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Schlaganfall

Verständliche Informationen rund um den Schlaganfall

Schlaganfall

Getty Images/KATERYNA KON/SCIENCE PHOTO LIBRARY

15.12.2020 – Etwa 1,3 Mio. Menschen in Deutschland leben mit den Folgen eines Schlaganfalls, ca. zwei Drittel sind pflegebedürftig oder auf die Hilfe von Angehörigen angewiesen. Ein Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache sowie die häufigste Ursache für dauerhafte Invalidität im Erwachsenenalter.

Risikofaktoren für einen Schlaganfall erkennen

Risikofaktoren für einen Schlaganfall sind z. B. Bluthochdruck, Zucker- und Fettstoffwechselstörungen oder Vorhofflimmern. Der Konsum von Genussmitteln wie Nikotin und Alkohol gehört ebenso dazu.

Je mehr einzelne Risikofaktoren gleichzeitig vorliegen, desto höher ist das Gesamtrisiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Die meisten Risikofaktoren sind allerdings mit einem gesunden Lebensstil beeinflussbar und gut medizinisch zu behandeln.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen. Einen kostenfreien Online-Pflegekurs gibt es auch zum Thema Schlaganfall.

 

Fundierte und gut verständliche Informationen rund um das Thema Schlaganfall bietet die Webseite Schlaganfallbegleitung. Ein interdisziplinäres Team aus Ärzteschaft, Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Pflege stellt dort alles Wissenswerte zum Thema kostenfrei zur Verfügung.  

Sehr gute Heilungschancen bei schneller Behandlung

„Wer heutzutage einen Schlaganfall erleidet, hat bei schneller Behandlung sehr gute Heilungschancen. Dabei ist es essentiell wichtig, dass der Patient seine Therapie aktiv angeht. Wir nennen das Therapietreue. Vor diesem Hintergrund gehört es zu unserem Konzept, die Betroffenen ohne erhobenen Zeigefinger zu motivieren und ihnen Mut zu machen“, erläutert der Mitbegründer der Informationsplattform sowie Neurologe und Schlaganfall-Experte Hans Joachim von Büdingen.

2021 soll die Plattform erweitert werden, um sich z. B. einen fachlich formulierten Arztbericht in verständliche Sprache „übersetzen” zu lassen oder über eine App in Austausch mit Betroffenen und deren Angehörigen zu kommen.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Demenzstrategie

Startschuss für die Nationale Demenzstrategie der Regierung

Demenzstrategie

picture alliance/dpa/Hannibal Hanschke/Reuters/Pool

24.09.2020 – In Berlin haben am Mittwoch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sowie 57 Verbände die Nationale Demenzstrategie unterzeichnet. Mit ihrer Unterschrift verpflichten sich die Unterzeichner, 160 Maßnahmen für einen besseren Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen in den nächsten Jahren umzusetzen.

Das Ziel der Strategie ist insbesondere, die Bevölkerung über das Krankheitsbild Demenz zu informieren und die Krankheit damit stärker zu entstigmatisieren.

Teamgeist für Menschen mit Demenz vonnöten

„Es geht darum, Demenzkranken respektvoll und hilfsbereit zu begegnen“, sagte Spahn. „Ein breites gesellschaftliches Bündnis ist ein wichtiger Schritt, dieses neue Bewusstsein zu schaffen.“

Giffey betonte: „An Demenz erkrankte Menschen können noch sehr lange aktiver Teil der Gesellschaft bleiben, wenn die Gesellschaft sich darauf einstellt. Das bedeutet: Busfahrerinnen, Schaffner, Ärzte oder Mitarbeiter von Behörden müssen speziell geschult werden, genauso wie sich Sportvereine oder Kirchenchöre auf Menschen mit Demenz vorbereiten müssen.“

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Um das zu schaffen, brauche es Teamgeist für Menschen mit Demenz. „Darum starten wir die Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie mit einem breiten gesellschaftlichen Bündnis. Mit der Strategie wollen wir bundesweit mehr Vor-Ort-Netzwerke aus Kommunen, Vereinen, Kirchen oder Unternehmen schaffen, Familien von Menschen mit Demenz unterstützen und mit einem breiten Bündnis die Gesellschaft darauf einstellen, für Menschen mit Demenz da zu sein.“

Vielfältiger Mix unterschiedlichster Akteure

Die Nationale Demenzstrategie wurde in den vergangenen 2 Jahren von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft sowie weiteren Verbänden des Gesundheitssystems, von Sozialversicherungsträgern, Zivilgesellschaft und Wissenschaft erarbeitet.

An der Umsetzung der Demenzstrategie ist ein breites gesellschaftliches Bündnis beteiligt – die Initiative „Teamgeist für Menschen mit Demenz“. Dazu zählen u. a. so unterschiedliche Akteure wie die Deutsche Bahn, der Deutsche Sportbund, die katholische und evangelische Kirche oder Supermarktketten wie Netto oder Alnatura.

Je größer dieses Team sei, das um die Erkrankung Demenz und seine Ausprägungen weiß, desto besser könnten Betroffene weiter am gesellschaftlichen Leben teilhaben, so die Minister.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

MDK_Pflegebegutachtung

Ab Oktober wieder Hausbesuche und MDK-Prüfungen

MDK_Pflegebegutachtung

Getty Images/Luis Alvare4

24.09.2020 – In der kommenden Woche starten wieder die persönlichen Pflegebegutachtungen und die Qualitätsregelprüfungen der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen. Beides war zum Schutz vor Corona-Infektionen seit Mitte März ausgesetzt. Die Wiederaufnahme erfolgt nun unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

Gute Pflegeversorgung auch unter Pandemie-Bedingungen sicherstellen

„So richtig es war, beides aus Infektionsschutzgründen auszusetzen, so richtig ist es nun, beides unter Wahrung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder aufzunehmen“, sagte der Geschäftsführer des Medizinischen Diensts des GKV-Spitzenverbandes (MDS), Peter Pick, in der vergangenen Woche.

