Beiträge

Corona-Drittimpfung

Corona-Infektion: Für wen sich eine dritte Impfung lohnt

Corona-Drittimpfung

Getty Images/LEREXIS

02.09.2021 – Seit Mittwoch haben die bundesweiten Aktionen zur Auffrischungsimpfung gegen eine Corona-Infektion begonnen. Sie sind zunächst für besonders gefährdete Menschen gedacht, also v. a. für Über-80-Jährige, Pflegebedürftige und Vorerkrankte. Aber auch für Organtransplantierte, Krebspatientinnen und -patienten – besonders während der Therapie –, teilweise auch Dialysepatientinnen und -patienten sowie Betroffene mit Autoimmunerkrankungen ist nach Aussage des Professors für Immunologie am Leibnitz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund, Carsten Watzl, auf “Tagesschau online” eine Auffrischimpfung ratsam.

Ratsam für ber-80-Jährige, Pflegebedürftige und Vorerkrankte

Geimpft wird in stationären Pflegeeinrichtungen in Zusammenarbeit mit Hausärztinnen und -ärzten, über mobile Teams oder in Impfzentren.

Anlass für die erneute Impfung sind Studien aus Israel und Großbritannien, die darauf hinweisen, dass Impfungen mit BioNTech/Pfizer und AstraZeneca zwar gut vor schweren Verläufen schützen, der Schutz vor Infektionen aber zurückgeht, seit die Delta-Variante dominiert.

Für die Drittimpfung seien laut Watzl mRNA-Impfstoffe, etwa von BioNTech/Pfizer oder Moderna, besser geeignet als Vektorimpfstoffe, zu denen etwa das Vakzin von AstraZeneca gehört.

Denn Vektorimpfstoffe hätten etwas mehr Nebenwirkungen.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Kreuzimpfungen verstärken Schutz

Watzl empfiehlt sog. Kreuzimpfungen: Personen, die mit Vektorimpfstoffen geimpft worden seien, könnten jetzt einen mRNA-Impfstoff wählen. Das werde den Schutz noch deutlich verstärken.

Die Immunreaktion werde mit jeder Impfung oder Infektion besser. Es bildeten sich Antikörper, die noch besser den Erreger erkennen können, erläuterte Watzl. Zudem bildeten sich mehr Gedächtniszellen, sodass der Schutz länger halte.

Watzl kann sich vorstellen, dass 3 Impfungen bald zum Standard werden könnten. Er würde dann die zweite Impfung nach 6-8 Wochen und die dritte Impfung nach weiteren 6-8 Monaten geben, um für einen größtmöglichen Schutz zu sorgen.

Noch keine offizielle Empfehlung für eine erneute Impfung

Die Ständige Impfkomission hat bisher allerdings noch keine Empfehlung für die dritte Impfung gegen das Corona-Virus gegeben.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor wenigen Tagen mitgeteilt:

“Aktuell werden international diverse Studien zu der Fragestellung durchgeführt, ob und gegebenenfalls in welchem Zeitabstand eine COVID-19-Auffrischimpfung notwendig sein wird.”

Da im Laufe des September noch relevante Daten für diese Fragestellung erwartet würden, werde sich die STIKO voraussichtlich nicht vor Ende September bzw. Anfang Oktober positionieren können, so das RKI.

Die Behörde weist auf verschiedene Faktoren hin, von denen eine Empfehlung abhänge, und nennt konkret die Dauer des Impfschutzes, die Wirkweise des Impfstoffs, mögliche Immunitätsentwicklungen gegen Impfstoffkomponenten oder die Wirksamkeit gegen neue Virusmutationen.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Häusliche Pflege | Entlastung

Häusliche Pflege: Pflegebedürftige und Angehörige entlasten

Häusliche Pflege | Entlastung

Getty Images/FredFroese

26.08.2021 – Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat angesichts der laufenden vierten Welle der Corona-Pandemie an die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen erinnert. In der häuslichen Pflege dürften diese Personen nicht alleingelassen werden. Fehler der vergangenen Monate dürften sich jetzt nicht wiederholen.

“Pflegende Angehörige waren durch die Reduzierung und Schließung von Betreuungsangeboten häufig auf sich allein gestellt und mussten in der Pandemie ohne professionelle Unterstützung große Herausforderungen meistern.”

