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Darauf müssen Sie bei einem Umzug ins Pflegeheim achten

Pflegeheim: Von daheim ins Heim


Darauf müssen Sie bei einem Umzug ins Pflegeheim achten

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Der Umzug in ein Pflegeheim fällt pflegebedürftigen Menschen oft nicht leicht. Die emotionale Verbundenheit mit dem eigenen Zuhause ist groß. Für pflegende Angehörige ist ein Wohnortwechsel auch ein organisatorischer Kraftakt: Von der Suche nach dem passenden Pflegeheim bis hin zur Auflösung der alten Wohnung gibt es viel zu tun. Weiterlesen

Kurzurlaub in Deutschland als Auszeit vom Pflegealltag für pflegende Angehörige

Kurzurlaub: 4 Reiseziele in Deutschland


Kurzurlaub in Deutschland als Auszeit vom Pflegealltag für pflegende Angehörige

(c) canva

Einmal der Hektik des Alltags entfliehen. Wer möchte das nicht? Kein Problem: In Deutschland wimmelt es von schönen Reisezielen, die einen erholsamen Kurzurlaub wert sind. Wer sich eine Auszeit vom Pflegealltag wünscht, kann auf einem Kurztrip Kraft tanken.  Weiterlesen

Palliativpflege und Palliativversorgung ist im Hospiz und zu Hause möglich.

Palliativpflege: Bis zum Schluss zu Hause


Palliativpflege und Palliativversorgung ist im Hospiz und zu Hause möglich.

(c) canva

In Deutschland sterben jährlich mehr als 900.000 Menschen. Wie Befragungen ergeben haben, wünschen sich die meisten von ihnen, zu Hause sterben zu können. Dies trifft jedoch nur für 25 Prozent der Sterbenden zu. Woran das liegt, welche Versorgungsmöglichkeiten es am Lebensende in der Palliativpflege gibt und wie man eine sinnvolle Vorsorge trifft, darüber sprachen wir mit Dr. Anja Schneider vom Deutschen Hospiz und PalliativVerband e.V. Weiterlesen

Palliativversorgung: Unterstützung am Lebensende


Hospiz- und Palliativversorgung können ermöglichen, zu Hause zu sterben.

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Viele Menschen hegen den Wunsch, zu Hause zu sterben. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Die meisten Menschen sterben in einem Krankenhaus oder Pflegeheim. Dabei sind die Möglichkeiten, am Ende des Lebens angemessen betreut zu sein, wirklich gut. Weiterlesen

Pflegeunterstützungsgeld, Pflegezeit und Familienpflegezeit


Unterstzützung für berufstätige pflegende Angehörige: Pflegeunterstützungsgeld, Pflegezeit, Familienpflegezeit

(c) canva

In Deutschland werden mehr als 2 Millionen Menschen zu Hause gepflegt – zwei Drittel davon ausschließlich durch Angehörige. Mittlerweile gibt es verschiedene gesetzliche Hilfen, wie Pflegeunterstützungsgeld, Pflegezeit und Familienpflegezeit, um der Pflegesituation trotz Berufstätigkeit gerecht zu werden.

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Familiale Pflege: Demenz und Depression

Familiale Pflege: Demenz und Depression

Familiale Pflege: Demenz und Depression

(c) canva

Die familiale Pflege soll Betroffene und Angehörige nach der Entlassung aus einer stationären Einrichtung im häuslichen Umfeld unterstützen. Bei rein körperlichen Erkrankungen gelingt das den Pflegetrainerinnen recht einfach. Eine besondere Herausforderung stellt jedoch die Arbeit mit psychisch Kranken, vor allem mit Demenz und Depression, und ihren Angehörigen dar, wie Fachgesundheits- und Krankenpflegerin Brigitta Braß-Horlemann berichtet.

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Medikationsplan: Alle Medikamente sicher im Blick


Medikationsplan: Alle Medikamente sicher im Blick

(c) canva

Je mehr Arzneimittel man nimmt, desto leichter ist es, den Überblick zu verlieren. Das kann gefährlich werden, besonders wenn man bestimmte Medikamente vergisst. Hilfreich ist hier ein Medikationsplan. Viele Patienten haben darauf einen gesetzlichen Anspruch. Weiterlesen

Angehörigen-Entlastungsgesetz

Angehörigen-Entlastungsgesetz: Finanzielle Entlastung für Angehörige


Angehörigen-Entlastungsgesetz

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Berlin – 14. August 2019. Kinder von Pflegebedürftigen werden ab 2020 finanziell entlastet. Das Angehörigen-Entlastungsgesetz wurde am Mittwoch vom Kabinett beschlossen – und gilt auch für bereits zahlende pflegende Angehörige. Nur wer mehr als 100.000 Euro brutto jährlich verdient, bezahlt für pflegebedürftige Eltern.

