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Bluthochdruck

Bluthochdruck: Warum regelmäßiges Blutdruckmessen wichtig ist

Bluthochdruck

Deutsche Herzstiftung

21.10.2021 – Etwa ein Drittel aller Erwachsenen in Deutschland hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts einen zu hohen Blutdruck – das sind ca. 20 Mio. Menschen. Viele von ihnen haben Bluthochdruck ohne es zu wissen. Das sei besorgniserregend, warnt die Deutsche Herzstiftung.

Denn die häufigste Volkskrankheit Bluthochdruck gelte als wesentlicher Grund für einen vorzeitigen Tod und sei einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Hirnblutung, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder andere Erkrankungen wie Nierenversagen.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Thomas Voigtländer, sagte am Mittwoch in Frankfurt:

“Leider führen oft erst die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Hochdrucks die betroffenen Personen zum Arzt. Dem wollen wir mit gezielter Aufklärung entgegenwirken. Bluthochdruck lässt sich mit Hilfe von Medikamenten und einem gesunden Lebensstil sehr gut behandeln.”

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

In den “Herzwochen” vom 1. bis 30. November will die Herzstiftung deshalb u. a. Betroffene und Angehörige verstärkt für die Gefahren des Bluthochdrucks sowie die Wichtigkeit der Blutdruckmessung und der konsequenten Behandlung und Prävention sensibilisieren.

Blutdruck frühzeitig messen und Medikamente nicht absetzen

Das Tückische an dem “stillen Killer”: Bluthochdruck könne auch trotz hoher Blutdruckwerte ohne Beschwerden verlaufen und deswegen jahrelang unbehandelt oder gar unentdeckt bleiben, warnt die Herzstiftung. Jeder solle deshalb seinen Blutdruck kennen und ihn ab 40 regelmäßig messen oder messen lassen. Im Fall einer familiären Vorbelastung sei eine routinemäßige Untersuchung des Blutdrucks auch schon früher sinnvoll.

Viel zu wenig bekannt sei, dass ein normaler oder niedriger Blutdruck im Laufe des Lebens sich sehr oft zu einem hohen Blutdruck wandle. Je älter ein Mensch werde, desto wahrscheinlicher werde es, dass er Bluthochdruck entwickele.

Bei den über 60-Jährigen liegt der Anteil der Menschen mit Bluthochdruck nach Angaben der Deutschen Herzstiftung bei über 60 %.

Die inkonsequente Einnahme blutdrucksenkender Medikamente sei ein weiterer kritischer Punkt: Von Bluthochdruck Betroffene nähmen oftmals ihre Medikamente nicht – wegen tatsächlicher oder vermuteter Nebenwirkungen –, verminderten die Dosierung oder brächen die Therapie ganz ab. Häufig sind ihnen die Wirkungen und Nebenwirkungen der Blutdruckmedikamente nicht ausreichend bekannt.

Herzwochen-Broschüre zu Bluthochdruck – die stille Gefahr

Anlässlich der Herzwochen gibt die Herzstiftung eine 130 Seiten umfassende Broschüre heraus. Sie informiert laienverständlich über Ursachen, Diagnose sowie Therapie des Bluthochdrucks und gibt Tipps zur Prävention.

Die Broschüre kann kostenfrei angefordert werden unter www.herzstiftung.de/bestellung oder per Mail unter bestellung@herzstiftung.de oder Tel. 069 955128-400.

 

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Vorhofflimmern

Was Angehörige über Vorhofflimmern wissen sollten

Vorhofflimmern

Getty Images/HATICE GOCMEN

28.09.2021 – Am 29. September findet der jährliche Weltherztag statt. Dieses Jahr legt die Deutsche Herzstiftung mit dem Motto “Herz aus dem Takt” den Fokus auf Herzrhythmusstörungen sowie die Ursachen, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten der mit ca. 1,8 Mio. Betroffenen in Deutschland häufigsten anhaltenden Herzrhythmusstörung – dem Vorhofflimmern.

Vorhofflimmern erhöht das Risiko für einen Schlaganfall und andere Komplikationen, wenn es unbemerkt und unbehandelt bleibt.