Jetzt müssten die richtigen Schlüsse gezogen werden. In einem 3-seitigen Positionspapier fasst der Pflegebevollmächtigte deshalb Maßnahmen zusammen, die seiner Auffassung nach, Pflegebedürftige und Angehörige entlasten. Denn diese müssten nicht nur mit ihrer Schutzbedürftigkeit, sondern v. a. mit ihren Bedürfnissen in den Fokus genommen werden.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

So sollten z. B. für Betroffene und pflegende Angehörige Tagespflege, Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege so weit wie möglich verfügbar bleiben.

Einfacher, schneller Zugang zum Impfen

Wichtigster Baustein in der Pandemie bleibe für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige das Impfen, betonte Westerfellhaus. Derzeit würden Vorkehrungen für notwendige Auffrischungsimpfungen getroffen. Insbesondere für die genannte Personengruppe müsse der Zugang zu Impfungen so leicht wie möglich sein – in der häuslichen Pflege etwa über mobile Impfteams.

Westerfellhaus:

“Unabhängig von einer Pandemie ist erste und wichtigste Aufgabe aller Beteiligten, Selbstbestimmung, Teilhabe und Würde in der stationären und in der häuslichen Pflege zu verwirklichen. Daran müssen sich Politik, Kostenträger und Leistungserbringer jetzt und auch in Zukunft messen lassen.”

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Impfung_AstraZeneca, COVID-19

COVID-19: Auffrischungsimpfung für Pflegebedürftige und Senioren ab September

Corona-Impfung_AstraZeneca

Getty Images/Steve Debenport

05.08.2021 – Pflegebedürftige haben ab September die Möglichkeit, sich ein drittes Mal gegen COVID-19 impfen zu lassen. Das hat die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) Anfang August beschlossen. Die Zusatzimpfung ist auch für weitere Personengruppen vorgesehen.

Der Beschluss sieht eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff für vulnerable Personengruppen vor. Als Grund für die sogenannte Booster-Impfung nannte die GMK die Annahme, dass bei älteren und immungeschwächten Menschen die Immunantwort nach der Impfung schneller nachlässt.

Einen Anspruch auf die Auffrischungsimpfung haben laut Beschluss:

  • Pflegebedürftige in Heimen oder der eigenen Häuslichkeit
  • Immungeschwächte Personen
  • Höchstbetagte ab 80 Jahren
  • Personen, die den ersten Impfschutz mit Vektor-Impfstoffen erhalten haben.

Zu beachten sei, dass die Auffrischungsimpfung erst mindestens 6 Monate nach der letzten Impfung verabreicht werden kann, heißt es weiter. Die Impfungen sollen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie von mobilen Impfteams verabreicht werden.

Verbund Pflegehilfe sieht Auffrischungsimpfung positiv

Der Verbund Pflegehilfe sehe die frühzeitige Reaktion auf aktuelle Studien, die das Nachlassen einer Immunantwort bei älteren und immunschwächeren Menschen nahelegen, als sehr positiv.

Johannes Haas, Geschäftsführer des Verbunds, sagt:

„Es ist ein großer Fortschritt, dass in diesem Beschluss auch die Pflege zu Hause endlich Beachtung findet.”

Der Verbund kritisiert, dass Menschen, die im häuslichen Umfeld gepflegt werden, niedriger priorisiert und bei der Kommunikation teilweise vergessen worden wären.

Das sei ein Skandal, da laut dem Verbund Pflegehilfe über 70 % der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt werden.

Hoffnung auf unbürokratische Lösung

Wie der Verbund mitteilte, sei allerdings noch nicht klar geregelt, wie hoch der bürokratische Aufwand dieses Mal sein werde.

Noch offene Fragen seien u. a. ob Impfberechtigte für eine Auffrischungsimpfung wieder mehrere Dokumente vorlegen werden müssen? Und wie die Berechtigten dieses Mal benachrichtigt werden?

Der Verbund hoffe nach eigenen Angaben auf eine unbürokratische Lösung und eine schnelle Einigung der Gesundheitsminister.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Schutzimpfung Kinder

Das sollten Sie über die Corona-Impfung für Ihr Kind wissen

Corona-Schutzimpfung Kinder

Getty Images/Roberto Jimenez Mejias

03.08.2021 – Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat in einem Merkblatt die wichtigsten Informationen über Corona-Schutzimpfungen für Kinder ab 12 Jahren zusammengestellt.

Zwar habe die Ständige Impfkommission (STIKO) bislang keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ausgesprochen, da diese meist ohne Krankheitszeichen oder mit mildem COVID-19-Verlauf erkrankten und die Datenlage für eine allgemeine Empfehlung noch nicht ausreiche.