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Häusliche Pflege: Nein sagen lernen

Häusliche Pflege: Auch mal Nein sagen

Häusliche Pflege: Nein sagen lernen

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E inen Angehörigen zu pflegen, ist eine weitreichende Entscheidung. Häusliche Pflege bedeutet unter anderem, Zeit, Aufmerksamkeit, Präsenz und Liebe zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus ist es eine große Verantwortung, die freiwillig übernommen wird. Diese Verantwortung wollen wir in der Regel gut ausfüllen und sind bereit, dafür viel zu tun. Sie kann jedoch zu einer emotionalen und auch körperlichen Last werden. Weiterlesen

Hausnotrufsysteme

Hausnotrufsysteme: Das müssen Sie wissen

Hausnotrufsysteme

Getty Images/SilviaJansen

Manche Menschen, die pflegebedürftig sind, müssten rund um die Uhr beaufsichtigt werden. Doch wie können Angehörige in der häuslichen Pflege das leisten? Andere Menschen brauchen zwar keine Rund-um-die-Uhr-Betreuung, sind jedoch anfällig für Verletzungen, zum Beispiel, weil sie unter Schwindelanfällen leiden und sturzgefährdet sind. Es gibt viele Situationen, in denen ältere und pflegebedürftige Menschen plötzlich medizinische Hilfe benötigen. Hausnotrufsysteme können hier für mehr Sicherheit sorgen. Wie sie funktionieren und was Sie bei der Auswahl beachten sollten, lesen Sie in diesem Beitrag. 

Was sind Hausnotrufsysteme?

Ein Hausnotrufsystem ist ein elektronisches Meldesystem, mit dem Sie per Knopfdruck medizinische Hilfe holen können. Der Notruf wird über einen Funksender ausgelöst, den Sie um den Hals tragen können, als Clip am Hosenbund oder als Armband. Die Verbindung zur Notrufzentrale wird durch ein Notrufgerät mit Freisprecheinrichtung sichergestellt. Die Reichweite für das Funksignal beträgt circa 50 Meter.

Für wen sind Hausnotrufsysteme sinnvoll?

Ältere Menschen oder Menschen mit gesundheitlichen Problemen haben oft Sorge, dass sie sich im Notfall nicht bemerkbar machen können. Vor allem dann, wenn sie unter einer chronischen Krankheit leiden oder sturzgefährdet sind, kann ein Hausnotrufsystem für mehr Sicherheit sorgen.

Andererseits können Hausnotrufsysteme auch Belastungen der häuslichen Pflegesituation reduzieren. Sie können einen pflegebedürftigen Angehörigen dann auch einmal beruhigt aus den Augen lassen, um Einkäufe zu erledigen oder Besorgungen zu machen. Außerdem können Hausnotrufsysteme dazu beitragen, dass ältere und pflegebedürftige Menschen länger zu Hause wohnen bleiben können.

In diesen Situationen kann ein Hausnotrufsystem sinnvoll sein:

  • Wenn eine pflegebedürftige oder ältere Person allein lebt
  • Nach Operationen
  • Wenn sie Angst vor Stürzen hat
  • Nach einem Herzinfarkt
  • Bei Gehbehinderungen, Sehbehinderungen oder Hörbehinderungen
  • Wenn wiederkehrende Schwächeanfälle ein Problem sind
  • Nach einem Schlaganfall
  • Bei chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes oder Asthma

Wie funktionieren Hausnotrufsysteme?

Es gibt analoge und digitale Geräte. Zurzeit ist die analoge Technologie weiter verbreitet. Die digitale Technologie wird sich jedoch langfristig etablieren, weil sie mit der Digitalisierung der Telefonnetze Schritt halten kann. Digitale Notrufgeräte funktionieren mit jedem Internetanschluss oder IP-basierten Telefonanschluss. Ihre Leistungsfähigkeit hängt aber nicht von der Datenübertragungsgeschwindigkeit ab.

Praxistipp

Lassen Sie sich bei der Installation des Notrufsystems von einer Fachkraft beraten. Testen Sie bei Inbetriebnahme, ob der Notruf aus allen Räumen Ihrer Wohnung, aus dem Garten, vom Dachboden und aus dem Keller funktioniert.