Herzrhythmusstörungen: entweder harmlos oder akut lebensbedrohlich

Herzrhythmusstörungen seien für Betroffene meist mit Ängsten und hohem Leidensdruck verbunden, so die Herzstiftung. Das Tückische an Herzrhythmusstörungen: Je nach Ursache, Ursprung im Herzen und Schweregrad, können sie entweder harmlos oder akut lebensbedrohlich, sogar tödlich sein.

Vorhofflimmern könne gerade beim ersten Anfall Angst machen und Panik auslösen, wenn das Herzstolpern plötzlich einsetze und es zu heftigen Schlägen bis in den Hals hinauf, Druckgefühl im Brustkorb und Luftnot komme. Das Herz schlage dann meistens völlig unregelmäßig und schnell mit einem Puls von bis zu 160 Schlägen pro Minute.

 

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Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Thomas Voigtländer, beschreibt:

“Vorhofflimmern ist eine ernst zu nehmende Herzrhythmusstörung, die manchmal aber auch ohne größere Symptome auftritt. Unbemerkt und unbehandelt kann Vorhofflimmern zur lebensbedrohlichen Gefahr bis hin zu Herzschwäche und Schlaganfall werden.”

Puls regelmäßig messen

Sein Tipp: Mithilfe der Pulsmessung beim Arztbesuch, in der Apotheke oder einfach zu Hause, lasse sich ganz leicht ein unregelmäßiger Herzschlag feststellen. Auch ein Schlaganfall und andere Herz-Komplikationen aufgrund von unentdecktem Vorhofflimmern ließen sich so verhindern.

Symptome von Vorhofflimmern

Mögliche Symptome von Vorhofflimmern sind:

  • Leistungsschwäche
  • Unruhe und Angst
  • Luftnot
  • Schwächegefühl
  • Schwindelattacken
  • Brustschmerzen
  • kurzzeitige Bewusstlosigkeit

Risikofaktoren für Vorhofflimmern

Vorhofflimmern tritt v. a. bei Menschen auf, die bereits andere Herzprobleme oder Vorerkrankungen haben. Zu den Risikofaktoren gehören:

  • Bluthochdruck
  • Herzschwäche
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Herzklappenerkrankungen
  • V. a. auch ältere Menschen gehören zur Risikogruppe. Die Gefahr für Vorhofflimmern steigt mit zunehmendem Lebensalter. In der Gruppe der 60-Jährigen sind ca. 4 % betroffen, bei den 80-Jährigen über 20 %.
  • Und – wie eine neue Studie des Universitären Herz- und Gefäßzentrums Hamburgs ergeben hat – ist Alkohol selbst in geringen Mengen ebenfalls ein nicht zu vernachlässigender Risikofaktor.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Herzgesundheit

Wetterempfindlich: Das sollten Herz-Kreislauf-Patienten beachten

Herzgesundheit

Getty Images/MEHAU KULYK/SCIENCE PHOTO LIBRARY

07.09.2021 – Wetterveränderungen können Patientinnen und Patienten mit chronischer Krankheit zusätzlich belasten. Worauf Herzkranke zum Schutz vor Herzinfarkt und anderen Komplikationen achten sollten, hat jetzt die Deutsche Herzstiftung zusammengetragen.

Herz-Kreislauf-System für Wetterreize besonders sensibel

Der Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung in Freiburg, Andreas Matzarakis, beschreibt:

“Wetterempfindlich sind meist Menschen, deren Körper durch Alter oder chronische Krankheiten wie Rheuma, Asthma sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits geschwächt ist oder bei denen eine Abweichung von der normalen Regulation besteht, etwa ein zu niedriger oder ein zu hoher Blutdruck.”

Das Herz-Kreislauf-System sei mit seinen komplexen vegetativen, hormonellen und biorhythmischen Regel- sowie Steuervorgängen für Wetterreize besonders sensibel.

Im Fall von Herz- und Kreislaufleiden wie Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit (Verengungen der Herzkranzgefäße), Rhythmusstörungen oder Herzschwäche könnten ungünstige Wetterveränderungen insbesondere durch starke Temperaturschwankungen zur großen Belastung für den bereits geschwächten Organismus werden, so der Medizin-Meteorologe weiter.

