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Knochendichtemessung

Knochendichtemessung: Wann die Kasse zahlt und wann nicht

Knochendichtemessung

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30.09.2021 – Eine Knochendichtemessung bzw. eine Osteodensitometrie bestimmt den Mineralsalzgehalt von Knochen. Sie dient – neben weiteren Untersuchungen – der Feststellung, ob die Patientin oder der Patient unter Osteoporose leidet und hilft, den Verlauf der Erkrankung zu beobachten. Die Messung gibt auch Hinweise, wie hoch das Risiko für einen Knochenbruch ist.

Manche Ärztinnen und Ärzte bieten eine Knochendichtemessung zur Früherkennung von Osteoporose als Individuelle Gesundheitsleistung, kurz IGeL, an. In bestimmten Fällen übernimmt jedoch die Krankenversicherung die Kosten. Darauf macht die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) aufmerksam.

Knochendichtemessung als Kassenleistung

Die Kosten für eine Knochendichtemessung übernimmt die Kasse, wenn

  • Sie einen Knochenbruch ohne ein entsprechendes Trauma – also z. B. einen Sturz oder Unfall – erlitten haben und gleichzeitig der begründete Verdacht auf eine Osteoporose besteht.
  • Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine gezielte medikamentöse Behandlung einer Osteoporose beginnen will. Dafür muss nicht erst eine Fraktur passiert sein.
  • Die Messung der Knochendichte der Überprüfung einer laufenden Therapie dient. Sie kann nach 5 Jahren wiederholt werden, in begründeten Ausnahmefällen auch schon früher.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Allerdings dürften nicht alle Kassenärztinnen und -ärzte die Knochendichtemessung mit der gesetzlichen Krankenkasse abrechnen, gibt die UPD zu bedenken. Sie benötigten dafür eine Zusatzqualifikation und die Zulassung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV).

Die UPD empfiehlt, passende Praxen über die Arztsuche der KV im Internet zu suchen oder direkt die eigene Krankenkasse um Adressen zu bitten.

Kassenärztliche Vereinigung hilft weiter

Wer z. B. Medikamente zur Behandlung einer Osteoporose einnehme und trotzdem für eine ärztlich empfohlene Knochendichtemessung selbst aufkommen soll, solle zunächst mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen, rät die UPD. Sie oder er dürfe eine Kassenleistung nicht privat in Rechnung stellen.

Im Zweifel könnten Versicherte Kontakt mit ihrer Krankenkasse aufnehmen und fragen, ob diese die Kosten übernehme.

Bis zur Klärung sollten Betroffene “auf keinen Fall” unterschreiben, dass sie bereit sind, selbst für die Knochendichtemessung aufzukommen.

Bestehe kein Zweifel daran, dass die Ärztin oder der Arzt eine eigentliche Kassenleistung privat abrechnen wolle, könnten sich Versicherte schriftlich an die zuständige KV wenden.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Impfung

Corona-Impfung: Krankenkasse zahlt Fahrkosten zum Impfzentrum nicht immer

Corona-Impfung

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30.03.2021 – Ob Krankenkassen Fahrtkosten zu einem Corona-Impfzentrum übernehmen, entscheiden diese selbst. Darauf hat die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) aufmerksam gemacht. Denn nach aktueller Rechtslage sei nicht klar, ob es sich dabei um eine Kassenleistung handele.

Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen habe zwar empfohlen, dass die Kassen die Kosten für bestimmte Personengruppen übernehmen. Verpflichtend sei das allerdings nicht, betonte die UPD.

Kostenübernahme nicht klar geregelt

Laut Empfehlung sollen Krankenkassen für gesetzlich Versicherte, die pflegebedürftig oder in der Mobilität eingeschränkt sind, die Taxikosten zum Impfzentrum übernehmen. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ haben oder in Pflegegrad 3 (mit dauerhaft eingeschränkter Mobilität), 4 oder 5 eingestuft sind.

Weiterhin ist erforderlich, dass die Schutzimpfung gegen das Corona-Virus in der Region nicht von einem mobilen Impfteam oder z. B. von Impfbussen – wie in manchen Bundesländern angeboten – sichergestellt ist.

Informationen zu angebotenen Services in den einzelnen Bundesländern erhalten Interessierte über die jeweiligen Corona-Hotlines.

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Bei der Krankenkasse nachfragen

Versicherte, die sich die Fahrkosten zum Impfzentrum erstatten lassen möchten, sollten am besten im Vorfeld bei ihrer Krankenkasse erfragen, ob sie generell diese Kosten übernimmt, rät die UPD.

Falls ja, ist es eine weitere Voraussetzung, dass der Arzt ihnen vorab eine Krankenfahrt verordnet. Sobald diese ärztliche Verordnung vorliegt, benötigen Versicherte keine Zustimmung der Krankenkasse mehr.

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

elektronische Patientenakte

Elektronische Patientenakte (ePA)

elektronische Patientenakte

GettyImages/D3Damon

Frage an den Experten für Digitalisierung bei der UPD: Ich leide an Multipler Sklerose und muss deshalb viele verschiedene Ärzte aufsuchen. Es ist für mich sehr mühsam, jedem neuen Arzt meine Krankengeschichte zu erzählen, und manchmal habe ich auch Angst, etwas zu vergessen, was für meine Behandlung wichtig sein könnte. Manche Ärzte wollen meine Akte auch nicht herausgeben. Ich habe gehört, dass ich eine elektronische Patientenakte bekommen kann, mit der alles einfacher wird. Stimmt das? Und sind meine Daten dann sicher? Weiterlesen

Diabetes

AOK startet neuen Online-Coach für Diabetes-Patienten

Diabetes

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3.12.2020 – Die AOK hat Anfang Dezember einen neuen Online-Coach gestartet, der sich an Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 richtet. Das Programm soll ihnen dabei helfen, die Krankheit besser zu verstehen und die oft notwendigen Änderungen des Lebensstils anzugehen.

Das Angebot kann von AOK-Versicherten kostenlos genutzt werden. Ein Teil des Programms ist auch für Versicherte anderer Krankenkassen verfügbar.

Schritt für Schritt erklärt das interaktive Online-Angebot, wie die Krankheit entsteht, was genau im Körper passiert und warum bei Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes das Risiko für bestimmte Folge-Erkrankungen steigt.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Praktische Tipps für mehr Bewegung und gesunde Ernährung

Das Programm enthält zahlreiche Videos und Animationen, die eigens für den Online-Coach produziert wurden. Szenen aus dem Alltag vermitteln praktische Tipps, wie Patientinnen und Patienten die Umstellung ihrer Ernährung oder die Integration von mehr Bewegung in ihren täglichen Tagesablauf schaffen können.

Weitere Bestandteile des Online-Coaches sind Übungsaufgaben und Wissenstests, die das Gelernte vertiefen sollen.

Zudem können sich Interessierte einen persönlichen Bewegungsplan oder ein Gewichts-Tagebuch anlegen.

Online-Coach gemeinsam mit Familienmitgliedern nutzen

Der Online-Coach ist so konzipiert, dass Patientinnen und Patienten das Programm allein oder gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern nutzen können.

Denn auch wenn Angehörige meist nur indirekt betroffen seien, hätten sie häufig viele Fragen und könnten die Betroffenen besser unterstützen, wenn sie ebenfalls gut informiert seien, teilte die AOK mit.

An der Entwicklung des Online-Coachs war ein Team aus den Fachbereichen Diabetologie, Psychologie sowie Ernährungs- und Sportwissenschaften beteiligt.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.