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Corona-Ansteckungsgefahr

Corona: Die größte Gefahr lauert im eigenen Haushalt

Corona-Ansteckungsgefahr

Getty Images/Sam Diephuis

23.06.2020 – Das Risiko, das Coronavirus an andere weiterzugeben oder sich selbst damit anzustecken, ist je nach Situation unterschiedlich groß. Wissenschaftler einer Studie aus China haben z. B. 2.147 enge Kontakte von 157 Corona-Infizierten untersucht, wie u a. der Spiegel berichtet hat. Daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen, in welchen Situationen es zu einer Ansteckung bzw. Übertragung des Virus gekommen ist.

Laut der Studien bergen v. a. andauernde, enge Kontakte mit Infizierten und das Zusammentreffen in geschlossenen Räumen – also auch den eigenen 4 Wänden – ein hohes Ansteckungsrisiko.

Und: Ist ein Familienmitglied infiziert, ist das Risiko, die anderen Familienmitglieder anzustecken, besonders hoch.

Den Ehepartner erwischt es am häufigsten 

Am größten ist das Ansteckungsrisiko für Menschen, die mit einem Infizierten befreundet sind oder gar im selben Haushalt leben. Je enger der körperliche Kontakt, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Virusübertragung. Innerhalb einer Familie soll es am häufigsten den Ehepartner erwischen – und zwar deutlich häufiger als alle anderen Familienmitglieder.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Ältere Menschen infizieren sich schneller

Auch eine andere Studie aus China, über die das Ärzteblatt berichtete, ergab, dass das Ansteckungsrisiko mit SARS-CoV-2 innerhalb eines Hauses und im Haushalt besonders hoch ist. Die meisten Infektionen treten demnach besonders während der Inkubationszeit auf, wobei sich ältere Menschen öfter anstecken.

Am meisten gefährdet waren ältere Personen. Für Haushaltsmitglieder im Alter ab 60 Jahren ermittelte das Wissenschaftsteam eine Infektionsrate von 28 %, bei jüngeren Mitgliedern betrug sie 18,4 % und bei Kindern und Jugendlichen bis 20 Jahre nur 6,4 %.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Schutzmaßnahmen

Experte warnt vor weiteren Lockerungen

Corona-Schutzmaßnahmen

Getty Images/xavierarnau

18.06.2020 – Apotheker Thomas Preis warnt aktuell vor weiteren Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen. Preis ist Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein, jahrelanger Arzneimittel- und Gesundheitsexperte des Fachmagazins „Angehörige pflegen“ sowie Mitglied im Corona-Expertenteam des Kölner Stadtanzeigers.

Seine Bedenken: „Solange wir keinen Impfstoff haben und weder neue Erkenntnisse zur Immunität der Bevölkerung noch zu einer Abschwächung des Coronavirus vorliegen, ist dringend zu raten, weiterhin die Maskenpflicht aufrechtzuerhalten und den Mindestabstand einzuhalten.“

In immer kürzeren Zeitabständen erfolgten Lockerungen der ursprünglich vereinbarten Schutzmaßnahmen, etwa in Nordrhein-Westfalen (NRW). Insbesondere an der nachweislich sehr erfolgreichen Einführung der Maskenpflicht müsse aber weiterhin festgehalten werden.

Preis plädiert daher schon jetzt dafür, dass die in NRW bis 29. Juni geltende verlängerte Maskenpflicht auch darüber hinaus beibehalten wird.

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„Wir sind heute noch nicht sicher, ob wir in der zweiten Jahreshälfte mit einer zweiten, vielleicht noch heftigeren, Infektionswelle rechnen müssen. Da wäre es schlecht, nachweislich wirksame Maßnahmen, die jetzt von den Menschen gut angenommen werden – wie Abstand zu halten und Mund-Nasen-Schutz zu tragen –, wieder für nur kurze Zeit abzuschaffen“, so Preis. „Was man einmal gelernt und akzeptiert hat, sollte jetzt erst einmal beibehalten werden.“ Das habe am Ende auch etwas mit Glaubwürdigkeit und Akzeptanz zu tun.

Die wichtigsten Verhaltensregeln gegen das Coronavirus auf einen Blick:
  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen
  • Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der Begegnung mit anderen Personen
  • Mindestens 1,5 Meter Abstand halten zu anderen Personen
  • Niesen oder husten in die Armbeuge oder ein Taschentuch

Einen wichtigen Baustein, um das Coronavirus zu beherrschen, bilde die „Corona-Warn-App“ der Bundesregierung. „Die Warn-App hilft dabei festzustellen, ob wir in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckrisiko entstehen kann“, so der Apotheker. Gerade im Hinblick auf eine nicht auszuschließende zweite Infektionswelle ließen sich mit Unterstützung der App Infektionsketten gezielt nachvollziehen und schneller unterbrechen.

Dieses Angebot der Bundesregierung ist freiwillig und kostenlos.

Zur Corona-Warn-App im App-Store

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Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Ernährung

Vor allem Männer ernähren sich ungesund

Ernährung

Getty Images/Westend61

16.06.2020 – Mehr als die Hälfte der Bundesbürger verfügt über eine problematische oder gar inadäquate Ernährungskompetenz. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Studie des AOK-Bundesverbands, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Für die von der Agentur „Facit Digital“ durchgeführte Erhebung wurden knapp 2.000 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahre online zu 8 Themenfeldern befragt (Gesund vergleichen, selbst zubereiten, Wahl der Vorräte, Mahlzeiten planen, gesund haushalten, gemeinsam essen, widerstehen können, smart snacken).

Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während über die Hälfte der Frauen (53 %) eine ausreichende Ernährungskompetenz besitzt, sind es bei den Männern lediglich 38 %.

Nur jeder dritte junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren weiß, wie gesunde Ernährung funktioniert. Dagegen schätzen rund 60 % der 60- bis 69-Jährigen ihre Ernährungskompetenz als ausreichend oder exzellent ein.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Als Alternativen zu einer selbstständigen Zubereitung von Mahlzeiten aus Grundnahrungsmitteln werden häufig Fertigprodukte genutzt. Diese enthalten jedoch oft deutlich mehr Salze, gesättigte Fette und Zucker, als von Ernährungswissenschaftlern empfohlen.

Nach AOK-Angaben würden z. B. 80 % der Fertiglebensmittel in deutschen Supermärkten zugesetzten Zucker enthalten. Den Verbrauchern fehle es daher schon beim Einkauf an gesunden Optionen.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hat sich für ihre Amtszeit deshalb u. a. die Einführung eines erweiterten Nährwertkennzeichnungs-Modells für Fertignahrungsmitteln auf die Fahne geschrieben. Noch in diesem Jahr soll der Nutri-Score – zumindest national und auf freiwilliger Basis – auf Fertigprodukten eingeführt werden. Die entsprechende Verordnung liegt derzeit zur Notifizierung bei der Europäischen Kommission.

Was pflegende Angehörige tun können, wenn es zu schwierigen Ernährungssituationen mit ihren Angehörigen kommt, z. B. nach einem Schlaganfall oder nach schwerer Krankheit, lesen Sie im Artikel „Mangelernährung: Gesund zunehmen“.

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.