 

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Im höheren Lebensalter versteiften Blutgefäße, sodass ein ohnehin beeinträchtigter Organismus überfordert werden könne, wenn wegen Wetterveränderungen zusätzliche Regulationsleistungen erforderlich seien.

Hitze und Kälte bewirkten z. B. eine Weitung (Vasodilatation) bzw. Verengung (Vasokonstriktion) der peripheren Blutgefäße und könnten dadurch Änderungen des Blutdrucks hervorrufen.

Erhöhte Thromboseneigung bei Hitze und Kälte möglich

Hitze und Kälte könnten auch die Gerinnungsfähigkeit des Blutes erhöhen und entzündliche Prozesse in den Gefäßen fördern. Die Zähflüssigkeit des Bluts (Viskosität) nehme bei hohen Temperaturen aufgrund des Verlusts von Flüssigkeit (Schwitzen) zu. Geringe Temperaturen hingegen förderten bei Vasokonstriktion in betroffenen Geweben eine Minderdurchblutung. Das führe zu einem Flüssigkeitsverlust über die Niere und einer dadurch ebenfalls erhöhten Zähflüssigkeit.

“Dies wiederum führt zu einer verringerten Blutströmungsgeschwindigkeit bis hin zum Blutstau in den Venen, das Risiko für Verklumpungen und die Bildung venöser Thrombosen kann steigen.”

Für Patientinnen und Patienten mit koronarer Herzkrankheit, Verengungen der peripheren Arterien oder der Venen bedeuteten Wetterextreme somit ein zusätzliches Risiko für Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Gerinnselbildung.

Vorsorgende Maßnahmen treffen

Jeder, der Wetterschwankungen spürt, kann nach Angaben der Deutschen Herzstiftung einiges dafür tun, seinen Gesundheitszustand zu stärken und einem ungünstigen Wettereinfluss entgegenzuwirken. Dazu gehören alle Methoden, die das vegetative Nervensystem, das die Regulation der Blutgefäße steuert, zu trainieren, wie:

  • Kneippsche Anwendungen (Kneippbäder)
  • Wechselduschen
  • Sauna
  • Bewegung an der frischen Luft (bei Wind und Wetter)

Zusätzlich hilft eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung, regelmäßigem Schlafrhythmus und einer ausgewogenen Ernährung, sich auch bei Wetterumschwüngen wohler zu fühlen.

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Broschüre informiert verständlich zu Herzoperationen

Broschüre informiert verständlich über Herzoperationen

GettyImages/ Sarinya Pinngam/EyeEm

12.08.2021 – In einer neuen Broschüre mit dem Titel „Auf einen Blick – Herzoperation“ informiert die Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung Laien prägnant und verständlich über Herzoperationen. Die Broschüre richtet sich an Patientinnen und Patienten, denen eine Herzoperation bevorsteht.

Andreas Böning, Herzchirurg und Präsident der DGTHG, erklärt:

„Eine Herzoperation ist ein einschneidendes Ereignis, welches Fragen aufwirft und Verunsicherungen hervorrufen kann. Daher ist die umfassende Aufklärung ein wichtiges Instrument, um etwaige Ängste zu nehmen.“

Allgemeingültiges zusammengefasst

Die Broschüre enthält auf 11 Seiten Informationen zu operativen Zugangswegen, körperlichen Reaktionen auf eine Herzoperation und nachvollziehbare Beschreibungen der Wundheilung, Rehabilitation sowie der Genesung.

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Laut Böning habe die DGTHG sich in der Broschüre auf „Allgemeingültiges“ konzentriert. Die individuelle Vorgehensweise besprächen die Patientinnen und Patienten im Detail stets mit den sie betreuenden Ärztinnen und Ärzten der jeweiligen Fachabteilung.

Interessierte Patientinnen und Patienten, ebenso wir Krankenhäuser und Arztpraxen können die Broschüre kostenfrei bei der Deutschen Herzstiftung anfordern oder auf deren Webseite als PDF-Datei herunterladen.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.