Schlagwortarchiv für: COVID-19

VdK-Präsidentin Verena Bentele

VdK-Präsidentin kritisiert Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen

VdK-Präsidentin Verena Bentele

VdK / Susie Knoll

31.03.2022 – Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, hat das Wegfallen der Corona-Schutzmaßnahmen kritisiert. Dies gefährde Risikogruppen, so Bentele in einer kürzlich veröffentlichten Stellungnahme.

Zum 20. März sind bundesweit alle tiefgreifenden Corona-Maßnahmen ausgelaufen. Am kommenden Wochenende läuft nun auch die Übergangsfrist aus, zu der die Länder die bisherigen Regeln noch verlängern konnten.

Damit entfallen die 2- und 3G-Regelung. Das überarbeitete Infektionsschutzgesetz sehe dann eine Maskenpflicht nur noch vor in Pflegeheimen, Kliniken, im Nah- und Fernverkehr sowie Testpflichten in Pflegeheimen und Schulen.

Weitergehende Beschränkungen könnten nur noch verhängt werden, wenn das Landesparlament für Hotspots eine kritische Lage feststelle.

Erhöhtes Risiko für vulnerable Gruppen

Der VdK warnte eindringlich, dass ein Wegfall der Maskenpflicht in Geschäften oder in öffentlich zugänglichen Räumen die Gefahr einer Ansteckung für Risikogruppen wie Menschen mit Behinderung, einer chronischen Krankheit, aber auch altersbedingt Geschwächten erhöhe.

„Aufgrund der berechtigten Angst vor Ansteckung drohen sie wieder vom öffentlichen Leben ausgeschlossen zu werden“, merkte Bentele an.

In einer Pandemie seien v. a. Risikogruppen auf Maßnahmen mit breiter Wirkung angewiesen, denn der Selbstschutz erreiche schnell seine Grenzen, so Bentele weiter.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Deshalb fordere der VdK die Überprüfung der geplanten Lockerungen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, besonders im Hinblick auf die weiterhin hohen Inzidenzen.

Für verheerend hält der VdK auch, dass es ab Juni 2022 keine kostenlosen Schnelltests mehr geben soll. Das gilt für die Bürgertests, aber auch bei Verdacht auf eine Infektion.

Damit gebe die Bundesregierung ein entscheidendes Messinstrument in der Pandemie aus der Hand.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

VdK-Präsidentin Verena Bentele

VdK kritisiert mangelnde Corona-Maßnahmen für zu Hause Gepflegte

VdK-Präsidentin Verena Bentele

VdK / Susie Knoll

18.11.2021 – Der Sozialverband VdK kritisierte am Mittwoch, dass die Zuhause Gepflegten bei den Plänen der der Ampelkoalition für Maßnahmen im Kampf gegen Corona erneut vergessen wurden.

VdK-Präsidentin Verena Bentele äußerte sich deutlich und argumentierte, niemand in der Politik interessiere sich für den Schutz der Mehrheit der Pflegebedürftigen – nämlich der zu Hause Gepflegten und der Mio. von pflegenden Angehörigen.

„Sie haben weiterhin Zusatzkosten für Schutzkleidung, Desinfektionsmitteln, Einmalhandschuhen, Masken. Doch die erhöhte Pflegehilfsmittelpauschale wird nicht verlängert und läuft Ende des Jahres aus. Das ist ein Skandal.“

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Höhere finanzielle Belastung für zu Hause Gepflegte

Für Soldatinnen und Soldaten sowie Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte gebe es eine steuerfreie Corona-Prämie, Ärztinnen und Ärzte erhielten für jede Impfung statt 20 nun 28 Euro und über Pflegeeinrichtungen werde ein Millionenschutzschirm gespannt, so Bentele.

„Nur die zu Hause Gepflegten gehen mal wieder leer aus und müssen selbst um das Mindeste für den eigenen Gesundheitsschutz kämpfen.“

Dabei seien sie von den allgemeinen Preissteigerungen aktuell ohnehin besonders stark betroffen.

Das Gesundheitsministerium habe den zu Hause Gepflegten bereits die versprochene und seit Jahren notwendige Erhöhung des Pflegegelds und weitere Entlastungsleistungen in der Pflegereform im Juli gestrichen, kritisiert sie weiter.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Impfung

Experten raten zu Booster-Impfungen für krebskranke Menschen und Herzpatienten

Impfung

GettyImages.de/bdspn

16.11.2021 – Expertinnen und Experten der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Herzstiftung/Deutschen Stiftung für Herzforschung raten zu einer dritten Impfung, der sog. Booster-Impfung, für Herzpatientinnen und Herzpatienten sowie krebskranke Menschen.

Wie die Deutsche Krebsgesellschaft am Montag mitteilte, wiesen Untersuchungen darauf hin, dass Menschen mit einer Krebserkrankung ein vergleichsweise höheres Risiko für sog. Durchbruchsinfektionen aufweisen.