Klären Sie bei älteren Telefonanschlüssen (DSL- oder ISDN-Anschlüsse), was passiert, wenn die Leitungen nicht funktionieren, zum Beispiel bei einem Stromausfall. Überlegen Sie, ob Sie besser ein Gerät anschaffen, das mit einer SIM-Karte ausgestattet werden kann. So funktioniert es über die Mobilfunknetze.

Mobile Hausnotrufsysteme

Mobile Hausnotrufsysteme sind vor allem dann praktisch, wenn man viel allein unterwegs ist. Sie können also für pflegebedürftige Personen mit gut erhaltener Selbstständigkeit interessant sein,  zum Beispiel für Rollstuhlfahrer. Diese Hausnotrufgeräte lassen sich per GPS-Technologie orten. Dank einer SIM-Karte bieten sie so die Möglichkeit, sich über das Mobilfunknetz mit der Notrufzentrale zu verbinden.

Vorteile und Nachteile von mobilen Hausnotrufsystemen

Vorteile von mobilen HausnotrufsystemenNachteile von digitalen Hausnotrufsystemen
Ortung der hilfsbedürftigen Person möglichBei Nutzung des eigenen Handys für den Notrufdienst können Kompatibilitätsprobleme auftreten: Nicht alle Gerät und Mobilfunkanbieter unterstützen die Technologie
Personen mit eingeschränkten Kommunikationsfähigkeiten können Hilfe anfordernZuverlässigkeit kann bei nicht fachgerechten Einstellungen eingeschränkt sein
Für Menschen, die viel unterwegs sind geeignetEin spezielles Handy wird empfohlen (Zusatzkosten)

So läuft die Notrufkette ab

  1. Die hilfsbedürftige Person fühlt sich unwohl oder stürzt.
  2. Sie drückt den Knopf des Funksenders, der um ihren Hals hängt, als Clip am Hosenbund befestigt ist oder am Armband.
  3. Durch den Knopfdruck wird ein Funksignal an die Basisstation übertragen.
  4. Die Basisstation verbindet sich mit der Notrufzentrale.
  5. Der Notruf geht bei der Notrufzentrale ein und über die Freisprecheinrichtung der Basisstation wird ein Sprechkontakt mit der Notrufzentrale hergestellt.
  6. Der Mitarbeiter in der Notrufzentrale sieht auf dem Bildschirm die hinterlegten Daten zur hilfesuchenden Person, wie zum Beispiel Adresse, Kontaktmöglichkeiten der Angehörigen, Vorerkrankungen, Medikation und Zugang zur Wohnung.
  7. Hat die Notrufzentrale den Eindruck, die hilfsbedürftige Person benötigt keine medizinische Hilfe, sondern lediglich Unterstützung, verständigt sie die hinterlegte Kontaktperson. Das kann ein Angehöriger sein oder ein Nachbar.
  8. Hat die Notrufzentrale den Eindruck, die hilfsbedürftige Person benötigt medizinische Versorgung, verständigt sie den Notarzt.
  9. Der eintreffende Rettungsdienst ist bereits mit wichtigen Informationen ausgestattet und kann schnell erste Hilfe leisten.

Worauf Sie bei Verträgen für ein Hausnotrufsystem achten sollten

Es gibt unterschiedliche Anbieter von Notrufsystemen. Sie bieten verschiedene Vertragspakete an. In der Regel können Sie zwischen einem Basis-, einem Komfort und einem Premium-Paket wählen, die sich im Leistungsumfang und Preis unterscheiden.

Praxistipp

Lassen Sie sich von mehreren Anbietern über die unterschiedlichen Pakete und technischen Lösungen beraten.

Im Basispaket sind in der Regel Beratung vor Ort, die Installation der Geräte und die Vermittlung der Hilfedienstleistung enthalten. Manche Dienstleister melden sich regelmäßig bei der Person, um sicherzustellen, dass es ihr gutgeht. Eine solche Abfrage kann im Abstand von 12 oder 24 Stunden erfolgen.

Praxistipp

Achten Sie darauf, dass regelmäßige Wartung der Geräte und der Basisstation im Vertrag festgeschrieben sind. Wenn das Gerät defekt ist, sollten Sie die Möglichkeit haben, es umgehend auszutauschen bzw. reparieren zu lassen.

Für den Fall, dass ein plötzlicher Umzug in Pflegeheim nötig wird oder ein längerer Klinikaufenthalt nötig ist, sollte der Vertrag innerhalb von zwei Wochen zum Monatsende kündbar sein.

Über den Autor

Silke Jäger ist freie Journalistin und Texterin für Gesundheitsinformationen.