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Amazon Sprachassistent

Amazon und Alzheimer Gesellschaft testen, ob Sprachassistent Menschen mit Demenz und Angehörige unterstützen kann

Amazon Sprachassistent

Foto: Amazon

17.05.2022 – Kann ein Sprachassistent Menschen mit Demenz unterstützen, ihren Alltag besser zu bewältigen? Das untersucht das Unternehmen Amazon aktuell gemeinsam mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

Expertinnen und Experten beider Seiten begleiteten 12 Menschen mit Demenz. Gemeinsam mit ihren Pflegenden und Angehörigen testeten sie die Funktionen des Sprachassistenten „Alexa“, wie das Unternehmen in der Vorwoche mitteilte.

Erste Rückmeldungen fielen demnach überwiegend positiv aus.

Hilfreiche Funktionen für den Alltag

So habe der „Alexa“-Sprachassistent z. B. im Alltag dabei geholfen, Routinen einzuhalten oder an die Einnahme von Medikamenten zu erinnern.

Einen positiven Effekt auf die Testpersonen mit Demenz hatte laut Amazon das Betrachten alter Bilder, die auf dem Bildschirm des Geräts gezeigt wurden. Das habe ihr emotionales Wohlbefinden und die Aufmerksamkeit gesteigert.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Am häufigsten hätten die Testpersonen die Funktion zum Abspielen von Musik und ausgewählten Radiosendungen genutzt. Musik habe einigen Teilnehmenden zur Aufmunterung gedient.

Weiterentwicklung notwendig

Die Tests hätten nach Angaben des Unternehmens aber auch noch viel Entwicklungspotenzial ergeben. Eines der Hauptanliegen der Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen sei gewesen, dass der Sprachassistent sich an ihre Sprachgeschwindigkeit anpasse.

„Da die Betroffenen teilweise sehr langsam sprechen und nach Worten suchen, müsste Alexa dieses verzögerte Sprachtempo berücksichtigen. Genauso bei abweichenden Formulierungen, die Alexa noch nicht erkennt“, teilte das Unternehmen mit.

Ein wichtiger Wunsch sei zudem eine Notruffunktion.

Zusätzlich hätten sich einige der Testpersonen eine alternative Aktivierungsmöglichkeit des Sprachassistenten gewünscht, wie über die automatische Gesichtserkennung oder bestimmte Signalwörter.

Die Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Saskia Weiß, äußerte sich überrascht, wie offen die Testpersonen den Sprachassistenten akzeptiert hätten:

„Das zeigt, Sprachdienste haben das Potenzial, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in ihrem Alltag zu unterstützen.“

Herausforderung für Menschen im fortgeschrittenen Stadium der Demenz

Allerdings nehme im Verlauf einer Demenz die Sprachfähigkeit ab – also jenes Können, das für die Nutzung eines Sprachassistenten ausschlaggebend sei.

Deshalb sei die eigenständige Nutzung des Sprachassistenten für Testpersonen im fortgeschrittenen Stadium nur schwer oder gar nicht möglich gewesen.

Amazon will nach eigenen Angaben den Sprachassistenten an das verzögerte Sprechtempo von an Demenz erkrankten Personen anpassen, damit sie mehr Zeit haben, ihre Anfrage zu formulieren. 

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Musterwohnung Demenz

Mobile Ausstellung von Musterwohnung für Menschen mit Demenz

Demenz

AOK Rheinland/Hamburg

11.03.2022 – Wie Menschen mit einer demenziellen Erkrankung besser und länger zu Hause leben können, stellt die AOK Rheinland/Hamburg in der neuen mobilen Version ihrer „Musterwohnung Demenz“ in mehreren Regionen vor.

Menschen mit Demenz benötigten ein hohes Maß an Orientierung und Sicherheit, um sich wohlzufühlen, heißt es dazu auf der Webseite der AOK.

Dies seien die wesentlichen Aspekte, nach denen die „Musterwohnung Demenz“ gestaltet sei.

Praktische Tipps für den Alltag

Bisher habe ausschließlich die Musterwohnung der AOK-Servicestelle Demenz in Jülich Tipps und Anregungen sowie praktische Hilfen für den Alltag in einem demenzfreundlichen Umfeld gegeben, so die AOK weiter.

Nun könnten sich interessierte die mobile Musterwohnung auch in verschiedenen anderen Regionen ansehen.

