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Tipps-Corona

Mit diesen 5 Tipps besser durch die Corona-Krise kommen

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Getty Images/Alistair Berg

20.04.2021 – Vielen Menschen setzt die aktuelle Corona-Krise mental stark zu. Ausgangsbeschränkungen, Abstandsregelungen, Maskenpflicht, Zukunftsangst, die Pflege von Angehörigen – das alles kann sehr belastend sein.

So stärken Sie Geist und Körper

Mit diesen einfachen, aber effektiven Tipps können Sie Ihre psychische Gesundheit stärken:

Routinen schaffen

Feste Tagesstrukturen geben Halt und der Ausnahmesituation etwas Normalität. Gestalten Sie Ihren Tag mit festen Zeiten und Ritualen.

Digitale Kontaktpflege

Rufen Sie Freunde und Familienangehörige an, die Sie jetzt nicht treffen können, oder nutzen Sie Online-Dienste, Messenger oder Apps, um in Kontakt zu bleiben. Auch ein Spieleabend mit Freunden ist z. B. über Skype möglich. Vielleicht können Sie auch alte Freundschaften so wiederaufleben lassen. Es gab selten einen besseren Grund, um zu fragen, wie es jemandem geht.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Neue Hobbies zulegen

Vielleicht ist jetzt die perfekte Gelegenheit für ein neues Hobby und Dinge, die man schon immer einmal ausprobieren wollte: z. B. ein Instrument oder eine andere Sprache lernen, stricken, mehr lesen oder neue Rezepte nachkochen. Auch aufräumen oder ausmisten kann befreiend sein und ein gutes Gefühl schaffen.

Fit bleiben

Bewegung und Sport helfen, den inneren Glückshormonhaushalt in Balance zu halten. Dabei muss es kein intensives Work-out sein. Ein ausgiebiger Spaziergang jeden Tag oder moderate Mobilitätsübungen wie beim Yoga helfen, sich wieder wohler in der eigenen Haut zu fühlen. Im Internet finden sich viele gute und meist kostenfreie Mitmachangebote für verschiedenste Übungen.

Professionelle Hilfe holen

Manchmal sind die psychischen Belastungen einfach zu groß. Dann können psychologische Unterstützungsangebote hilfreich sein. Eine kleine Auswahl kostenfreier Angebote:

„Stark durch die Krise“: Die Initiative von Allianz und HelloBetter bietet ein kostenloses psychologisches Corona-Training und eine kostenlose psychologische Hilfe-Hotline. Das Angebot wurde vom Weltwirtschaftsforum als eine der weltweit herausragendsten Innovationen bei der Auseinandersetzung mit den Folgen der Corona-Pandemie ausgewählt.

Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 – in Verantwortung der Evangelischen und der katholischen Kirche.

„Nummer gegen Kummer“ speziell für Kinder und Jugendliche: 116 111 – gefördert vom Bundesfamilienministerium.

„Silbertelefon“-Hotline für Menschen über 60: 0800 4 70 80 90 – initiiert vom Verein Silbernetz, der Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband ist.

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Hilfen

Corona-Krise: Akuthilfen für pflegende Angehörige verlängert

Corona-Hilfen

Gett Images/Sladic

06.04.2021 – Die Corona-Krise belastet Familien von Pflegebedürftigen immer noch schwer. Pflegende Angehörige benötigen weiterhin flexible Unterstützungsangebote und Entlastungen. Der Bund hat deshalb erneut seine Akuthilfen verlängert, diesmal bis 30. Juni 2021.

Das bedeutet im Detail:

Fortführung einer längeren Unterstützung in einer akuten Pflegesituation

Pflegeunterstützungsgeld und kurzzeitige Arbeitsverhinderung: Beschäftigte erhalten bis zu 20 Arbeitstage lang Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung (statt 10 Tage). Außerdem wird Pflegeunterstützungsgeld auch gewährt, wenn ein Engpass in der pflegerischen Versorgung entstanden ist – wenn die akute Pflegesituation aufgrund der COVID-19-Pandemie aufgetreten ist. Dafür können Beschäftige ebenfalls bis zu 20 Tage der Arbeit fernbleiben.

