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Impfung: Infektionskrankheiten lässt sich vorbeugen

Impfung: Infektionskrankheiten lässt sich vorbeugen

Impfung: Infektionskrankheiten lässt sich vorbeugen

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Impfstoffe gelten als wichtiges Mittel zur Vorbeugung von Erkrankungen. Sie bieten Schutz gegen Infektionskrankheiten, indem sie das Immunsystem zur Herstellung von Antikörpern und der Vermehrung von Immunzellen anregen. Aber welche Impfungen sind wirklich wichtig und was gilt es zu beachten? Wir haben mit Prof. Dr. Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie und Leiter des Forschungsbereichs Immunologie an der TU Dortmund, gesprochen.

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Corona-Drittimpfung

Corona-Infektion: Für wen sich eine dritte Impfung lohnt

Corona-Drittimpfung

Getty Images/LEREXIS

02.09.2021 – Seit Mittwoch haben die bundesweiten Aktionen zur Auffrischungsimpfung gegen eine Corona-Infektion begonnen. Sie sind zunächst für besonders gefährdete Menschen gedacht, also v. a. für Über-80-Jährige, Pflegebedürftige und Vorerkrankte. Aber auch für Organtransplantierte, Krebspatientinnen und -patienten – besonders während der Therapie –, teilweise auch Dialysepatientinnen und -patienten sowie Betroffene mit Autoimmunerkrankungen ist nach Aussage des Professors für Immunologie am Leibnitz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund, Carsten Watzl, auf “Tagesschau online” eine Auffrischimpfung ratsam.

Ratsam für ber-80-Jährige, Pflegebedürftige und Vorerkrankte

Geimpft wird in stationären Pflegeeinrichtungen in Zusammenarbeit mit Hausärztinnen und -ärzten, über mobile Teams oder in Impfzentren.

Anlass für die erneute Impfung sind Studien aus Israel und Großbritannien, die darauf hinweisen, dass Impfungen mit BioNTech/Pfizer und AstraZeneca zwar gut vor schweren Verläufen schützen, der Schutz vor Infektionen aber zurückgeht, seit die Delta-Variante dominiert.

Für die Drittimpfung seien laut Watzl mRNA-Impfstoffe, etwa von BioNTech/Pfizer oder Moderna, besser geeignet als Vektorimpfstoffe, zu denen etwa das Vakzin von AstraZeneca gehört.

Denn Vektorimpfstoffe hätten etwas mehr Nebenwirkungen.

 

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Kreuzimpfungen verstärken Schutz

Watzl empfiehlt sog. Kreuzimpfungen: Personen, die mit Vektorimpfstoffen geimpft worden seien, könnten jetzt einen mRNA-Impfstoff wählen. Das werde den Schutz noch deutlich verstärken.

Die Immunreaktion werde mit jeder Impfung oder Infektion besser. Es bildeten sich Antikörper, die noch besser den Erreger erkennen können, erläuterte Watzl. Zudem bildeten sich mehr Gedächtniszellen, sodass der Schutz länger halte.

Watzl kann sich vorstellen, dass 3 Impfungen bald zum Standard werden könnten. Er würde dann die zweite Impfung nach 6-8 Wochen und die dritte Impfung nach weiteren 6-8 Monaten geben, um für einen größtmöglichen Schutz zu sorgen.

Noch keine offizielle Empfehlung für eine erneute Impfung

Die Ständige Impfkomission hat bisher allerdings noch keine Empfehlung für die dritte Impfung gegen das Corona-Virus gegeben.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor wenigen Tagen mitgeteilt:

“Aktuell werden international diverse Studien zu der Fragestellung durchgeführt, ob und gegebenenfalls in welchem Zeitabstand eine COVID-19-Auffrischimpfung notwendig sein wird.”

Da im Laufe des September noch relevante Daten für diese Fragestellung erwartet würden, werde sich die STIKO voraussichtlich nicht vor Ende September bzw. Anfang Oktober positionieren können, so das RKI.

Die Behörde weist auf verschiedene Faktoren hin, von denen eine Empfehlung abhänge, und nennt konkret die Dauer des Impfschutzes, die Wirkweise des Impfstoffs, mögliche Immunitätsentwicklungen gegen Impfstoffkomponenten oder die Wirksamkeit gegen neue Virusmutationen.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Häusliche Pflege | Entlastung

Häusliche Pflege: Pflegebedürftige und Angehörige entlasten

Häusliche Pflege | Entlastung

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26.08.2021 – Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat angesichts der laufenden vierten Welle der Corona-Pandemie an die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen erinnert. In der häuslichen Pflege dürften diese Personen nicht alleingelassen werden. Fehler der vergangenen Monate dürften sich jetzt nicht wiederholen.