Die Wanderausstellung bestehe aus 3 großen Stellwänden (je 2,30 Meter mal 2,70 Meter) mit Fotos der Originalwohnung, die rheinlandweit und in Hamburg einsetzbar sei.

Das Fachpersonal der Servicestelle Demenz begleite zudem die Ausstellung und gebe vor Ort Schulungen zum Thema „Zu Hause leben – auch mit Demenz“.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Laut AOK seien auf den Stellwänden die wesentlichen Merkmale festgehalten, die den Schwerpunkt der Schulung  verdeutlichten.

Die Leiterin der Servicestelle Demenz, Stefanie Froitzheim, erläutert:

„Anhand der Ausstellung und durch die dezidierten Erklärungen unseres Fachpersonals können wir viele Menschen erreichen, die sich über ein für Menschen mit Demenz zugeschnittenes Wohnumfeld informieren möchten.“

Rollenspiele zum Thema „Kommunikation und Umgang” sowie Demenzsimulationen rundeten das Schulungsangebot ab.

Kostenfreie Schulung

Die Wanderausstellung richte sich an pflegende Angehörige und Menschen mit Interesse an der Pflege.

Die Termine für Ausstellungen der Musterwohnung sind:

  • 7. März bis 25. März 2022, Haus der StädteRegion Aachen, Zollernstr. 10, 52070 Aachen
  • 2. Mai bis 6. Mai 2022, Haus Wetterstein, Seniorenwohnheim Brühl, Kölnstr. 74-84, 50321 Brühl
  • 9. Mai bis 3. Juni 2022, AOK Haus Bonn, Heisterbacherhofstr.2, 53111 Bonn
  • 20. Juni bis 8. Juli 2022, AOK Haus Gummersbach, Moltkestr. 18, 51643 Gummersbach
  • 22. August bis 2. September 2022, AOK Haus Kleve, Hoffmannallee 61-65, 47533 Kleve
  • 24. Oktober bis 11. November 2022, AOK Haus Mönchengladbach, Steinmetzstr. 57-61, 41061 Mönchengladbach

Die Musterwohnung in Jülich könne während dieser Zeit auch weiterhin von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr nach Voranmeldung besucht werden, so die AOK. 

Zusätzlich werde die mobile Musterwohnung künftig durch alle Häuser der AOK Rheinland/Hamburg wandern.

Auch Kooperationspartnerinnen und -partner wie Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen hätten die Möglichkeit, die mobile Musterwohnung auszustellen.

Die Teilnahme an der Schulung „Zu Hause leben – auch mit Demenz” sei für die Besucher kostenfrei.

Die Anmeldung erfolgt zentral über die Servicestelle Demenz telefonisch unter 0211 8791-58710 oder per E-Mail über ac.demenz@rh.aok.de.

Eine erfolgreiche Teilnahme werde den Besuchenden nach § 45 b SGB XI bescheinigt.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Digitalisierung und Demenz

Das Potenzial der Digitalisierung für Menschen mit Demenz

Digitalisierung und Demenz

GettyImages/AzmanL

In Deutschland leben rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Die meisten von ihnen leben in ihrem eigenen Zuhause und werden dort vor allem von ihren Angehörigen betreut und gepflegt. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen können vom digitalen Wandel profitieren und Technik nutzen, um die Bewältigung des Alltags so lange wie möglich selbstbestimmt zu organisieren.

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Demenz

Demenz: Ratgeber zur Pflegeversicherung

Demenz

Getty Images/Maskot

08.02.2022Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) hat ihren „Leitfaden zur Pflegeversicherung“ aktualisiert. Er informiert nun auch über die seit 1. Januar 2022 geltenden neuen Regelungen und Leistungsbeträge der Pflegeversicherung, teilte die DAlzG vor wenigen Tagen mit.

Das Hauptaugenmerk läge auf den Besonderheiten, die bei Menschen mit einer Demenz in diesem Zusammenhang zu beachten seien.

Auf 200 Seiten gibt die DAlzG Informationen und Hilfestellungen rund um Leistungen der Pflegeversicherung für Menschen mit einer Demenz und ihre Angehörigen.

Zudem erklärt sie die Antragstellung, die Abläufe bei der Begutachtung zum Pflegegrad, die Möglichkeiten eines Widerspruchs sowie die verschiedenen Leistungen, die die Pflegeversicherung zur Verfügung stellt.

