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Hitze

Hitze: Tipps für ältere Menschen und ihre Angehörigen

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Getty Images/LoveTheWind

08.07.2021 – Der Klimawandel und damit einhergehend die zunehmende Hitze beeinflussen die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen. V. a. ältere Menschen und chronisch kranke Personen sind davon stärker betroffen als andere.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat deshalb im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit ein Informationsportal erstellt. Auf der neuen Website finden Bürgerinnen und Bürger qualitätsgeprüfte und unabhängige Informationen, wie sie Hitzebelastungen vorbeugen können.

Die Tipps richten sich u. a. an Menschen ab 65 Jahren sowie Eltern von Babys und Kleinkindern.

So kühlen Sie sich bei Hitze ab

  • Trinken Sie über den Tag verteilt mind. 2-3 Liter. Trinken Sie auch, wenn Sie nicht durstig sind, da im Alter das Durstgefühl abnimmt und bei Hitze ein hoher Bedarf an Flüssigkeit besteht. Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen sind am besten geeignet. Die Getränke sollten nicht eiskalt sein. Leitungswasser hat in der Regel genügend gelöste Mineralien, um den Bedarf an Elektrolyten bei gleichzeitiger ausgewogener Ernährung zu decken.
  • Essen Sie wasserreiches Gemüse und Obst, z. B. Blattsalate, Gurken, Melonen, Erdbeeren.
  • Kühlen Sie Ihren Körper, z. B. mit feuchten Tüchern, lauwarmen Duschen, Fußbädern oder Wasserspray.
  • Achten Sie auf einen ausreichenden Sonnenschutz mit Kopfbedeckung, Sonnencreme/-lotion und Sonnenbrille.
  • Bitten Sie Angehörige und Nachbarn um Unterstützung, zum Beispiel bei Einkäufen oder der Gartenarbeit. Nutzen Sie Lieferdienste von Supermärkten oder Restaurants

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Erholsamer Schlaf trotz Hitze

  • Lüften Sie in den kühleren Morgenstunden und verschatten Sie Ihr Schlafzimmer tagsüber.
  • Verlegen Sie Ihren Schlafplatz in kühlere Räume.
  • Verwenden Sie einen leeren Bettbezug oder ein Laken aus Baumwolle und wählen Sie für die Kleidung luftige und atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle und Leinen.
  • Kühlen Sie Ihr Bett mit einer Wärmflasche mit kaltem Wasser.
  • Legen Sie sich kühle Tücher auf die Stirn, Unterschenkel oder Unterarme.

Tipps für Angehörige

  • Planen Sie häufigere Besuche und Anrufe bei ihren pflegebedürftigen Lieben ein, um frühzeitig Anzeichen von Hitzebelastung zu erkennen.
  • Erinnern Sie regelmäßig daran, ausreichend zu trinken.
  • Sorgen Sie für einen Vorrat an Getränken sowie wasserreichem Gemüse und Obst.
  • Überprüfen Sie den Lebensmittelvorrat. Bei hohen Temperaturen können Lebensmittel schneller verderben und z. B. zu Durchfall führen.
  • Schaffen Sie ein unterstützendes Netzwerk mit Personen aus der Nachbarschaft, z. B. über den Pflegedienst oder das Seniorenzentrum.

Warnsignale erkennen und handeln

Treten eine oder mehrere der im Folgenden genannten Symptome auf, ist es ratsam, ärztliche Hilfe zu holen:

  • Erschöpfungsgefühle
  • Starke Blässe, Röte
  • Kopfschmerzen, Muskelschmerzen
  • steifer Nacken
  • Übelkeit, Schwindel, Erbrechen
  • Kurzatmigkeit
  • Unruhe, Verwirrtheit
  • erhöhte Temperatur, Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Verstopfung

Bedenken Sie, dass diese Warnsignale während aber auch zeitversetzt zu einem Aufenthalt in der Hitze auftreten können.

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Schlaf

Schlafprobleme: 3 Tipps für einen gesunden Schlaf

Nachtschlaf

Getty Images/
JGI/Tom Grill

06.04.2020 – Viele Menschen haben Probleme mit dem nächtlichen Schlaf, leiden bspw. unter Schmerzen, unruhigen Beinen, nächtlichen Toilettengängen und psychischen Belastungen. Gefährdet sind dem Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) zufolge vor allem pflegebedürftige Personen, aber auch deren Angehörige können betroffen sein. Das ZQP hat online Tipps für einen gesunden Schlaf zusammengestellt.

Bewegung und Tageslicht

Im Fall von Ein- und Durchschlafschwierigkeiten oder nächtlicher Unruhe empfiehlt das ZQP, möglichst auf einen Mittagsschlaf zu verzichten oder diesen nicht länger als eine halbe Stunde zu halten. Zudem könnte Bewegung im Freien den Schlaf unterstützen. Jenseits der Ruhezeiten sollte genügend Tageslicht in die Räume gelassen werden, um den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu fördern. Schwere Mahlzeiten und große Trinkmengen vor dem Schlafengehen sollten vermieden werden.

Rituale schaffen

Auch Rituale vor dem Schlafengehen wie z. B.  Vorlesen oder ein warmes Fußbad könnten förderlich für den Schlaf sein, so ZQP-Pflegeexpertin Daniela Sulmann. Wenn Pflegebedürftige noch nicht müde seien, sollten sie nicht zum Zubettgehen gedrängt werden. Schlafmittel sollten „grundsätzlich nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden, da sie Stürze und Inkontinenz begünstigen und abhängig machen können“, warnt Sulmann. Langfristig könnten sie mitunter sogar Schlafprobleme verstärken.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Sich rechtzeitig Hilfe suchen

Neben den Pflegebedürftigen selbst könnten aber auch deren Angehörige – bspw. wegen des nächtlichen Hilfebedarfs oder der Sorge um die Gepflegten – unter Schlafproblemen leiden. „Das kann auf Dauer nicht nur zu Übermüdung und Gereiztheit führen, sondern auch die Pflegebeziehung belasten. Der umgekehrte Tag-Nacht-Rhythmus von Menschen mit Demenz ist Untersuchungen zufolge sogar ein häufiger Grund für den Umzug in ein Pflegeheim“, so Sulmann. Sie rät pflegenden Angehörigen, sich rechtzeitig Hilfe für die Pflege zu holen, z. B. durch Familienmitglieder oder einen ambulanten Pflegedienst.

Zwar sei zu anderen Zeiten als früher zu schlafen an sich nicht problematisch. „Bedenklich wird es aber, wenn eine über Wochen anhaltende unzureichende Schlafqualität oder -dauer zu Belastungen im Alltag führen – beispielsweise durch Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwierigkeiten“, so die Pflegeexpertin. Sie empfiehlt im Fall von länger anhaltenden Schlafproblemen rechtzeitig den Rat einer Ärztin oder eines Arztes einzuholen. Dies gelte ebenso für unregelmäßiges Schnarchen, Atemaussetzer oder zusätzlich zu den Schlafstörungen auftretende Beschwerden wie Schmerzen oder Verwirrtheit.

 

Über die Autorin

Johanna Kristen ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.