“Pflegende Angehörige waren durch die Reduzierung und Schließung von Betreuungsangeboten häufig auf sich allein gestellt und mussten in der Pandemie ohne professionelle Unterstützung große Herausforderungen meistern.”

Jetzt müssten die richtigen Schlüsse gezogen werden. In einem 3-seitigen Positionspapier fasst der Pflegebevollmächtigte deshalb Maßnahmen zusammen, die seiner Auffassung nach, Pflegebedürftige und Angehörige entlasten. Denn diese müssten nicht nur mit ihrer Schutzbedürftigkeit, sondern v. a. mit ihren Bedürfnissen in den Fokus genommen werden.

 

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

So sollten z. B. für Betroffene und pflegende Angehörige Tagespflege, Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege so weit wie möglich verfügbar bleiben.

Einfacher, schneller Zugang zum Impfen

Wichtigster Baustein in der Pandemie bleibe für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige das Impfen, betonte Westerfellhaus. Derzeit würden Vorkehrungen für notwendige Auffrischungsimpfungen getroffen. Insbesondere für die genannte Personengruppe müsse der Zugang zu Impfungen so leicht wie möglich sein – in der häuslichen Pflege etwa über mobile Impfteams.

Westerfellhaus:

“Unabhängig von einer Pandemie ist erste und wichtigste Aufgabe aller Beteiligten, Selbstbestimmung, Teilhabe und Würde in der stationären und in der häuslichen Pflege zu verwirklichen. Daran müssen sich Politik, Kostenträger und Leistungserbringer jetzt und auch in Zukunft messen lassen.”

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Impfung_AstraZeneca, COVID-19

COVID-19: Auffrischungsimpfung für Pflegebedürftige und Senioren ab September

Corona-Impfung_AstraZeneca

Getty Images/Steve Debenport

05.08.2021 – Pflegebedürftige haben ab September die Möglichkeit, sich ein drittes Mal gegen COVID-19 impfen zu lassen. Das hat die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) Anfang August beschlossen. Die Zusatzimpfung ist auch für weitere Personengruppen vorgesehen.

Der Beschluss sieht eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff für vulnerable Personengruppen vor. Als Grund für die sogenannte Booster-Impfung nannte die GMK die Annahme, dass bei älteren und immungeschwächten Menschen die Immunantwort nach der Impfung schneller nachlässt.

Einen Anspruch auf die Auffrischungsimpfung haben laut Beschluss:

  • Pflegebedürftige in Heimen oder der eigenen Häuslichkeit
  • Immungeschwächte Personen
  • Höchstbetagte ab 80 Jahren
  • Personen, die den ersten Impfschutz mit Vektor-Impfstoffen erhalten haben.

Zu beachten sei, dass die Auffrischungsimpfung erst mindestens 6 Monate nach der letzten Impfung verabreicht werden kann, heißt es weiter. Die Impfungen sollen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie von mobilen Impfteams verabreicht werden.

Verbund Pflegehilfe sieht Auffrischungsimpfung positiv

Der Verbund Pflegehilfe sehe die frühzeitige Reaktion auf aktuelle Studien, die das Nachlassen einer Immunantwort bei älteren und immunschwächeren Menschen nahelegen, als sehr positiv.

Johannes Haas, Geschäftsführer des Verbunds, sagt:

„Es ist ein großer Fortschritt, dass in diesem Beschluss auch die Pflege zu Hause endlich Beachtung findet.”

Der Verbund kritisiert, dass Menschen, die im häuslichen Umfeld gepflegt werden, niedriger priorisiert und bei der Kommunikation teilweise vergessen worden wären.

Das sei ein Skandal, da laut dem Verbund Pflegehilfe über 70 % der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt werden.

Hoffnung auf unbürokratische Lösung

Wie der Verbund mitteilte, sei allerdings noch nicht klar geregelt, wie hoch der bürokratische Aufwand dieses Mal sein werde.

Noch offene Fragen seien u. a. ob Impfberechtigte für eine Auffrischungsimpfung wieder mehrere Dokumente vorlegen werden müssen? Und wie die Berechtigten dieses Mal benachrichtigt werden?

