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Studie zeigt: Pflegebedürftige sind mit Pflegeberatung zufrieden

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9.07.2020Pflegebedürftige sind mit der Pflegeberatung ihrer Pflegekassen zufrieden. Das geht aus einer im Auftrag des GKV-Spitzenverbands erstellten wissenschaftlichen Studie des IGES Instituts hervor. So gaben fast 90 % der befragten Pflegebedürftigen an, dass Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung einfach gewesen seien. Mehr als 95 % berichteten, dass sie der Beratung gut folgen konnten und auf ihre Bedürfnisse ausreichend eingegangen worden sei. Fast 96 % beurteilten die Pflegeberatung ihrer Pflegekasse als unabhängig und neutral.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Zeitnah und vor Ort

Persönliche Erstberatungen erfolgten der Untersuchung zufolge innerhalb weniger Tage, 86,2 % dieser Beratungen fanden in der häuslichen Umgebung statt. 4,8 % aller Pflegeberatungen seien am Telefon durchgeführt worden. 3,4 % der Befragten hätten sich in einem Pflegestützpunkt und 2,2 % in der Geschäftsstelle ihrer Pflegekasse beraten lassen.

Inhalte der Beratungen

Als Gründe für die Inanspruchnahme der Pflegeberatung gaben diejenigen, die gerade einen Erstantrag auf Leistungen nach dem SGB XI gestellt hatten, allgemeinen Informationsbedarf zu Leistungen der Pflegekasse (74,4 %) oder zur Pflegesituation (64,8 %) an. 39,6 % fragten nach Unterstützung in einer verschlechterten Pflegesituation, 38,2 % nach Hilfe beim Ausfüllen von Formularen der Pflegekasse und 35,8 % nach Unterstützung bei der Suche nach einem Pflegedienst/Pflegeheim.

Erstantragstellende, die zum Zeitpunkt der Untersuchung keine Pflegeberatung wahrgenommen hatten, nannten als Gründe: keinen Bedarf (41,4 %), kannten das Angebot nicht (26,4 %) und hätten bereits eine andere Pflegeberatung (Pflegeeinrichtung, Sozialdienst der Krankenhäuser, Medizinischer Dienst der Krankenversicherung , Pflegestützpunkt) erhalten (23,1 %).

Studienteilnehmende

Für die Studie wurden 2.486 Versicherte mit Erstantrag auf Pflegebegutachtung, 2.676 Pflegegeld-Leistungsempfänger sowie 299 Pflegebedürftige, die gerade eine Pflegeberatung erhalten hatten, befragt – ebenso Pflegeberatende, Pflegeberatungsstellen, Pflegekassen und andere in der Pflegeberatung Tätige.

Alle gesetzlich Versicherten, die Leistungen der Pflegeversicherung beziehen oder einen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung gestellt haben, können Pflegeberatung über ihre Pflegekassen nutzen.

 

Über die Autorin

Johanna Kristen ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Geld für häusliche Pflege soll schneller fließen

©Werner Krueper Fotografie und Film

14.02.2020 – Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen nach einem neuen Vorschlag aus der Bundesregierung leichter Geld aus der Pflegeversicherung erhalten.

Dazu schlug der Pflegebevollmächtigte Andreas Westerfellhaus in einem Konzept vor, dass die teils unübersichtlichen Leistungen gebündelt werden.

Das Geld für Pflege- und Betreuungsleistungen soll in ein neues Pflegebudget fließen. Daraus sollen sich die Betroffenen leichter und ohne Antragswust bedienen können. Helfen sollen Berater, sogenannte Co-Piloten, die regelmäßige Hausbesuche machen. Wer die Leistungen nicht ausschöpft, soll automatisch die Hälfte des nicht gebrauchten Gelds ausbezahlt bekommen.

Ein zweiter Geldtopf soll vor allem den Angehörigen nutzen: das Entlastungsbudget. Das Geld soll eingesetzt werden, wenn pflegende Angehörige etwa durch einen vorübergehenden Aufenthalt in einem Heim entlastet werden sollen.

Heute würden viele Betroffene durch einen Dschungel an Leistungen und Antragspflichten überfordert, so Westerfellhaus in seinem Diskussionspapier. Viele machten ihre Ansprüche nicht voll geltend.

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

 

Wenn das eigene Vermögen für die Pflege nicht ausreicht, springt die Sozialhilfe ein.

Sozialhilfe: Wann wird finanzielle Hilfe geleistet?


Wenn das eigene Vermögen für die Pflege nicht ausreicht, springt die Sozialhilfe ein.

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Wenn die Pflege mehr kostet, als man Geld zur Verfügung hat, springt die Sozialhilfe ein. Wir fragten die Leiterin des Sozialamts Kassel, Ute Pähns, ab wann finanzielle Hilfe geleistet wird und wie hoch das Vermögen sein darf, um unterstützt zu werden. Weiterlesen

Pflegeunterstützungsgeld, Pflegezeit und Familienpflegezeit


Unterstzützung für berufstätige pflegende Angehörige: Pflegeunterstützungsgeld, Pflegezeit, Familienpflegezeit

(c) canva

In Deutschland werden mehr als 2 Millionen Menschen zu Hause gepflegt – zwei Drittel davon ausschließlich durch Angehörige. Mittlerweile gibt es verschiedene gesetzliche Hilfen, wie Pflegeunterstützungsgeld, Pflegezeit und Familienpflegezeit, um der Pflegesituation trotz Berufstätigkeit gerecht zu werden.

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Angehörigen-Entlastungsgesetz

Angehörigen-Entlastungsgesetz: Finanzielle Entlastung für Angehörige


Angehörigen-Entlastungsgesetz

(c) canva

Berlin – 14. August 2019. Kinder von Pflegebedürftigen werden ab 2020 finanziell entlastet. Das Angehörigen-Entlastungsgesetz wurde am Mittwoch vom Kabinett beschlossen – und gilt auch für bereits zahlende pflegende Angehörige. Nur wer mehr als 100.000 Euro brutto jährlich verdient, bezahlt für pflegebedürftige Eltern.

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