Der Leitfaden enthält im Anhang neben den wichtigsten Auszügen aus den Gesetzestexten auch Vorlagen für ein ärztliches Attest, ein Widerspruchsschreiben, eine Vorlage für einen Selbsteinschätzungsbogen sowie eine Berechnungstabelle zur Bestimmung des Pflegegrads.

Vielfältige Leistungen für Menschen mit Demenz

Menschen mit Demenz können vielfältige Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen, wenn sie Hilfe im Alltag benötigen.

Viele seien sich jedoch unsicher, ob sie einen Anspruch hätten, oder es fehle der Überblick über die Angebote, weswegen sie sich scheuten, einen Antrag zu stellen, so die DAlzG.

„Betroffene und Angehörige benötigen gut verständliche Informationen, um die teilweise sehr komplizierten Regelungen zu durchschauen“, heißt es weiter. 

Laut DAlzG reichten die Leistungen der Pflegeversicherungen von Unterstützung im Haushalt über Betreuungsangebote, Hilfe bei der Körperpflege, Vertretung bei Urlaub der Pflegeperson bis hin zu Leistungen für die Versorgung in einer Demenz-WG oder im Pflegeheim.

Interessierte erhalten den Leitfaden in gedruckter Version zum Preis von 7,50 Euro oder als Download für 5 Euro im Online-Shop der DAlzG.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Handhalten

Unterstützung aus dem Ausland: Eine wertvolle helfende Hand

Handhalten

GettyImages/PeopleImages

Thea Müller ist demenziell erkrankt und bettlägerig. Sie muss jeden Tag betreut werden. Ihre Tochter Christiane sucht nach einer Unterstützung. Schließlich kommt Ewa aus Polen. Eine große Hilfe für alle. Die Geschichte dreier starker Frauen. Weiterlesen

Alzheimer

Welt-Alzheimertag: Mehr Teilhabe für Erkrankte

Alzheimer

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21.09.2021 – Unter dem Motto “Demenz – genau hinsehen!” findet am 21. September wie in jedem Jahr seit 1994 der Welt-Alzheimertag statt. In der “Woche der Demenz” werden vom 20. bis 26. September bundesweit vielfältige Aktionen organisiert, um auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen.

Ausbau der klinischen Forschung gefordert

In Deutschland leben aktuell rd. 1,7 Mio. Menschen mit einer Demenz-Erkrankung. Im Zuge der steigenden Lebenserwartung nimmt die Zahl der Erkrankten weiter zu und wird nach Ansicht der Deutschen Alzheimer Gesellschaft bis 2050 auf 3 Mio. steigen.

Wegen des hohen und langen Pflegeaufwands sei noch völlig unklar, wie die sozialen Sicherungssysteme personell und finanziell diese Herausforderung meistern werden, gab das Vorstandsmitglied der Hirnliga – der Vereinigung der deutschen Alzheimerforscher –, Oliver Peters, anlässlich des Aktionstags zu bedenken.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

“Vor diesem Hintergrund gilt es dringend, die Forschung zur Vorbeugung und Behandlung zu verstärken, denn es gibt bis heute noch kein Medikament zur Heilung der Alzheimerkrankheit und es sieht auch nicht so aus, als ob wir zeitnah damit rechnen können.”

Den Menschen hinter der Krankheit sehen

Allerdings sei schon heute Unterstützung möglich, betonte die Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Monika Kaus. Werde die Diagnose Demenz gestellt, sähen viele nur noch die Krankheit und nicht mehr den Menschen.

Doch Menschen mit Demenz verfügten über Fähigkeiten, wollten selbstbestimmt leben und sich aktiv einbringen.

Wie dringend Unterstützung nötig sei, habe die Corona-Pandemie sehr deutlich gezeigt.

“Das Leid, das Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in dieser Zeit durch Kontaktverbote in Heimen und den Wegfall der Unterstützungsangebote erfahren haben, wollen wir nicht noch einmal erleben. Wir müssen alles dafür tun, damit durch gute Konzepte Menschen nicht wieder allein gelassen werden. Die Pandemie hat uns auch gezeigt, wie wichtig Flexibilität ist.”

Alterspsychiater fordern mehr Behandlung von Menschen mit Demenz in jedem Stadium

Für den Präsidenten der Deutschen Alterspsychiater, Michael Rapp, werden umfassende Therapie- und Behandlungsangebote nicht ausreichend umgesetzt.