Der Verbund hoffe nach eigenen Angaben auf eine unbürokratische Lösung und eine schnelle Einigung der Gesundheitsminister.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Schutzimpfung Kinder

Das sollten Sie über die Corona-Impfung für Ihr Kind wissen

Corona-Schutzimpfung Kinder

Getty Images/Roberto Jimenez Mejias

03.08.2021 – Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat in einem Merkblatt die wichtigsten Informationen über Corona-Schutzimpfungen für Kinder ab 12 Jahren zusammengestellt.

Zwar habe die Ständige Impfkommission (STIKO) bislang keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ausgesprochen, da diese meist ohne Krankheitszeichen oder mit mildem COVID-19-Verlauf erkrankten und die Datenlage für eine allgemeine Empfehlung noch nicht ausreiche.

Corona-Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen 

Die STIKO empfehle jedoch aktuell die Impfung für junge Menschen ab 12 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen oder mit engem Kontakt zu Menschen, die nicht selbst geimpft werden können, verdeutlichte die BZgA am Montag.

 

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Auch bei Kontakt zu Menschen, die vermutlich keinen ausreichenden Impfschutz aufbauen könnten, oder bei einem erhöhten beruflichen Ansteckungsrisiko im Rahmen einer Ausbildung bzw. Tätigkeit in bestimmten Einrichtungen werde die Impfung empfohlen.

Starkes Übergewicht kann schweren Verlauf verursachen

Zu den Vorerkrankungen zählen z. B.

  • starkes Übergewicht
  • schwere Erkrankungen
    • am Herzen
    • an Nervensystem
    • an Lunge
    • an Nieren.

In diesen Fällen sei das Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf erhöht, betonte die BZgA.

Das Merkblatt informiert auch darüber, welche Impfstoffe für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zur Verfügung stehen und welche Impfreaktionen bzw. Nebenwirkungen auftreten können.

Außerdem hilft eine Checkliste bei der Entscheidung für oder gegen eine Corona-Impfung.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Impfung_AstraZeneca, COVID-19

AstraZeneca-Impfung für Thrombosepatienten über 60 Jahren geeignet

Corona-Impfung_AstraZeneca

Getty Images/Steve Debenport

20.05.2021 – Viele Menschen sind verunsichert, ob eine AstraZeneca-Impfung gegen das Corona-Virus auch für über 60-jährige Thrombosepatientinnen und -patienten geeignet ist.

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hat in dieser Woche darauf verwiesen, dass Patientengruppen ab 60 Jahren, für die kein erhöhtes Risiko von Hirnvenenthrombosen besteht, die COVID-19-Impfung mit AstraZeneca annehmen können.

AstraZeneca nicht mit einem erhöhten Gesamtrisiko für Blutgerinnungsstörungen verbunden

Thrombosen als Komplikation nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff entstünden anders als z. B. klassische Beinvenenthrombosen. Bei der Impfkomplikation mit AstraZeneca spielten Immunreaktionen gegen Blutplättchen eine Rolle, die ansonsten bei der typischen Beinvenenthrombose nicht vorkämen.

Thrombosen in der Krankenvorgeschichte seien nicht als Risikofaktor für das Auftreten der Hirnvenenthrombosen nach der Impfung mit AstraZeneca nachgewiesen worden, so die UPD weiter. Viele Personen höheren Alters seien trotz Gerinnungsstörungen geimpft worden und hätten die Impfung gut vertragen. Der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca sei somit nicht mit einem erhöhten Gesamtrisiko für Blutgerinnungsstörungen verbunden.

 

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Impfkomplikation Thrombose

Eine sehr seltene, aber schwere Impfkomplikation des AstraZeneca-Impfstoffs sind besondere Formen von Thrombosen (z. B. Thrombosen der Hirnvenen) in Zusammenhang mit einer Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie). Diese Komplikation ist so selten, dass sie erst nach Millionen Impfungen auffiel.

Als Reaktion auf die neuen Erkenntnisse wurden in Deutschland die Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff vorübergehend pausiert und die Impfempfehlungen angepasst.

Die sehr seltene Nebenwirkung trat vorrangig bei Frauen unter 55 Jahren auf. Bei Personen über 60 Jahren wurde kein vermehrtes Auftreten der Hirnvenenthrombosen beobachtet.

Aus diesem Grund empfiehlt in Deutschland auch die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff im Regelfall für Personen ab einem Alter von 60 Jahren.

 

Hinweis: Die Aussagen beziehen sich auf den fachlichen Stand, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gilt. Der Beitrag wird nicht aktualisiert.