Familienpflegezeit und Pflegezeit weiterhin flexibler nutzen

Beschäftigte mit gleichzeitigen Pflegeaufgaben können die Familienpflegezeit und Pflegezeit weiterhin flexibler nutzen, wenn der Arbeitgeber zustimmt:

  • Wer die Höchstdauer einer Auszeit für pflegebedürftige nahe Angehörige bisher nicht ausgeschöpft hat, kann sich erneut von der Arbeit freistellen lassen. Während der Pandemie ist eine mehrfache Inanspruchnahme möglich und die Freistellungen müssen weiterhin nicht in unmittelbarem Anschluss genommen werden.
  • Es genügt, die Familienpflegezeit mind. 10 Tage vor dem Beginn schriftlich beim Arbeitgeber anzukündigen.
  • Die Ankündigung von Pflegezeit und Familienpflegezeit kann weiterhin in Textform statt in Schriftform erfolgen, eine Ankündigung per Mail reicht also aus.
  • Während einer Familienpflegezeit kann die Mindestarbeitszeit von 15 Wochenstunden bis zu einen Monat lang unterschritten werden.
Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Zusätzliche finanzielle Unterstützung

  • Flexiblere Nutzung des Entlastungsbetrags in Höhe von 125 Euro für notwendige Hilfen, z. B. durch Nachbarn. Gilt bei Pflegegrad 1 in häuslicher Pflege.
  • Nicht genutzte Entlastungsbeträge aus dem Vorjahr können bis 30. September 2021 verwendet werden und verfallen nicht, wie normalerweise, schon im Juni.
  • 60 Euro statt 40 Euro für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, wie Mundschutze und Desinfektionsmittel – diese Regelung gilt sogar bis 31. Dezember 2021.
  • Zur Abfederung von Einkommensausfällen während der Pflegezeit und Familienpflegezeit kann ein zinsloses Darlehen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben beantragt werden. Pandemiebedingte Einkommensausfälle können auch weiterhin bei der Ermittlung der Darlehenshöhe auf Antrag unberücksichtigt bleiben. Pandemiebedingte Rückzahlungsschwierigkeiten können auf Antrag erleichtert werden.

Beratungsangebote

Weitere Informationen für pflegende Angehörige gibt es auf dem Portal „Wege zur Pflege“. Zudem können sich Betroffene unter der Rufnummer 030 20 179 131 oder per Mail (info@wege-zur-pflege.de) an das Pflegetelefon wenden.

Das Pflegetelefon bietet fachliche Informationen zu allen Leistungsansprüchen und Unterstützungsmöglichkeiten im Pflegekontext.

Des Weiteren bietet es Beratung und Hilfestellung insbesondere auch für Angehörige in belastenden und kritischen Situationen. Bei der Vermittlung zu Beratungsangeboten vor Ort nimmt das Pflegetelefon eine Lotsenfunktion ein.

Die Beratungsgespräche sind anonym und vertraulich. Das Pflegetelefon berät von Montag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.

Unterstützung für Kinder und Jugendliche

Besondere Hilfe und Unterstützung bietet das Projekt „Pausentaste“ für Kinder und Jugendliche, die sich um Angehörige kümmern. Wenn sie Sorgen oder Probleme haben, können sie bei der „Nummer gegen Kummer“ anrufen: 116 111. Dort helfen ihnen bundesweit von Montag bis Samstag von 14 bis 20 Uhr Beraterinnen und Berater – anonym und kostenlos.

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Entlastung

Entlastung für die Seele: Kostenfreier Ratgeber für pflegende Angehörige

Entlastung

Getty Images/Kathrin Ziegler

11.03.2021 – Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat ihre kostenfreie Broschüre „Entlastung für die Seele – Ratgeber für pflegende Angehörige“ aktualisiert.

Tipps für den Umgang mit den eigenen Kräften

Auf 80 Seiten gibt die BAGSO Tipps, wie ein gesunder Umgang mit den eigenen Kräften gelingen kann. Denn die häusliche Pflege von Angehörigen kann sehr herausfordernd sein. 

Der Ratgeber zeigt Möglichkeiten der Entlastung auf, gibt eine Übersicht über konkrete Unterstützungsangebote und ermutigt dazu, rechtzeitig Hilfen von außen in Anspruch zu nehmen.

Hilfreiche Angebote in Zeiten von Corona

Ein eigenes Kapitel ist hilfreichen Angeboten in Zeiten von Corona gewidmet.

Der Ratgeber kann kostenfrei als PDF von der BAGSO-Webseite heruntergeladen oder als ebenfalls kostenfreies Hörbuch via Mail über bestellungen@bagso.de bestellt werden.

Die Publikation wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung erstellt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Häusliche_Pflege

Technik in der häuslichen Pflege: Hilfreiche Assistenten

Häusliche_Pflege

GettyImages/E+

Während in der Medizin moderne Technologien mittlerweile fast selbstverständlich eingesetzt werden, sind viele Innovationen für die häusliche Pflege noch nicht alltagsreif. Dennoch gibt es bereits Systeme, die das Leben von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen erleichtern und sicherer machen können. Der Nutzen solcher technischen Helfer sollte allerdings dabei immer bedacht werden.