In Frühstadien der Erkrankung fehlten oft rehabilitative Ansätze, die den Verlauf der Demenz verzögern könnten, in fortgeschrittenen Stadien fehlten aufsuchende multiprofessionelle Behandlungsangebote, und in Pflegeheimen ließen sich therapeutische Ansätze oft nur unzureichend umsetzen.

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) forderte anlässlich des Welt-Alzheimertags ein Umdenken im Umgang mit der Krankheit. KDA-Vorsitzender Helmut Kneppe betonte:

“Statt Erkrankte zu isolieren, müssen teilhabeorientierte Lebenssituationen geschaffen werden.”

Dabei sei die Gestaltung von reizvollen, anregenden Wohnsettings ein wichtiger Aspekt, der die Verbesserung der Situation für Alzheimer-Erkrankte und ihre Angehörigen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sehe.

Neue Wohnformen für an Demenz Erkrankte entwickeln

Nach KDA-Ansicht sollten Pflegende und Gepflegte mehr über die Gestaltung des Pflegearrangements (mit-)entscheiden. So gehe es z. B. auch darum, für Menschen mit Demenz mehr Entscheidungsteilhabe mittels “gestützter Entscheidungsfindung” zu ermöglichen und neue Wohnformen zwischen Heim und Häuslichkeit wie sog. Clusterwohnen, Pflegewohngemeinschaften oder Quartiershäuser weiterzuentwickeln.

“In einer entsprechend angepassten Lebenssituation finden Menschen mit einer Alzheimererkrankung Orientierung und Anregungen zum sozialen Austausch.”

Der KDA-Vorsitzende hob hervor, dass die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen nicht nur eine Aufgabe von Politik und Wissenschaft sei:

“Über die Gestaltung angepasster Wohnformen hinaus setzt die Integration und die Teilhabe von Menschen mit altersbedingten Einschränkungen einen Wandel der Gesellschaft hin zu einer sorgenden Gemeinschaft voraus. Wir sollten das Altern als Chance betrachten, die viele Möglichkeiten bietet, wenn wir die Möglichkeitsräume schaffen.”

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Welttag des Hörens 2021

Höheres Demenzrisiko bei Menschen mit beeinträchtigtem Hörsinn

Welttag des Hörens 2021

Getty Images/Branislav

01.07.2021Eine Beeinträchtigung des Hörsinns könnte ein starker Risikofaktor für Demenz bei Senioren sein. Das geht aus einer Arbeit von Wissenschaftlern vom Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit Forschern aus Hamburg, Bonn und Hannover hervor.

Hörminderung ist ein signifikanter Risikofaktor

Für ihre kürzlich im “Journal of the American Geriatrics Society” veröffentlichte Studie haben die Wissenschaftler in einer prospektiven bevölkerungsbasierten Kohortenstudie rund 3.500 Teilnehmer über 75 Jahre einbezogen.

Dabei erfassten sie die gesundheitliche Situation der Teilnehmer in neun Follow-Up-Runden, also nachfolgenden Untersuchungen, welche die These verifizieren sollten, über einen Zeitraum von 20 Jahren.

Zu Beginn der Studie hätten 30 Prozent der Teilnehmer von einer Hörminderung berichtet, erläutert Alexander Pabst, der gemeinsam mit Jonathan Bär Erstautor der Studie ist. Ein Viertel der Teilnehmer hat laut Pabst im Laufe der Zeit eine Demenz entwickelt.

Er erklärt:

„Es zeigte sich, dass Schwerhörigkeit ein signifikanter, unabhängiger Risikofaktor für eine Demenzentwicklung ist.“

So sei das durchschnittliche Erkrankungsrisiko für Teilnehmer mit einer Hörminderung um 16 % erhöht gewesen. 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Prävention kann Risiko für Demenz mindern

Auf Basis ihrer Ergebnisse halten die Forschenden eine Kombination von präventiven Maßnahmen zum Erhalten der kognitiven Leistungen für besonders vielversprechend.

Neben mehreren körperlichen und geistigen Aktivitäten gehört auch gesunde Ernährung, eine gute Einstellung des Blutdrucks sowie des Blutzuckers, sofern eine entsprechende Erkrankung wie Bluthochdruck oder Diabetes vorliegt, gehören dazu ebenso wie eben auch eine frühzeitige Behandlung eines beeinträchtigten Hörsinns.

Eine solche umfassende Strategie könnte sich demnach positiv und nachhaltig auf die kognitive Leistungsfähigkeit sowie die Lebensqualität älterer Menschen auswirken.