 

 

 

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Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Impfung

Corona-Impfung: Krankenkasse zahlt Fahrkosten zum Impfzentrum nicht immer

Corona-Impfung

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30.03.2021 – Ob Krankenkassen Fahrtkosten zu einem Corona-Impfzentrum übernehmen, entscheiden diese selbst. Darauf hat die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) aufmerksam gemacht. Denn nach aktueller Rechtslage sei nicht klar, ob es sich dabei um eine Kassenleistung handele.

Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen habe zwar empfohlen, dass die Kassen die Kosten für bestimmte Personengruppen übernehmen. Verpflichtend sei das allerdings nicht, betonte die UPD.

Kostenübernahme nicht klar geregelt

Laut Empfehlung sollen Krankenkassen für gesetzlich Versicherte, die pflegebedürftig oder in der Mobilität eingeschränkt sind, die Taxikosten zum Impfzentrum übernehmen. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ haben oder in Pflegegrad 3 (mit dauerhaft eingeschränkter Mobilität), 4 oder 5 eingestuft sind.

Weiterhin ist erforderlich, dass die Schutzimpfung gegen das Corona-Virus in der Region nicht von einem mobilen Impfteam oder z. B. von Impfbussen – wie in manchen Bundesländern angeboten – sichergestellt ist.

Informationen zu angebotenen Services in den einzelnen Bundesländern erhalten Interessierte über die jeweiligen Corona-Hotlines.

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Bei der Krankenkasse nachfragen

Versicherte, die sich die Fahrkosten zum Impfzentrum erstatten lassen möchten, sollten am besten im Vorfeld bei ihrer Krankenkasse erfragen, ob sie generell diese Kosten übernimmt, rät die UPD.

Falls ja, ist es eine weitere Voraussetzung, dass der Arzt ihnen vorab eine Krankenfahrt verordnet. Sobald diese ärztliche Verordnung vorliegt, benötigen Versicherte keine Zustimmung der Krankenkasse mehr.

 

 

 

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Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Impfung

Corona-Impfung auch bei immungeschwächten Personen sinnvoll

Impfung

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23.02.2021 – Für chronisch kranke Menschen mit einer Therapie, die das Immunsystem unterdrückt, kann dennoch eine Corona-Impfung sinnvoll sein. Wichtig sei dabei, dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung vornähmen, die alle Befunde und die erkrankte Person genau kennen. Darauf weist die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hin.

Wichtig: individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung

Personen, deren Immunsystem mittels bestimmter Medikamente – sog. Immunsuppressiva – unterdrückt wird, hätten häufig Ängste, bei einer Infektion einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung zu erleiden. Mit einer Impfung verbänden sie einerseits die erhoffte Schutzwirkung, seien andererseits jedoch oft verunsichert, ob die Impfung ein besonderes Risiko für sie darstelle.

Die aktuell zugelassenen Impfstoffe Comirnaty, COVID-19 Vaccine Moderna und COVID-19 Vaccine AstraZeneca seien hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Sicherheit bislang zwar nicht an Patientinnen und Patienten untersucht worden, die Immunsuppressiva einnehmen müssen.

Die über viele Jahrzehnte gesammelten wissenschaftlichen Erfahrungen mit verschiedenen Impfstoffen ließen jedoch Annahmen zu.

 

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Wirksamkeit der Impfstoffe kann geringer ausfallen, aber keine höheren Risiken

So verweist die UPD etwa auf die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut – eine aus der Wissenschaft hochkarätig besetzte Expertenkommission. Diese nimmt an, dass die Wirksamkeit der Impfstoffe bei Betroffenen geringer ausfallen kann. Dies ist abhängig von Art und Ausmaß der Einschränkung des Immunsystems. Gleichzeitig geht die STIKO aber nicht davon aus, dass die Impfstoffe für immunsupprimierte Menschen mit höheren Risiken oder Nebenwirkungen verbunden sind.

Autoimmunerkrankungen keine grundsätzliche Kontraindikation für Schutzimpfungen

Die Fragen zu Wirksamkeit und Sicherheit stellen sich für immunsupprimierte Menschen auch bei anderen Impfungen. Autoimmunerkrankungen wie die Multiple Sklerose stellten keine grundsätzliche Kontraindikation für Schutzimpfungen dar, so die UPD.

Für viele Erkrankungen oder Therapien, die mit einer Beeinflussung des Immunsystems einhergehen, lägen detaillierte Empfehlungen vor, welche Impfung in welcher Form vorgenommen werden könnten. Wichtig sei dabei immer die individuelle ärztliche Einschätzung.