„Das gilt insbesondere für Menschen mit Blutkrebs und für Krebskranke, die aktuell eine Krebstherapie erhalten, die das Immunsystem schwächt“, begründet der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), Michael Baumann, die Empfehlung.

Er rät dazu, mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt zu besprechen, ob und wann eine Booster-Impfung sinnvoll ist.

Impfung ist ein wichtiges Mittel zur Eindämmung von COVID-19

Die Deutsche Krebshilfe äußerte Sorge über den raschen und kontinuierlichen Anstieg der COVID-19-Inzidenzen und die zunehmende Belastung der Intensivstationen.

Der Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, Thomas Seufferlein, äußert sich am Montag:

„Der Hauptteil der Menschen, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen, gehört zur Gruppe der Nicht-Geimpften oder ist geimpft und hat eine oder mehrere Vorerkrankungen. Anders als im letzten Winter steht uns mittlerweile aber ein wirksames und sicheres Instrument zur Verfügung, um die vierte COVID-19-Welle einzudämmen – die COVID-19-Schutzimpfung.“

Ihm zufolge könnten auch Krebskranke, deren Impfschutz möglicherweise rascher abnimmt als bei Gesunden, durch eine Booster-Impfung das Risiko senken, bei einer Durchbruchsinfektion schwer zu erkranken.

Es sei daher umso wichtiger, dass Krebspatientinnen und -patienten bevorzugt die Möglichkeit zu einer Auffrischungsimpfung erhielten.

Zudem richtete die Krebshilfe einen Appell an bislang noch Ungeimpfte:

„Sie alle können die vierte COVID-19-Infektionswelle bremsen, indem Sie, soweit möglich, von ihrem Anspruch auf eine Impfung Gebrauch machen. Dadurch schützen Sie sich nicht nur selbst, sondern tragen auch zu einem besseren Schutz von Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen vor einem ernsten COVID-19-Verlauf und dem Tod bei.“

Herz-Kreislauf-Patienten ebenfalls besonders gefährdet

Auch die Deutsche Herzstiftung appellierte am Montag an ungeimpfte Herz-Kreislauf-Patientinnen und -Patienten wie auch an Gesunde, sich dringend gegen COVID-19 impfen zu lassen.

Wer bereits zweifach geimpft sei, sollte bei nachlassender Immunität seinen Schutz mit einer dritten Impfung unbedingt auffrischen.

„Für Patienten mit Herz- und Kreislauferkrankungen und Ältere ist der COVID-19-Impfschutz deshalb so wichtig, weil sie zum besonders gefährdeten Personenkreis mit einem höheren Risiko für schwere COVID-19-Krankheitsverläufe zählen: das sind insbesondere Patienten mit Herzschwäche, koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck und Diabetes“, so der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Thomas Voigtländer.

Die Deutsche Herzstiftung folge dabei den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, welche eine zusätzliche dritte Impfdosis für Personen mit stark geschwächtem Immunsystem oder nach Organtransplantation und für Personen mit unzureichender oder fehlender Immunantwort auf 2 Impfungen befürworte.

Das aktuelle Infektionsgeschehen zeige u. a. deutlich, dass es unter den Ungeimpften in allen Altersgruppen deutlich häufiger zu symptomatischen Corona-Neuinfektionen als bei den Geimpften komme.

Informationen zur Booster-Impfung für Herzpatientinnen und Herzpatienten finden Betroffene und Angehörige auf der Webseite der Deutschen Herzstiftung.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Impfung_AstraZeneca, COVID-19

COVID-19: Auffrischungsimpfung für Pflegebedürftige und Senioren ab September

Corona-Impfung_AstraZeneca

Getty Images/Steve Debenport

05.08.2021 – Pflegebedürftige haben ab September die Möglichkeit, sich ein drittes Mal gegen COVID-19 impfen zu lassen. Das hat die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) Anfang August beschlossen. Die Zusatzimpfung ist auch für weitere Personengruppen vorgesehen.

Der Beschluss sieht eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff für vulnerable Personengruppen vor. Als Grund für die sogenannte Booster-Impfung nannte die GMK die Annahme, dass bei älteren und immungeschwächten Menschen die Immunantwort nach der Impfung schneller nachlässt.

Einen Anspruch auf die Auffrischungsimpfung haben laut Beschluss:

  • Pflegebedürftige in Heimen oder der eigenen Häuslichkeit
  • Immungeschwächte Personen
  • Höchstbetagte ab 80 Jahren
  • Personen, die den ersten Impfschutz mit Vektor-Impfstoffen erhalten haben.

Zu beachten sei, dass die Auffrischungsimpfung erst mindestens 6 Monate nach der letzten Impfung verabreicht werden kann, heißt es weiter. Die Impfungen sollen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie von mobilen Impfteams verabreicht werden.

