun können, zeigt der nachfolgende Artikel.

Was kann ich tun, wenn mein Angehöriger eine Thrombose hat?

Die Antwort auf die Frage „Was tun bei Thrombose?“ ist immer zweigeteilt. Denn die Therapie basiert auf mehreren Grundlagen: Das bestehende Gerinnsel sollte zunächst daran gehindert werden zu wachsen und schließlich aufgelöst und der normale Blutfluss wiederhergestellt werden.  Gerade die ersten Schritte können Patienten selbst aktiv beeinflussen.

Merke

Betroffene können aktiv dabei mitwirken, die Thrombose aufzuhalten.

Wie behandelt der Arzt eine Thrombose?

Der Arzt entfernt zunächst das Blutgerinnsel. Dies kann mittels gerinnungshemmender Medikamente oder auch in Form einer Operation geschehen. Ist das Gerinnsel weg, ist der akute Notfall zunächst behoben. Um neuen Gerinnseln aber vorzubeugen, wird er Ihrem Angehörigen im Anschluss eine Thrombose-Therapie empfehlen, die dieser unbedingt befolgen sollte.

Kann ich eine Thrombose selbst behandeln?

Komplett alleine können Betroffene eine bereits bestehende Thrombose nicht beseitigen. Mitwirken, dass keine neue entsteht, aber durchaus. Denn selbst wenn ein Thrombus entfernt wurde, besteht das hohe Risiko, neue Gerinnsel zu entwickeln. Es ist daher äußerst sinnvoll, die größten Risikofaktoren zu kennen und den persönlichen Lebensstil daran anzupassen. Also was tun bei oder nach einer Thrombose? Möglichkeiten gibt es sehr viele:

Medikamente regelmäßig nehmen

Verschreibt der Arzt nach einer akuten Thrombose gerinnungshemmende Medikamente, sollte Ihr Angehöriger diese unbedingt zuverlässig nehmen. Hier sind sowohl Spritzen als auch Tabletten möglich.

Aktiv sein

Die Antwort auf die Frage „Was tun bei Thrombose?“ lautet vor allem: aktiv sein und bleiben! Bewegung ist die beste Thromboseprophylaxe, um neuen Gerinnseln vorzubeugen. Denn eine aktive Venenpumpe sorgt für einen geregelten Blutfluss. Konkret können Sie sich vorstellen, dass die Muskeln um die Vene herum deren Aktivität fördert und damit auch den Blutfluss antreibt. Schwimmen, Radfahren oder auch regelmäßige Spaziergänge sind hier empfehlenswert. Auch kleine Übungen, zum Beispiel regelmäßig die Fußspitzen heranziehen und strecken, lassen sich gut in den Alltag integrieren.

Merke

Verinnerlichen Sie den Merksatz S + S (Sitzen und Stehen) ist schlecht, L + L (Liegen und Laufen) ist gut. So haben Sie die wohl einfachste Thrombose-Hilfe immer vor Augen.

Thrombosestrümpfe tragen

Thrombosestrümpfe helfen den Venen (genauer gesagt den Venenklappen) dabei, besser zu funktionieren. So staut sich weniger Blut in den Beinvenen und weniger Wasser geht dadurch in das Gewebe. Dabei ist sehr wichtig, dass die Thrombosestrümpfe individuell angepasst sind und regelmäßig erneuert werden.

Übergewicht reduzieren

Übergewicht erhöht das Thromboserisiko und sollte langfristig abgebaut werden.

Nicht Rauchen

Auch Rauchen ist ungünstig. Wenn Ihr Angehöriger seinen Nikotinkonsum einschränkt, arbeitet er aktiv gegen sein persönliches Thromboserisiko.

Ausreichend Trinken

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr erleichtert einen normalen Blutfluss. Mindestens 1,5 Liter Wasser sollte Ihr Angehöriger daher täglich trinken – im Sommer natürlich mehr.


Über den Autor

Sonja Mahr ist freie Texterin und schreibt unter anderem zu Pflegebedürftigkeit und Pflegestärkungsgesetz.