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Hitze und COVID-19: So schützen Sie sich und andere

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11.08.2020 – Derzeit treffen 2 Ausnahmesituation zusammen: die Corona-Pandemie und extreme Hitze. Besonders prekär: Von den Folgen des Hitzestresses, der starken UV-Strahlung und der hohen bodennahen Ozonbelastung sind v. a. ältere Menschen und chronisch Kranke betroffen. Damit überschneiden sich die Risikogruppen der Hitzewelle und der Corona-Pandemie. Betroffene Personen sind entsprechend anfälliger für die Auswirkungen von Hitze und COVID-19-Komplikationen.

Das Helmholtz Zentrum München, das Universitätsklinikum Heidelberg und die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) haben jetzt allgemeine Hinweise für diese derzeit besonders betroffenen Bevölkerungsgruppen zusammengestellt.

Dazu zählen u. a.:

  • Körper kühlen
    Duschen oder baden Sie kühl bis lauwarm. Alternativ können Sie z. B. kühle Packungen oder Wickel, feuchte Handtücher oder Schwämme, Fußbäder oder Kühlwesten zur Kühlung nutzen.
  • Trinken und Essen bei Hitze
    Trinken Sie regelmäßig Wasser, doch meiden Sie Alkohol und begrenzen Sie den Konsum von koffeinhaltigen Getränken.
    Essen Sie häufiger kleinere Portionen vorwiegend leichter Kost (wie frisches Gemüse, Salate und Obst).
  • Räume kühl halten
    Hängen Sie nasse Handtücher auf, um die Raumluft herunterzukühlen.
    Nutzen Sie die Nacht zur Abkühlung Ihrer Wohnung. Öffnen Sie nachts und frühmorgens alle Fenster und Fensterläden (wenn dies gefahrlos möglich ist). Lüften ist gleichzeitig eine Maßnahme, um das Infektionsrisiko mit COVID-19 in den Räumen zu senken.
  • Einsatz von Ventilatoren
    Ventilatoren können bei gleichzeitiger Hautbefeuchtung mit feuchten Tüchern oder Sprühflaschen bei Temperaturen unter 38° C Linderung verschaffen; bei höheren Temperaturen und gleichzeitiger hoher Luftfeuchtigkeit ist der Effekt geringer.
    Am besten platzieren Sie den Ventilator in einiger Entfernung und richten ihn nicht direkt auf Personen.
    Da der Gebrauch von Ventilatoren durch Verwirbelung der Innenraumluft das COVID-19-Infektionsrisiko möglicherweise erhöhen kann, sollten diese vor Eintreffen haushaltsfremder Personen (Besuch, Ärztin/Arzt oder Pflegefachperson) ausgeschaltet werden.
Wie unterscheide ich Hitzestress von einer möglichen COVID-19-Erkrankung?

Beides, Hitzestress und eine COVID-19-Erkrankung, können eine erhöhte Körpertemperatur zur Folge haben.

Achten Sie darauf, Hyperthermie nicht mit Fieber zu verwechseln. Ruhen Sie sich – oder eine betroffene Person – im Zweifelsfall mindestens 30 Minuten lang in einer kühlen Umgebung aus und trinken Sie Wasser, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Vermeiden Sie zuckerhaltige, alkoholische und koffeinhaltige Getränke.

Wenn die Körpertemperatur hoch bleibt, handelt es sich wahrscheinlich um Fieber, und Sie sollten ärztliches Fachpersonal konsultieren.

Wenn die Körpertemperatur sinkt, Sie sich nach einer Ruhepause in kühler Umgebung besser fühlen, und die Körpertemperatur nach der Ruhepause nicht wieder steigt, liegt wahrscheinlich Hitzestress vor.