 

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Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz

Neues Gesetz: Verbesserungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen

Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz

Getty Images/Morsa Images

1.12.2020 – Ende November hat der Bundestag das Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz (GPVG) verabschiedet. Das bringt Entlastungen sowohl für Pflegebedürftige als auch ihre Angehörigen mit sich.

Hilfsmittel leichter beantragen

So z. B. ist die Beantragung von Hilfsmitteln künftig leichter und verlängern sich die Corona-Akuthilfen für pflegende Angehörige.

Die bisher befristete Regelung, nach der im Rahmen der Pflegebegutachtung empfohlene Hilfsmittel automatisch – auch ohne ärztliche Verordnung – als beantragt galten, soll ab 2021 dauerhaft gelten.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Finanzielle Unterstützung verlängert 

Das bereits seit Ende Mai geltende, erweiterte Pflegeunterstützungsgeld für Corona-bedingte Versorgungsengpässe gilt in dieser Form bis Ende März 2021.

Das Pflegeunterstützungsgeld ist eine Lohnersatzleistung für Angehörige, die vorübergehend gezwungen sind, die häusliche Pflege zu übernehmen.

Digitale Beratungsgespräche

Beratungsbesuche für Pflegegeldempfänger sollen ebenfalls bis Ende März 2021 nicht nur in der eigenen Häuslichkeit erfolgen, sondern auch telefonisch oder digital über Video.

Die Beratungsbesuche dienen insbesondere der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung von z. B. pflegenden Angehörigen und somit der langfristigen Sicherstellung der häuslichen Pflege.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Wohnen_im_Alter

Barrierefreies Bad: Wanne ade!

Wohnen_im_Alter

Hanna Lucassen

Im Alter oder bei Krankheit können die eigenen vier Wände zur Herausforderung werden. Dann helfen oft spezielle Wohnraumanpassungen. Wie ein Badumbau Sicherheit und Selbstständigkeit in das Leben von Ursula und Roland Kreische zurückbringt.

 

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Wohnen_Pflegebedürftigkeit

Wohnen im Alter und bei Pflegebedürftigkeit: Die eigenen vier Wände sicher gestalten

Wohnen_Pflegebedürftigkeit

GettyImages/Moment RF

Die meisten Menschen möchten im Alter zu Hause wohnen bleiben. Die Angst, bei Pflegebedürftigkeit das gewohnte Umfeld verlassen zu müssen, ist groß. Darum verbergen Betroffene oft  Schwierigkeiten im Alltag vor Angehörigen und nehmen Einbußen in der Lebensqualität in Kauf. Doch können geeignete Hilfsmittel oder Wohnraumanpassungen dabei helfen, selbstbestimmt zu leben und Einsamkeit zu vermeiden.

 

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Umfrage_PflegendeAngehörige

Umfrage für pflegende Angehörige zu Belastungen während der Corona-Pandemie

Umfrage_PflegendeAngehörige

Getty Images/Daniel Balakov

29.10.2020 Die Corona-Pandemie hat den Alltag vieler Menschen verändert, insbesondere den pflegender Angehöriger. Neben der Belastung, die die Pflege eines Angehörigen ohnehin mit sich bringt, kommt oft noch Angst, eben diese Person unwissentlich mit dem Virus anzustecken.

Was entlastet pflegende Angehörige?

Das Zentrum für psychische Gesundheit im Alter in Kooperation mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie will deshalb herausfinden, welche Belastungen und Schwierigkeiten pflegende Angehörige während der Corona-Pandemie erfahren haben, wie sie mit diesen umgegangen sind und was ihnen dabei geholfen hat.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Ziel der Befragung ist, das Stress-, Belastungs- und Bewältigungserleben pflegender Angehöriger besser zu verstehen, um so geeignete Unterstützungsangebote entwickeln zu können.

Ergebnisse sollen Unterstützungsangebote verbessern

Zur Teilnahme sind alle Personen aufgerufen, die privat einen Menschen pflegen, ob in direkter Verwandtschaft, im Freundeskreis oder in der Nachbarschaft. Die Befragung ist anonym und kostenfrei und läuft noch bis Ende Januar 2021.

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Kurberatung

Auszeit für pflegende Angehörige: Hilfreiche Kurberatung

Kurberatung

Getty Images/Mats Silvan

15.10.2020 – In Nordrhein-Westfalen (NRW) erhalten Angehörige, die ihren Partner, Eltern oder Kinder zu Hause pflegen, einen besseren Zugang zu Kuren. Dazu stehen im Land über 100 qualifizierte Kurberaterinnen und Kurberater an 98 Standorten zur Verfügung. Sie unterstützen bei der Kurberatung.