Verbund Pflegehilfe sieht Auffrischungsimpfung positiv

Der Verbund Pflegehilfe sehe die frühzeitige Reaktion auf aktuelle Studien, die das Nachlassen einer Immunantwort bei älteren und immunschwächeren Menschen nahelegen, als sehr positiv.

Johannes Haas, Geschäftsführer des Verbunds, sagt:

„Es ist ein großer Fortschritt, dass in diesem Beschluss auch die Pflege zu Hause endlich Beachtung findet.”

Der Verbund kritisiert, dass Menschen, die im häuslichen Umfeld gepflegt werden, niedriger priorisiert und bei der Kommunikation teilweise vergessen worden wären.

Das sei ein Skandal, da laut dem Verbund Pflegehilfe über 70 % der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt werden.

Hoffnung auf unbürokratische Lösung

Wie der Verbund mitteilte, sei allerdings noch nicht klar geregelt, wie hoch der bürokratische Aufwand dieses Mal sein werde.

Noch offene Fragen seien u. a. ob Impfberechtigte für eine Auffrischungsimpfung wieder mehrere Dokumente vorlegen werden müssen? Und wie die Berechtigten dieses Mal benachrichtigt werden?

Der Verbund hoffe nach eigenen Angaben auf eine unbürokratische Lösung und eine schnelle Einigung der Gesundheitsminister.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Long-COVID, Langzeitfolgen einer Corona-Infektion

Langzeitfolgen einer Corona-Infektion: In kleinen Schritten wieder anfangen

Long-COVID, Langzeitfolgen einer Corona-Infektion

GettyImages/Contributor

Selbst wenn die Corona-Infektion überstanden ist, klagen manche Betroffene noch Monate danach über gesundheitliche Probleme. Wir betrachten häufige Langzeitfolgen einer COVID-19-Infektion.

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Parkinson und Corona

Parkinson-Erkrankte besonders stark von Corona betroffen

Parkinson und Corona

Getty Images/brusinski

27.05.2021 – Im Vergleich zu Menschen ohne Parkinson zeigten Parkinson-Betroffene, die wegen COVID-19 stationär versorgt wurden, häufiger schwere Krankheitsverläufe – dies v. a. bei Menschen in fortgeschrittenem Alter ab 65 Jahre oder mit besonders hohem Parkinson-Schweregrad. Auch die Sterblichkeit der Betroffenen im Krankenhaus war mit Parkinson erhöht.

Parkinson-Patienten habe viele Risikofaktoren für einen schweren Corona-Verlauf

Das hat eine Auswertung der Daten der ersten Welle der Corona-Pandemie durch ein Team der Klinik für Neurologie am St. Josef-Hospital der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gezeigt. Die Querschnittsstudie, die Anfang Mai publiziert wurde, stellt erstmals detaillierte landesweite Daten bereit.

Grund für die häufigeren schweren Krankheitsverläufe bei Parkinson-Erkrankten könnte nach RUB-Angaben sein, dass Patientinnen und Patienten mit dieser Diagnose häufig auch viele Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf aufweisen.

Das Forscherteam der RUB hat für die Studie Daten zu Parkinson-Behandlungen in 1.468 Krankenhäusern analysiert.

Einer der Autoren der Studie, Lars Tönges aus dem RUB-Klinikum St. Josef Hospital, sagte:

„Parkinson-Patienten sind durch die Gebrechlichkeit, die mit dem Alter und fortgeschrittenen Krankheitsstadien zunimmt, möglicherweise einem besonderen Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf ausgesetzt.“

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Die Lungenfunktion könne durch häufige Begleiterkrankungen und eine Parkinson-assoziierte Atemmuskelschwäche beeinträchtigt sein. Außerdem machten Schluckstörungen anfälliger für Lungenentzündungen.

Die Parkinson-Erkrankung

Die Morbus Parkinson ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie führt zu einer Einschränkung von Beweglichkeit, Feinmotorik, Balance und Gangfunktionen. Auch Depressionen, Schlafstörungen oder Gedächtnisprobleme können mit der Erkrankung in Zusammenhang stehen.

Parkinson betrifft v. a. Menschen in der zweiten Lebenshälfte und kommt verstärkt bei Männern vor. Viele von Parkinson Betroffene haben Begleiterkrankungen wie eine koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen – bedeutende Risikofaktoren für einen schweren Verlauf von COVID-19.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Hitze_und_Corona

Hitze und COVID-19: So schützen Sie sich und andere

Hitze_und_Corona

Getty Images/fhm

11.08.2020 – Derzeit treffen 2 Ausnahmesituation zusammen: die Corona-Pandemie und extreme Hitze. Besonders prekär: Von den Folgen des Hitzestresses, der starken UV-Strahlung und der hohen bodennahen Ozonbelastung sind v. a. ältere Menschen und chronisch Kranke betroffen. Damit überschneiden sich die Risikogruppen der Hitzewelle und der Corona-Pandemie. Betroffene Personen sind entsprechend anfälliger für die Auswirkungen von Hitze und COVID-19-Komplikationen.