Corona-Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen 

Die STIKO empfehle jedoch aktuell die Impfung für junge Menschen ab 12 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen oder mit engem Kontakt zu Menschen, die nicht selbst geimpft werden können, verdeutlichte die BZgA am Montag.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Auch bei Kontakt zu Menschen, die vermutlich keinen ausreichenden Impfschutz aufbauen könnten, oder bei einem erhöhten beruflichen Ansteckungsrisiko im Rahmen einer Ausbildung bzw. Tätigkeit in bestimmten Einrichtungen werde die Impfung empfohlen.

Starkes Übergewicht kann schweren Verlauf verursachen

Zu den Vorerkrankungen zählen z. B.

  • starkes Übergewicht
  • schwere Erkrankungen
    • am Herzen
    • an Nervensystem
    • an Lunge
    • an Nieren.

In diesen Fällen sei das Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf erhöht, betonte die BZgA.

Das Merkblatt informiert auch darüber, welche Impfstoffe für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zur Verfügung stehen und welche Impfreaktionen bzw. Nebenwirkungen auftreten können.

Außerdem hilft eine Checkliste bei der Entscheidung für oder gegen eine Corona-Impfung.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Long-COVID, Langzeitfolgen einer Corona-Infektion

Langzeitfolgen einer Corona-Infektion: In kleinen Schritten wieder anfangen

Long-COVID, Langzeitfolgen einer Corona-Infektion

GettyImages/Contributor

Selbst wenn die Corona-Infektion überstanden ist, klagen manche Betroffene noch Monate danach über gesundheitliche Probleme. Wir betrachten häufige Langzeitfolgen einer COVID-19-Infektion.

Weiterlesen

Parkinson und Corona

Parkinson-Erkrankte besonders stark von Corona betroffen

Parkinson und Corona

Getty Images/brusinski

27.05.2021 – Im Vergleich zu Menschen ohne Parkinson zeigten Parkinson-Betroffene, die wegen COVID-19 stationär versorgt wurden, häufiger schwere Krankheitsverläufe – dies v. a. bei Menschen in fortgeschrittenem Alter ab 65 Jahre oder mit besonders hohem Parkinson-Schweregrad. Auch die Sterblichkeit der Betroffenen im Krankenhaus war mit Parkinson erhöht.

Parkinson-Patienten habe viele Risikofaktoren für einen schweren Corona-Verlauf

Das hat eine Auswertung der Daten der ersten Welle der Corona-Pandemie durch ein Team der Klinik für Neurologie am St. Josef-Hospital der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gezeigt. Die Querschnittsstudie, die Anfang Mai publiziert wurde, stellt erstmals detaillierte landesweite Daten bereit.

Grund für die häufigeren schweren Krankheitsverläufe bei Parkinson-Erkrankten könnte nach RUB-Angaben sein, dass Patientinnen und Patienten mit dieser Diagnose häufig auch viele Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf aufweisen.

Das Forscherteam der RUB hat für die Studie Daten zu Parkinson-Behandlungen in 1.468 Krankenhäusern analysiert.

Einer der Autoren der Studie, Lars Tönges aus dem RUB-Klinikum St. Josef Hospital, sagte:

„Parkinson-Patienten sind durch die Gebrechlichkeit, die mit dem Alter und fortgeschrittenen Krankheitsstadien zunimmt, möglicherweise einem besonderen Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf ausgesetzt.“

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Die Lungenfunktion könne durch häufige Begleiterkrankungen und eine Parkinson-assoziierte Atemmuskelschwäche beeinträchtigt sein. Außerdem machten Schluckstörungen anfälliger für Lungenentzündungen.

Die Parkinson-Erkrankung

Die Morbus Parkinson ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie führt zu einer Einschränkung von Beweglichkeit, Feinmotorik, Balance und Gangfunktionen. Auch Depressionen, Schlafstörungen oder Gedächtnisprobleme können mit der Erkrankung in Zusammenhang stehen.

Parkinson betrifft v. a. Menschen in der zweiten Lebenshälfte und kommt verstärkt bei Männern vor. Viele von Parkinson Betroffene haben Begleiterkrankungen wie eine koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen – bedeutende Risikofaktoren für einen schweren Verlauf von COVID-19.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Impfung_AstraZeneca, COVID-19

AstraZeneca-Impfung für Thrombosepatienten über 60 Jahren geeignet

Corona-Impfung_AstraZeneca

Getty Images/Steve Debenport

20.05.2021 – Viele Menschen sind verunsichert, ob eine AstraZeneca-Impfung gegen das Corona-Virus auch für über 60-jährige Thrombosepatientinnen und -patienten geeignet ist.