Demenzprävention: Fokus auf vermeidbare Risikofaktoren 

Steffi Riedel-Heller, Direktorin des ISAP sagt zu den Ergebnissen der Studie:

“Die Erkenntnisse der Studie haben wichtige Auswirkungen auf die Versorgung. Auch wenn die biologische Verbindung zwischen Hörstörungen und Demenz weiterer Untersuchungen bedarf, so zeigen die Daten doch eindrücklich, dass der Fokus auf vermeidbare Risikofaktoren das individuelle Demenzrisiko erheblich verringern kann. Ansätze zur Prävention geistiger Abbauprozesse sollten sich das zunutze machen.“

 

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Depression_Alter

Depression im Alter: Was die Psyche macht, wenn wir altern

Depression_Alter

GettyImages/ivanastar

Etwa jeder Vierte über 65-Jährige hierzulande ist von einer psychischen Störung betroffen. Auch im Alter zählt die Depression zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Was kennzeichnet sie und wie lässt sie sich von einer Demenz abgrenzen?

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Demenz_Migrationshintergrund

Informationen über Demenz in arabischer Sprache

Demenz_Migrationshintergrund

Getty Images/Ergin Yalcin

01.04.2021 – Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft bietet Informationen rund um Demenz jetzt auch in Arabisch an. Denn ein Angebot in der eigenen Muttersprache erleichtere das Verstehen und helfe, die nächsten Schritte zu planen, teilte die Gesellschaft mit

Informationen zu Demenz für Angehörige

Eine eigene Internetseite richtet sich an Familien, die von Demenz betroffen sind und einen Migrationshintergrund haben. Auch die eingebundenen Erklärfilme zu Themen wie „Was ist Demenz?“ oder „Kommunikation und Umgang“ sind ab sofort auf Arabisch verfügbar.

Das Portal bietet grundlegende Informationen über Demenz darüber hinaus in türkischer, polnischer, russischer und englischer Sprache an.

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Informationen zu Demenz und Kultursensibilität für Fachpersonal

Die Internetseite richtet sich zusätzlich an alle in der Beratung und in der Altenhilfe Tätigen. Sie erhalten hier Informationen und Materialien über Demenz, Migration und Kultursensibilität.

Schätzungen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zufolge leben in Deutschland etwa 100.000 Menschen mit Migrationshintergrund, die eine Demenz haben. Sie und ihre Familien bräuchten Beratung, Hilfe und Unterstützung.

Daher sei es dringend notwendig, dass sich die Altenhilfe auch auf die Bedürfnisse und Wünsche dieser Zielgruppe einstelle.

Die Übersetzung ins Arabische erfolgte mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Podcast_Hirn_Heinrich

Podcast informiert über Demenz und Parkinson

Podcast_Hirn_Heinrich

DZNE und Getty Images/Christian Horz/EyeEm

02.02.2021 – Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) hat einen Wissenspodcasts ins Leben gerufen. Der Podcast befasst sich mit Themen wie Demenz bzw. Alzheimer und Parkinson.

Wissenspodcast mit Moderatorin Sabine Heinrich 

Im Podcast “Hirn & Heinrich” unterhält sich TV- und Radio-Moderatorin Sabine Heinrich mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über das menschliche Gehirn, dessen wundersame Fähigkeiten, was es bedeutet, wenn diese nachlassen, und spricht auch mit Betroffenen.

Neue Therapieansätze und Tipps für Angehörige im Fokus

Welche Krankheitsmechanismen und -ursachen sind bekannt? Was versprechen neue Therapieansätze? Was kann jeder selbst tun, um Krankheitsrisiken zu senken und möglichst lange fit im Kopf zu bleiben? Wie lässt sich die Lebensqualität von Patientinnen, Patienten und Angehörigen verbessern?

 

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Antworten auf diese Fragen geben die ca. 30 Minuten langen Episoden.

Jede Folge hat dabei einen eigenen Schwerpunkt: das Gedächtnis, Alzheimer, Parkinson, die Vielfalt von Demenz oder Pflege.

Das DZNE ist eine von Bund und Ländern geförderte Forschungseinrichtung für neurodegenerative Erkrankungen. Das Institut zählt zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen für Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems.

Jeden Monat gibt es eine neue Folge.

Der Podcast ist verfügbar über z. B. Spotify, Deezer, Apple Podcasts oder direkt über die DZNE-Seite.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.