Dabei seien

  • der Allgemeinzustand der Person,
  • die Art der Therapie und die Dosis,
  • die Therapiedauer sowie
  • weitere Grunderkrankungen

zu berücksichtigen.

Art des Impfstoffs entscheidend 

Besonders relevant für die Entscheidung sei die Art des Impfstoffs – ob also ein Tot- oder ein Lebendimpfstoff in Betracht kommt. Totimpfstoffe enthalten keine vermehrungsfähigen Viren und sind in der Regel gut verträglich für Patientinnen und Patienten mit immunologischen Störungen.

Lebendimpfstoffe dagegen enthalten abgeschwächte vermehrungsfähige Viren und sind bei immungeschwächten Menschen häufig nicht einsetzbar.

Alle aktuell zugelassenen Corona-Impfstoffe gehören nicht zu den Lebendimpfstoffen.

 

 

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Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Impfstrategie

Pflegende Angehörige in nationaler Impfstrategie vorrangig berücksichtigen

Impfstrategie

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05.01.2021 – Beim Corona-Infektionsschutz müssen pflegende Angehörige endlich in die nationale Teststrategie eingebunden und mit Vorrang in die diskutierte Impfstrategie einbezogen werden. Das hat der Bundesverband „wir pflegen“ kurz vor Weihnachten in einer 4-seitigen Stellungnahme an die Bundesregierung und Abgeordnete im deutschen Bundestag gefordert.

“Die schwierige Lage pflegender Angehöriger während der Pandemie scheint in der Politik immer noch nicht angekommen zu sein und das, obwohl sie in Deutschland den größten Anteil der Pflegearbeit übernehmen”, mahnte Vorstandsmitglied Sebastian Fischer.

 

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In Deutschland pflegten rd. 5 Mio. Angehörige mehr als 2,6 Mio. Menschen mit Pflegebedarf im häuslichen Umfeld.

Die Situation der häuslichen Pflege sei in der zweiten Welle mehr als prekär, mahnt der Verband.

Wichtige Unterstützung wie Tagespflege, zugehende Beratung oder ambulante Pflege seien weggebrochen. Aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr könnte auch der Freundes-, Nachbar- oder Bekanntenkreis nicht wie vor der Pandemie unterstützen. So blieben viele Familien sich selbst überlassen, Betreuung und Versorgung zu stemmen.

Pflegende Angehörige stärken

Die häusliche Pflege sei hinsichtlich der Corona-Maßnahmen vorrangig zu behandeln, so nun der Verband.

4 Maßnahmen seien deshalb erforderlich:

  1. Pflegende Angehörige sind in die nationale Teststrategie aufzunehmen und brauchen einen Zugang zu Schnelltests.
  2. Für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf braucht es eine Freistellung mit Lohnersatz nach Infektionsschutzgesetz.
  3. Die Pflegehilfsmittelpauschale ist von 60 auf 80 Euro anzuheben.
  4. Pflegende Angehörige sind ebenfalls mit Vorrang in eine nationale Impfstrategie aufzunehmen.

Anliegen von Angehörigen wahrnehmen und ernsthaft an Lösungen arbeiten

Darüber hinaus fordert der Verband Bundesregierung und Bundestag auf, die Anliegen pflegender Angehöriger „endlich ausreichend wahrzunehmen, Lösungsvorschläge ernsthaft voranzutreiben und zeitnah zu verabschieden“.

„Bei aller Liebe ist häusliche Pflege Arbeit. Häusliche Pflege gibt es nicht umsonst. Vor allem nicht in einer Pandemie. Die Zeit drängt. Handeln Sie!“, so der eindringliche Appell von „wir pflegen“.

Auch die Diakonie Deutschland hat vor wenigen Tagen darauf hingewiesen, dass pflegende Angehörige in der Impfstrategie nicht vergessen werden dürften.

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Die STIKO empfiehlt vor allem älteren Menschen eine Grippe-Impfung, auch Influenza-Impfung genannt.

Grippe-Impfung: Das müssen Sie wissen

Die STIKO empfiehlt vor allem älteren Menschen eine Grippe-Impfung, auch Influenza-Impfung genannt.

(c) canva

Grippeviren, auch Influenzaviren genannt, haben im Winter und im Frühjahr Hochsaison. Infektionen mit diesen Viren können für ältere Menschen tödlich verlaufen. Altersmediziner empfehlen deshalb eine sofortige Influenza-Impfung.

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