 

  • Hitze und Medikamente
    Medikamente können durch hohe Temperaturen ihre Wirksamkeit verlieren. Es wird daher empfohlen, Ihre Medikamente bei maximal 25° C zu lagern.
  • Anzeichen von Unwohlsein
    Bitten Sie um Hilfe, wenn sie plötzlich Beschwerden wie Schwindel, Schwäche, Angst, Durst, oder Kopfschmerz bekommen. Gehen Sie so schnell wie möglich ins Kühle, kühlen Sie Arme und Füße (z. B. Wadenwickel) und messen Sie Ihre Körpertemperatur (möglichst rektal). Trinken Sie etwas Wasser, Fruchtsaft oder klare Brühe, um Flüssigkeitsmangel auszugleichen. Kontaktieren Sie einen Arzt, wenn die Symptome anhalten.
    Wenn Sie schmerzhafte Muskelkrämpfe haben, ruhen Sie sich so schnell wie möglich an einem kühlen Ort aus und trinken Sie ein elektrolythaltiges Getränk. Suchen Sie Hilfe, wenn die Hitzekrämpfe länger als eine Stunde anhalten.
    Rufen Sie sofort einen Arzt oder einen Krankenwagen (wählen Sie 112), wenn jemand heiße, trockene Haut hat, Krämpfe aufweist und Bewusstseinsveränderungen (Delirium) zeigt oder bewusstlos ist.
Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Coronavirus

Corona-Virus: Neueste Entwicklungen sind besorgniserregend

Coronavirus

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30.07.2020 – Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor einem flächendeckenden Corona-Ausbruch gewarnt: In den vergangenen 2 Wochen seien die Zahlen deutschlandweit besorgniserregend gestiegen.

„Wir sind mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstag. „Die neuen Entwicklungen machen mir große Sorgen“, so Wieler weiter. Man wisse nicht, ob dies der Beginn einer zweiten Welle sei. Er könne es aber sein.

Wir hätten es geschafft, die Fallzahlen über mehrere Wochen stabil zu halten, bei 300 bis 500 Fälle täglich. Auch die Zahl der Todesfälle sei gesunken. Wieler spricht von einem großen Erfolg, der zeigt, „dass wir das Virus eindämmen können“. Aber das gelinge nur, wenn wir uns an die AHA-Regeln halten. AHA steht für: Abstand, Hygiene, Atemschutz.

AHA-Regeln

Abstand halten
Achten Sie auf einen Mindestabstand von mindestens 1.5 Meter zu anderen Personen.

Hygiene beachten
Befolgen Sie die Hygieneregelen in Bezug auf Niesen, Husten und Händewäschen.

Alltagsmaske trage
Tragen Sie eine Alltagsmaske bzw. Mund-Nasen-Bedeckung dort, wo es vorgeschrieben ist. Bleiben Sie informiert über die aktuellen Bestimmungen.

Beachten: Ein selbst hergestellter Mund-Nase-Schutz, etwa aus dem Stoff eines T-Shirts, benötigt mind. 2 Schichten, besser noch 3 Schichten, um die Ausbreitung von Virus-Tröpfchen aus Nase und Mund zu verhindern.

–> Weitere Informationen zum Infektionsschutz

 

Das bedeutet, mind. 1,5 Meter Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu beachten und eine Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Situationen zu tragen, insbesondere, wenn es nicht möglich ist, den Mindestabstand einzuhalten. Wieler weist darauf hin, dass der Mund-Nasen-Schutz richtig getragen werden soll, also auch über der Nase. Zusätzlich sollten Räume gut gelüftet werden.

Die Ansteckungen passierten demnach in vielen verschiedenen Umgebungen, bei Feiern, am Arbeitsplatz, in Gemeinschaftseinrichtungen, Pflegeheimen oder Kliniken. Zwar seien auch Reiserückkehrer dabei. Aber der größte Teil habe sich in Deutschland angesteckt.

„Die AHA-Regeln müssen über Monate der Standard sein“

Wieler warnt, dass wir uns nicht auf dem bisherigen Erfolg ausruhen dürfen: „Wir haben es in der Hand, wie sich die Pandemie in Deutschland weiter verbreiten wird.“

Wieler sagte, er sei optimistisch, dass eine zweite Welle verhindert werden könne, wenn sich alle an die AHA-Regeln hielten. „Die müssen über Monate der Standard sein“, betonte er.

–> Auch hier finden Sie noch einmal Hygienetipps und Wissenswertes zum Corona-Virus im Überblick.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Haeusliche Pflege

Studie: Lage in der häuslichen Pflege während Pandemie weiter zugespitzt

Haeusliche Pflege

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23.07.2020 – Die Pflegesituation zu Hause versorgter älterer Menschen hat sich während der Corona-Krise verschlechtert. Davon betroffen seien sowohl die Pflegebedürftigen als auch deren pflegende Angehörige. Das geht aus einer neuen Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hervor.