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hat in dieser Woche darauf verwiesen, dass Patientengruppen ab 60 Jahren, für die kein erhöhtes Risiko von Hirnvenenthrombosen besteht, die COVID-19-Impfung mit AstraZeneca annehmen können.

AstraZeneca nicht mit einem erhöhten Gesamtrisiko für Blutgerinnungsstörungen verbunden

Thrombosen als Komplikation nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff entstünden anders als z. B. klassische Beinvenenthrombosen. Bei der Impfkomplikation mit AstraZeneca spielten Immunreaktionen gegen Blutplättchen eine Rolle, die ansonsten bei der typischen Beinvenenthrombose nicht vorkämen.

Thrombosen in der Krankenvorgeschichte seien nicht als Risikofaktor für das Auftreten der Hirnvenenthrombosen nach der Impfung mit AstraZeneca nachgewiesen worden, so die UPD weiter. Viele Personen höheren Alters seien trotz Gerinnungsstörungen geimpft worden und hätten die Impfung gut vertragen. Der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca sei somit nicht mit einem erhöhten Gesamtrisiko für Blutgerinnungsstörungen verbunden.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Impfkomplikation Thrombose

Eine sehr seltene, aber schwere Impfkomplikation des AstraZeneca-Impfstoffs sind besondere Formen von Thrombosen (z. B. Thrombosen der Hirnvenen) in Zusammenhang mit einer Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie). Diese Komplikation ist so selten, dass sie erst nach Millionen Impfungen auffiel.

Als Reaktion auf die neuen Erkenntnisse wurden in Deutschland die Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff vorübergehend pausiert und die Impfempfehlungen angepasst.

Die sehr seltene Nebenwirkung trat vorrangig bei Frauen unter 55 Jahren auf. Bei Personen über 60 Jahren wurde kein vermehrtes Auftreten der Hirnvenenthrombosen beobachtet.

Aus diesem Grund empfiehlt in Deutschland auch die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff im Regelfall für Personen ab einem Alter von 60 Jahren.

 

Hinweis: Die Aussagen beziehen sich auf den fachlichen Stand, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gilt. Der Beitrag wird nicht aktualisiert.

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Leitlinie, ambulante Pflege

Leitlinie: Das können Angehörige von ambulanten Pflegediensten während Corona erwarten

Leitlinie, ambulante Pflege

Getty Images/supersizer

06.05.2021 – Die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) hat eine Leitlinie für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen veröffentlicht. In gut verständlicher Sprache bietet sie betreffenden Personen eine Grundlage, um sich auf das Gespräch und die Zusammenarbeit mit dem ambulanten Pflegedienst vorzubereiten.

In tabellarischer Form informiert die 2-seitige Leitlinie, was Pflegebedürftige und Angehörige von ambulanten Pflegediensten im Umgang mit der COVID-19-Pandemie erwarten können.

So sollten etwa alle Besucherinnen und Besucher sowie die Mitarbeitenden des Pflegedienstes immer FFP2-Masken tragen. Das gelte auch für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige, wenn ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Zudem sollte jede Person, die die Wohnung betritt, sich die Hände waschen.

DGP-Wissenschaftler Thomas Fischer erläutert:

“Es ist uns ein Anliegen, pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen in ihrer Selbstbestimmung zu stärken.”

Klar verständliche Informationen über professionelle pflegerische Leistungen seien dafür eine wichtige Grundlage.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Die Leitlinie fasst neben aktuellen Informationen zum Tragen einer FFP-2-Maske z. B. auch zusammen, wie ambulante Pflegedienste bei der Organisation der Schutzimpfung für Pflegebedürftige unterstützen können.

Die Leitlinie für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen basiert auf der Version für professionell Pflegende: S1-Leitlinie „Häusliche Versorgung, soziale Teilhabe und Lebensqualität bei Menschen mit Pflegebedarf im Kontext ambulanter Pflege unter den Bedingungen der COVID19-Pandemie – Living Guideline“.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Tipps-Corona

Mit diesen 5 Tipps besser durch die Corona-Krise kommen

Tipps-Corona

Getty Images/Alistair Berg

20.04.2021 – Vielen Menschen setzt die aktuelle Corona-Krise mental stark zu. Ausgangsbeschränkungen, Abstandsregelungen, Maskenpflicht, Zukunftsangst, die Pflege von Angehörigen – das alles kann sehr belastend sein.