Der MDS koordiniert und fördert die Umsetzung der Aufgaben und die Zusammenarbeit der MDK. Dabei geht es z. B. auch um bundesweit einheitliche Kriterien für die Begutachtung.

 

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Heime und ambulante Pflegedienste hätten während der Pandemie vielerorts gute Arbeit geleistet und z. B. kreative Lösungen entwickelt, um der Vereinsamung pflegebedürftiger Menschen entgegenzuwirken.

In Einzelfällen weiterhin Telefoninterviews

„Gleichwohl ist nicht überall alles gut gelaufen. Die Prüfungen sind ein wichtiges Korrektiv, um unerwünschten Entwicklungen vorzubeugen. Mit Corona leben, bedeutet auch eine qualitativ gute Pflegeversorgung unter Pandemie-Bedingungen sicherzustellen“, verdeutlichte Pick.

Die zu Beginn der Corona-Krise entwickelten strukturierten Telefoninterviews, die helfen, den Grad der Pflegebedürftigkeit festzustellen, sollen in Ausnahmefällen weiterhin Gültigkeit haben – etwa in Corona-Hotspots, im Falle von akuten Ansteckungsrisiken oder bei immenser Immunschwäche versicherter Personen. Damit sei sichergestellt, dass diese Versicherten weiterhin zeitnahen Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung erhielten. Allerdings sei wegen der fehlenden Inaugenscheinnahme der Pflegebedürftigen vor Ort die gutachterliche Einschätzung zu therapeutischen Leistungen und zu Wohnumfeld-verbessernden Maßnahmen dann weiterhin nur begrenzt möglich.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Alzheimer_Demenz

Welt-Alzheimertag: An Demenz Erkrankte nicht vergessen

Alzheimer_Demenz

Getty Images/Westend61

22.09.2020 – In dieser Woche, am 21. September, war Welt-Alzheimertag. In diesem Jahr stand der Tag in Deutschland unter dem Motto „Demenz – wir müssen reden!“. Denn noch immer ist die Krankheit nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ein Tabu.

Vor allem in Zeiten der COVID-19-Pandemie dürften an Demenz Erkrankte nicht vergessen werden, forderten Ärzteschaft und Interessensverbände anlässlich des Aktionstags.

Immer noch gebe es viele Menschen, die nicht wüssten, wie sie mit an Demenz Erkrankten umgehen sollten. Darum gelte es, zu sensibilisieren. Darüber hinaus müssten die Bedingungen für pflegende Angehörige verbessert und mehr geforscht werden.

 

Der Welt-Alzheimertag

Der Welt-Alzheimertag wurde 1994 von Alzheimer’s Disease International (ADI) mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. ADI, die internationale Vereinigung von Alzheimer-Gesellschaften in 95 Ländern, koordiniert die Aktivitäten weltweit.

Von der Alzheimer-Krankheit und anderen Demenzformen sind Menschen unabhängig von Nationalität, Hautfarbe und Kultur betroffen. Überall geht es darum, eine breite Öffentlichkeit auf die Situation der insgesamt mehr als 50 Mio. Demenzkranken und ihrer Familien aufmerksam zu machen.

 

Um das spürbar voranzutreiben, hat die Bundesregierung den Startschuss für ihre im Juli beschlossene Nationale Demenzstrategie gegeben. Das Papier enthält 27 Ziele und 162 konkrete Maßnahmen, die bis zum Jahr 2026 in die Tat umgesetzt werden sollen. Am 23. September 2020 soll die Strategie der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

COVID-19 hat Alzheimerforschung massiv beeinträchtigt

Andere Maßnahmen konnten wegen der Corona-Pandemie allerdings nicht weiterverfolgt werden. So verdeutlichte die Vorsitzende der Hirnliga – der Vereinigung der deutschen Alzheimer-Forscherinnen und -forscher –, Isabella Heuser: „Die Corona-Pandemie mit ihren vielfältigen Auswirkungen hat (…) massiv die Alzheimerforschung beeinträchtigt.“ So hätten u. a. klinische Untersuchungen von Studienpatientinnen und -patienten pausieren müssen, Forschungsprojekte nicht begonnen werden können und der Ambulanzbetrieb massiv heruntergefahren werden müssen.

 

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Bis 2050 ca. 2,8 Mio. Menschen mit Demenz

Jährlich erkranken etwa 300.000 Menschen in Deutschland neu an Demenz, zumeist Alzheimer. Aktuell gibt es 1,6 Mio. Betroffene. Bis 2050 rechnen Expertinnen und Experten mit einem Anstieg auf bis zu 2,8 Mio. Menschen.

Zum Krankheitsbild gehören u. a. Gedächtnis-, Orientierungs- und Sprachstörungen sowie Veränderungen der Persönlichkeit. Nur in seltenen Fällen sind die Betroffenen jünger als 60 Jahre.

Rund um den Welt-Alzheimertag und die Woche der Demenz vom 21. bis 27. September finden deutschlandweit viele größtenteils virtuelle Aktionen statt, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich zu informieren und ins Gespräch zu kommen.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.