Einsamkeit und depressive Verstimmungen

Demnach berichtete fast die Hälfte der befragten Personen, dass sich die Pandemie negativ auf den Gesundheitszustand der Pflegebedürftigen ausgewirkt habe. Darüber hinaus stellten fast 75 % fest, dass Einsamkeit und/ oder depressive Verstimmungen bei der pflegebedürftigen Person zugenommen hätten. 85 % der Befragten gaben an, dass Pflegebedürftige weniger Besuche von Verwandten oder Bekannten erhalten hätten. Zudem hätten pflegende Angehörige beinahe zur Hälfte den Kontakt zu ihrer pflegebedürftigen Person eingeschränkt.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Überlastung und Verschlechterung der Beziehung

Ein weiteres Ergebnis der Erhebung: Mehr als die Hälfte der befragten Angehörigen sagte, dass die Pflege derzeit belastender sei als vor dem Corona-Ausbruch. Eine Überforderung mit der aktuellen Situation gaben 38 % an. Außerdem habe sich die Beziehung zwischen der pflegebedürftigen Person und pflegenden Angehörigen verschlechtert. Dies berichteten drei Viertel. Bei einem Drittel seien häufiger Konflikte aufgetreten.

Auswirkungen auf Gewalt in der häuslichen Pflege

Dies alles könnte den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zufolge auch Auswirkungen auf Gewalt in der häuslichen Pflege haben. „Die Zunahme von Belastungen unter Covid-19 ist entsprechend beunruhigend. Im Gegensatz zur Thematisierung der möglichen Auswirkungen der Covid-19-Krise auf Gewalt gegenüber Kindern und Frauen, bleibt dieses Thema bezüglich der Altenpopulation allerdings bisher unberücksichtigt“, verdeutlicht Studienleiter Vincent Horn.

Für die Erhebung wurden 330 pflegende Angehörige online befragt und ergänzend qualitative Interviews durchgeführt.

 

Dass die Corona-Pandemie die häusliche Pflege zusätzlich belastet, zu diesem Ergebnis kam jüngst auch eine Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege und der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

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Johanna Kristen ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Ansteckungsgefahr

Corona: Die größte Gefahr lauert im eigenen Haushalt

Corona-Ansteckungsgefahr

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23.06.2020 – Das Risiko, das Coronavirus an andere weiterzugeben oder sich selbst damit anzustecken, ist je nach Situation unterschiedlich groß. Wissenschaftler einer Studie aus China haben z. B. 2.147 enge Kontakte von 157 Corona-Infizierten untersucht, wie u a. der Spiegel berichtet hat. Daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen, in welchen Situationen es zu einer Ansteckung bzw. Übertragung des Virus gekommen ist.

Laut der Studien bergen v. a. andauernde, enge Kontakte mit Infizierten und das Zusammentreffen in geschlossenen Räumen – also auch den eigenen 4 Wänden – ein hohes Ansteckungsrisiko.

Und: Ist ein Familienmitglied infiziert, ist das Risiko, die anderen Familienmitglieder anzustecken, besonders hoch.

Den Ehepartner erwischt es am häufigsten 

Am größten ist das Ansteckungsrisiko für Menschen, die mit einem Infizierten befreundet sind oder gar im selben Haushalt leben. Je enger der körperliche Kontakt, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Virusübertragung. Innerhalb einer Familie soll es am häufigsten den Ehepartner erwischen – und zwar deutlich häufiger als alle anderen Familienmitglieder.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Ältere Menschen infizieren sich schneller

Auch eine andere Studie aus China, über die das Ärzteblatt berichtete, ergab, dass das Ansteckungsrisiko mit SARS-CoV-2 innerhalb eines Hauses und im Haushalt besonders hoch ist. Die meisten Infektionen treten demnach besonders während der Inkubationszeit auf, wobei sich ältere Menschen öfter anstecken.

