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Seelische Gesundheit

Corona-Pandemie: Tipps für die seelische Gesundheit

Telefonat

Getty Images/gradyreese

30.03.2020 – Die aktuelle Corona-Pandemie kann zu Ängsten und seelischen Belastungen führen, die sich auch körperlich auswirken und z. B. das Immunsystem schwächen können. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin (DGPM) in einer Mitteilung hin und gibt Tipps, um die Zeit der Isolation und der eingeschränkten Kontakte möglichst gut zu bewältigen.  

Telefonisch Kontakt halten und den Alltag strukturieren

So empfiehlt die Gesellschaft u. a. über Internet und Telefon in Verbindung zu Familie, Freunden sowie Kolleginnen und Kollegen zu bleiben und so Normalität zu bewahren und sich gegenseitig zu unterstützen.

Zudem rät die DGPM, den Alltag zu strukturieren, bspw. mit festen Aktivitäts-, Ruhe- und Schlafenszeiten, und sinnvollen Aktivitäten nachzugehen, um die frei gewordene Zeit zu nutzen. „Dazu sollte nach Möglichkeit auch körperliche Betätigung und Bewegung an der frischen Luft gehören.“ Eine weitere Option könne sein, sich kreativ zu beschäftigen oder lang aufgeschobene Tätigkeiten anzugehen.

 

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Stress und Sorgen thematisieren

Darüber hinaus könne jeder dazu beitragen, das Wohlbefinden von Covid-19-Erkrankten zu steigern, „indem man die Erkrankten bestmöglich in der Versorgung unterstützt und potentielle Risikogruppen wie ältere und vorerkrankte Menschen sowie Personen aus Risikogebieten nicht über das zur Infektionsvermeidung notwendige Maß meidet“, so die DGPM. Das könne z. B. bedeuten, den Einkauf für Betroffene zu übernehmen oder persönliche Kontakte über Telefon und Internet zu pflegen.

Auch sollte Gruppenstress in Familien und Wohngemeinschaften thematisiert werden. „Finden Sie einen Rahmen, etwa das tägliche gemeinsame Abendessen, um mögliche Spannungen oder Probleme in Ruhe anzusprechen.“ Dabei sollte kein Familienmitglied oder keine Mitbewohnerin oder kein Mitbewohner ausgegrenzt werden – „das heißt, dass beispielsweise Kinder, ältere Menschen und akut an Covid-19 erkrankte Menschen sich gleichberechtigt äußern dürfen und sollten“.

In der Angstbewältigung sei es ein erster Schritt, die Angst zu benennen und mit anderen darüber zu sprechen: Ist die Angst begründet? Wie kann ich ihr begegnen, ohne bestimmte Situationen grundsätzlich zu vermeiden? 

Der Gesellschaft zufolge kann sich die Angst vor einer Infektion mit dem Corona-Virus auch darin äußern, dass Krankheitssymptome körperlich erlebt werden, obwohl keine Infektion vorliegt. „Dann verschlimmern sich die gesundheitlichen Ängste nochmal und es droht ein Teufelskreislauf“, so DGPM-Mediensprecher Harald Gündel.

Sollten Angstzustände überhand nehmen, sollten Betroffene sich ärztliche oder psychologische Hilfe suchen, rät die DGPM.

Seriöse Informationsquellen heranziehen – wahllosen Medienkonsum vermeiden

Generell sei Angst „ein nützlicher Begleiter, der uns Gefahren signalisiert und dafür sorgt, uns besonnen und verantwortungsbewusst zu verhalten“, so der Leiter der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Mainz, Manfred Beutel, gegenüber der DGPM. Unrealistische und übermäßige Ängste könnten aber auch zu Panik führen, die sich oft körperlich, durch Herzklopfen, Herzrasen, Engegefühl in der Brust oder Beklemmungsgefühle äußere. Der Experte rät, sich rational mit dem neuen Virus auseinanderzusetzen und sich in seriösen Quellen zu informieren.

 

Bewegungstipps

Trotz der derzeitigen Corona-Isolation ist es wichtig, zu Hause in Bewegung zu bleiben. Lesen Sie, was eine Sportwissenschaftlerin und ein Sportwissenschaftler jetzt empfehlen.

 

Über die Autorin

Johanna Kristen ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

 

Bewegung

Corona-Isolation: Bewegungstipps für zu Hause

Bewegung

Getty Images/Westend61

23.03.2020 – Die Folgen der Corona-Pandemie sind für uns alle spürbar: Das öffentliche Leben ist runtergefahren. Soziale Kontakte müssen auf ein Minimum reduziert werden, um sich und seine Mitmenschen vor einer Infektion zu schützen und die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. 

Zu Hause aktiv sein

Bewegung daheim ist aber dennoch wichtig. Für ältere Menschen empfiehlt Susanne Tittlbach, Inhaberin des Lehrstuhls Sportwissenschaft III – Sozial- und Gesundheitswissenschaften des Sports an der Universität Bayreuth, bspw. Frischluft auf dem Balkon oder am offenen Fenster zu genießen. Hier gebe es bestimmte Übungen: „Wer noch gut stehen kann, kann sich am Fensterrahmen festhalten und kleinere gymnastische Übungen durchführen, z. B. Gewichtsverlagerung von einem Bein auf das andere, leichte Kniebeugen, ein Bein abspreizen und hochziehen mit Beinwechsel, beide Beine fest auf dem Boden und den Oberkörper langsam nach rechts und links rotieren“, führt die Professorin in einer Mitteilung der Universität aus.

“Auch kleinste Bewegungen sind sinnvoll”

Allerdings solle jeder nur das machen, was die eigenen Kräfte zuließen. Selbst kleinste Bewegungen seien sinnvoll, so die Expertin. Auch im Sitzen könnten Übungen absolviert werden, bspw. Fahrradfahren oder die gestreckten Beine überkreuzen. Zudem rät die Fachfrau, möglichst oft die Position zu wechseln, auch zu stehen und z. B. während des Telefonierens auf und ab zu gehen. „Auch das bringt den Kreislauf in Schwung und aktiviert!“

Virtuell in Bewegung bleiben

Auch Experten der Deutschen Sporthochschule Köln weisen darauf hin, wie wichtig in der aktuellen Situation Bewegung und körperliche Aktivität für das psychische und körperliche Wohlbefinden sind. „Wir sollten, wo immer möglich und so lange wie möglich, das Bewegen in der freien Natur suchen. Gerade jetzt ist die Zeit, den Waldspaziergang mit der Familie oder dem Partner wiederzuentdecken. Wobei wir natürlich die Vernunftsregeln des Robert-Koch-Instituts beachten sollten“, sagt Jens Kleinert vom Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln. Regeln beachten und trotzdem kreative Bewegungsformen finden, sei möglich. So empfiehlt Kleinert z. B. virtuelle Verabredungen. „Ermuntern und unterstützen Sie andere beim Aktivwerden oder Aktivbleiben mit Textnachrichten oder Bildern von sich oder anderen. Gerade jetzt ist sozialer Kontakt, wenn auch nicht physisch, besonders wichtig.“

 

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Um sich vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen, sind besonnenes Handeln und gewissenhafte Hygienemaßnahmen entscheidend. Was pflegende Angehörige tun können, um sich selbst und ihre zu pflegende Person zu schützen, haben wir für Sie in einer Übersicht zusammengestellt.

Merkblatt zum Schutz im Alltag

Empfehlungen, wie sich Personen im privaten, beruflichen und öffentlichen Umfeld am besten verhalten sollten, erhalten Sie in einem Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

 

Über die Autorin

Johanna Kristen ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.