Das Helmholtz Zentrum München, das Universitätsklinikum Heidelberg und die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) haben jetzt allgemeine Hinweise für diese derzeit besonders betroffenen Bevölkerungsgruppen zusammengestellt.

Dazu zählen u. a.:

  • Körper kühlen
    Duschen oder baden Sie kühl bis lauwarm. Alternativ können Sie z. B. kühle Packungen oder Wickel, feuchte Handtücher oder Schwämme, Fußbäder oder Kühlwesten zur Kühlung nutzen.
  • Trinken und Essen bei Hitze
    Trinken Sie regelmäßig Wasser, doch meiden Sie Alkohol und begrenzen Sie den Konsum von koffeinhaltigen Getränken.
    Essen Sie häufiger kleinere Portionen vorwiegend leichter Kost (wie frisches Gemüse, Salate und Obst).
  • Räume kühl halten
    Hängen Sie nasse Handtücher auf, um die Raumluft herunterzukühlen.
    Nutzen Sie die Nacht zur Abkühlung Ihrer Wohnung. Öffnen Sie nachts und frühmorgens alle Fenster und Fensterläden (wenn dies gefahrlos möglich ist). Lüften ist gleichzeitig eine Maßnahme, um das Infektionsrisiko mit COVID-19 in den Räumen zu senken.
  • Einsatz von Ventilatoren
    Ventilatoren können bei gleichzeitiger Hautbefeuchtung mit feuchten Tüchern oder Sprühflaschen bei Temperaturen unter 38° C Linderung verschaffen; bei höheren Temperaturen und gleichzeitiger hoher Luftfeuchtigkeit ist der Effekt geringer.
    Am besten platzieren Sie den Ventilator in einiger Entfernung und richten ihn nicht direkt auf Personen.
    Da der Gebrauch von Ventilatoren durch Verwirbelung der Innenraumluft das COVID-19-Infektionsrisiko möglicherweise erhöhen kann, sollten diese vor Eintreffen haushaltsfremder Personen (Besuch, Ärztin/Arzt oder Pflegefachperson) ausgeschaltet werden.
Wie unterscheide ich Hitzestress von einer möglichen COVID-19-Erkrankung?

Beides, Hitzestress und eine COVID-19-Erkrankung, können eine erhöhte Körpertemperatur zur Folge haben.

Achten Sie darauf, Hyperthermie nicht mit Fieber zu verwechseln. Ruhen Sie sich – oder eine betroffene Person – im Zweifelsfall mindestens 30 Minuten lang in einer kühlen Umgebung aus und trinken Sie Wasser, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Vermeiden Sie zuckerhaltige, alkoholische und koffeinhaltige Getränke.

Wenn die Körpertemperatur hoch bleibt, handelt es sich wahrscheinlich um Fieber, und Sie sollten ärztliches Fachpersonal konsultieren.

Wenn die Körpertemperatur sinkt, Sie sich nach einer Ruhepause in kühler Umgebung besser fühlen, und die Körpertemperatur nach der Ruhepause nicht wieder steigt, liegt wahrscheinlich Hitzestress vor.

 

  • Hitze und Medikamente
    Medikamente können durch hohe Temperaturen ihre Wirksamkeit verlieren. Es wird daher empfohlen, Ihre Medikamente bei maximal 25° C zu lagern.
  • Anzeichen von Unwohlsein
    Bitten Sie um Hilfe, wenn sie plötzlich Beschwerden wie Schwindel, Schwäche, Angst, Durst, oder Kopfschmerz bekommen. Gehen Sie so schnell wie möglich ins Kühle, kühlen Sie Arme und Füße (z. B. Wadenwickel) und messen Sie Ihre Körpertemperatur (möglichst rektal). Trinken Sie etwas Wasser, Fruchtsaft oder klare Brühe, um Flüssigkeitsmangel auszugleichen. Kontaktieren Sie einen Arzt, wenn die Symptome anhalten.
    Wenn Sie schmerzhafte Muskelkrämpfe haben, ruhen Sie sich so schnell wie möglich an einem kühlen Ort aus und trinken Sie ein elektrolythaltiges Getränk. Suchen Sie Hilfe, wenn die Hitzekrämpfe länger als eine Stunde anhalten.
    Rufen Sie sofort einen Arzt oder einen Krankenwagen (wählen Sie 112), wenn jemand heiße, trockene Haut hat, Krämpfe aufweist und Bewusstseinsveränderungen (Delirium) zeigt oder bewusstlos ist.
Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.