So stärken Sie Geist und Körper

Mit diesen einfachen, aber effektiven Tipps können Sie Ihre psychische Gesundheit stärken:

Routinen schaffen

Feste Tagesstrukturen geben Halt und der Ausnahmesituation etwas Normalität. Gestalten Sie Ihren Tag mit festen Zeiten und Ritualen.

Digitale Kontaktpflege

Rufen Sie Freunde und Familienangehörige an, die Sie jetzt nicht treffen können, oder nutzen Sie Online-Dienste, Messenger oder Apps, um in Kontakt zu bleiben. Auch ein Spieleabend mit Freunden ist z. B. über Skype möglich. Vielleicht können Sie auch alte Freundschaften so wiederaufleben lassen. Es gab selten einen besseren Grund, um zu fragen, wie es jemandem geht.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Neue Hobbies zulegen

Vielleicht ist jetzt die perfekte Gelegenheit für ein neues Hobby und Dinge, die man schon immer einmal ausprobieren wollte: z. B. ein Instrument oder eine andere Sprache lernen, stricken, mehr lesen oder neue Rezepte nachkochen. Auch aufräumen oder ausmisten kann befreiend sein und ein gutes Gefühl schaffen.

Fit bleiben

Bewegung und Sport helfen, den inneren Glückshormonhaushalt in Balance zu halten. Dabei muss es kein intensives Work-out sein. Ein ausgiebiger Spaziergang jeden Tag oder moderate Mobilitätsübungen wie beim Yoga helfen, sich wieder wohler in der eigenen Haut zu fühlen. Im Internet finden sich viele gute und meist kostenfreie Mitmachangebote für verschiedenste Übungen.

Professionelle Hilfe holen

Manchmal sind die psychischen Belastungen einfach zu groß. Dann können psychologische Unterstützungsangebote hilfreich sein. Eine kleine Auswahl kostenfreier Angebote:

„Stark durch die Krise“: Die Initiative von Allianz und HelloBetter bietet ein kostenloses psychologisches Corona-Training und eine kostenlose psychologische Hilfe-Hotline. Das Angebot wurde vom Weltwirtschaftsforum als eine der weltweit herausragendsten Innovationen bei der Auseinandersetzung mit den Folgen der Corona-Pandemie ausgewählt.

Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 – in Verantwortung der Evangelischen und der katholischen Kirche.

„Nummer gegen Kummer“ speziell für Kinder und Jugendliche: 116 111 – gefördert vom Bundesfamilienministerium.

„Silbertelefon“-Hotline für Menschen über 60: 0800 4 70 80 90 – initiiert vom Verein Silbernetz, der Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband ist.

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Pflegebegutachtung

Pflegebegutachtung: Einheitliche Maßgaben für Hausbesuch beschlossen

Pflegebegutachtung

Getty Images/Marko Geber

13.04.2021 – Der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbands (MDS) hat bundesweit einheitliche Maßgaben für die Pflegebegutachtungen während der COVID-19-Pandemie beschlossen. In diesen ist geregelt, unter welchen Schutz- und Hygienemaßnahmen die persönliche Pflegebegutachtung erfolgt und in welchen Ausnahmefällen darauf verzichtet werden kann.

Der scheidende MDS-Geschäftsführer Peter Pick sagte Ende März:

“Der persönliche Hausbesuch ist und bleibt das beste Verfahren in der Begutachtung. Die Medizinischen Dienste halten strenge Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen ein, um den Infektionsschutz der besonders verletzlichen pflegebedürftigen Menschen sicherzustellen. Dazu gehören regelmäßige Testungen der Gutachterinnen und Gutachter, das Tragen von FFP2-Masken und das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln.”

In den Maßgaben seien zudem Fallkonstellationen beschrieben, in denen aus besonderen Gründen bei der Pflegebegutachtung auf die persönliche Befunderhebung im Wohnbereich des Versicherten verzichtet werden könne.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Hausbesuch entfällt nur in Ausnahmen

Dies sei nur dann möglich, wenn dies im Einzelfall zur Verhinderung eines besonders hohen Risikos einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus zwingend erforderlich ist. In diesen Ausnahmefällen könne die Pflegebegutachtung anhand vorliegender Unterlagen und als strukturiertes Telefoninterview erfolgen.

Strenge Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen

Die Maßgaben werden laut MDS mit umfassenden strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Die Medizinischen Dienste verfahren demnach nach einem auf die Pandemielage im jeweiligen Bundesland abgestimmten Hygienekonzept. Orientierung hierfür sei das auf Bundesebene erstellte, umfassende Hygienekonzept der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.