„Pflegende Angehörige übernehmen tagein, tagaus bedingungslos die Verantwortung für ihre Angehörigen. Aufgrund dieser Belastung ist es besonders wichtig, dass sie in einer Kur zu neuer Kraft und Stärke finden. Mit dem neuen Landesprogramm fördern wir ein Projekt, welches mir persönlich ein großes Anliegen ist“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag.

Passgenaue Angebote für jede Situation

Die Kurberaterinnen und Kurberater kümmern sich um passgenaue Angebote. Sie wissen auch, wie die Versorgung von pflegebedürftigen Familienmitgliedern während der 3-wöchigen Kur gesichert werden kann.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Hierfür gibt es 3 Möglichkeiten:

Je nach Bedarf können Pflegebedürftige

  • mit in die Klinik fahren,
  • in einer nahegelegenen Einrichtung der Kurzzeitpflege oder
  • am Wohnort versorgt werden.

Das Land fördert das Landesprogramm „Zeit und Erholung für mich – Kurberatung für pflegende Angehörige“ mit insgesamt rd. 2 Mio. Euro über 3 Jahre.

„Die Corona-Pandemie hat viele pflegende Angehörige an ihre Belastungsgrenzen gebracht. Grund war der zeitweise Wegfall von Einrichtungen der Tagespflege oder von Betreuungsgruppen. Doch bei aller Fürsorge darf die eigene Gesundheit nicht vergessen werden! Auch deswegen wird jeder, der in Kur geht, auf COVID-19 getestet – entweder zuvor beim Hausarzt oder bei Antritt der Kur in der Klinik“, so Laumann.

Rechtsanspruch auf Kur

Rechtsgrundlage für die Kur sind die §§ 23 und 40 SGB V. Danach können pflegende Angehörige eine 3-wöchige stationäre Vorsorge- oder Reha-Leistung beantragen, um die eigene Gesundheit zu stärken oder wiederherzustellen.

Umgesetzt wird das Projekt vom Caritasverband für das Erzbistum Paderborn in Kooperation mit der AW Kur und Erholungs GmbH, einer Tochtergesellschaft des AWO Bezirksverbands Westliches Westfalen. Auch die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege arbeitet mit. Dabei werden die vorhandenen Strukturen unter dem Dach des Müttergenesungswerks genutzt.

Das Programm des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales läuft bereits seit 2018.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Verhinderungspflege

Vergütungszuschlag für Verhinderungspflege

Verhinderungspflege

Getty Images/Hinterhaus Productions

6.10.2020 – Mit einem Maßnahmenkatalog wollen die 16 Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder die Kurzzeitpflege stärken. Dazu gehört u. a. die Verhinderungspflege mit einem Vergütungszuschlag zu fördern. Das hat die Gesundheitsministerkonferenz in der vergangenen Woche beschlossen.

Planungssicherheit geben

„Wenn pflegende Angehörige erkranken oder sich in wohlverdienten Urlaub begeben, übernimmt die Kurzzeit- beziehungsweise Verhinderungspflege. Die Betroffenen brauchen hier Planungssicherheit. Deshalb sollte der Zuschlag an die Verpflichtung gekoppelt werden, Verhinderungspflegeplätze dauerhaft zur Verfügung zu stellen. So können die Gäste schon frühzeitig einen Platz reservieren“, erläuterte Saarlands Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU).

 

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Entlastung für pflegende Angehörige

Zudem sollen in der Kurzzeitpflege mehr rehabilitative und therapeutische Leistungen erbracht werden. „Wir brauchen diese Maßnahmen dringend, um die Kurzzeitpflege in Deutschland auch für die Zukunft zu stabilisieren. Sie entlastet Krankenhäuser und Pflegeheime und hat deshalb unschätzbaren Wert für unser Gesundheits- und Pflegesystem. Das kommt nicht zuletzt allen Bürgerinnen und Bürgern zu Gute“, so die Ministerin.

Nach einem Krankenhausaufenthalt übernehme die Kurzzeitpflege eine enorm wichtige Rolle in der Übergangsphase zwischen der medizinischen und der pflegerischen Behandlung. Sie entlaste Patientinnen und Patienten, pflegende Angehörige und nicht zuletzt Krankenhäuser und Langzeitpflegeeinrichtungen. Dennoch nehme die Zahl der verfügbaren Kurzzeitpflegeplätze ab. Die beschlossenen Maßnahmen seien deshalb dringend nötig.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.