Am meisten gefährdet waren ältere Personen. Für Haushaltsmitglieder im Alter ab 60 Jahren ermittelte das Wissenschaftsteam eine Infektionsrate von 28 %, bei jüngeren Mitgliedern betrug sie 18,4 % und bei Kindern und Jugendlichen bis 20 Jahre nur 6,4 %.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Schutzmaßnahmen

Experte warnt vor weiteren Lockerungen

Corona-Schutzmaßnahmen

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18.06.2020 – Apotheker Thomas Preis warnt aktuell vor weiteren Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen. Preis ist Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein, jahrelanger Arzneimittel- und Gesundheitsexperte des Fachmagazins „Angehörige pflegen“ sowie Mitglied im Corona-Expertenteam des Kölner Stadtanzeigers.

Seine Bedenken: „Solange wir keinen Impfstoff haben und weder neue Erkenntnisse zur Immunität der Bevölkerung noch zu einer Abschwächung des Coronavirus vorliegen, ist dringend zu raten, weiterhin die Maskenpflicht aufrechtzuerhalten und den Mindestabstand einzuhalten.“

In immer kürzeren Zeitabständen erfolgten Lockerungen der ursprünglich vereinbarten Schutzmaßnahmen, etwa in Nordrhein-Westfalen (NRW). Insbesondere an der nachweislich sehr erfolgreichen Einführung der Maskenpflicht müsse aber weiterhin festgehalten werden.

Preis plädiert daher schon jetzt dafür, dass die in NRW bis 29. Juni geltende verlängerte Maskenpflicht auch darüber hinaus beibehalten wird.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

„Wir sind heute noch nicht sicher, ob wir in der zweiten Jahreshälfte mit einer zweiten, vielleicht noch heftigeren, Infektionswelle rechnen müssen. Da wäre es schlecht, nachweislich wirksame Maßnahmen, die jetzt von den Menschen gut angenommen werden – wie Abstand zu halten und Mund-Nasen-Schutz zu tragen –, wieder für nur kurze Zeit abzuschaffen“, so Preis. „Was man einmal gelernt und akzeptiert hat, sollte jetzt erst einmal beibehalten werden.“ Das habe am Ende auch etwas mit Glaubwürdigkeit und Akzeptanz zu tun.

Die wichtigsten Verhaltensregeln gegen das Coronavirus auf einen Blick:
  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen
  • Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der Begegnung mit anderen Personen
  • Mindestens 1,5 Meter Abstand halten zu anderen Personen
  • Niesen oder husten in die Armbeuge oder ein Taschentuch

Einen wichtigen Baustein, um das Coronavirus zu beherrschen, bilde die „Corona-Warn-App“ der Bundesregierung. „Die Warn-App hilft dabei festzustellen, ob wir in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckrisiko entstehen kann“, so der Apotheker. Gerade im Hinblick auf eine nicht auszuschließende zweite Infektionswelle ließen sich mit Unterstützung der App Infektionsketten gezielt nachvollziehen und schneller unterbrechen.

Dieses Angebot der Bundesregierung ist freiwillig und kostenlos.

Zur Corona-Warn-App im App-Store

Zur Corona-Warn-App im Google-Play-Store

 

 

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Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Demenz

Demenz: Betroffenen helfen, die Corona-Situation zu verstehen

Demenz

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4.06.2020Demenzpatientinnen und -patienten fällt es häufig schwer, die derzeitige Situation der Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen zu verstehen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) hat auf ihrer Webseite Antworten auf häufige Fragen zum Coronavirus im Zusammenhang mit Demenz zusammengestellt. 

Einfache Worte wählen und Sicherheit geben

„Die Nachrichten im Fernsehen und Radio, der veränderte Tagesablauf – auch wenn jemand nicht versteht, worum es dabei geht, wird er verunsichert sein und vielleicht immer wieder nachfragen“, so die DAlzG. Sie empfiehlt deshalb, Betroffenen die Situation mit einfachen Worten zu erläutern. Besonders zu beachten sei dabei, Demenzerkrankten das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln und ihnen zu versichern, weiter für sie da zu sein und sie nicht allein zu lassen.

Gewohnte Abläufe beibehalten

Zur Gestaltung des Alltags zu Hause rät die DAlzG, soweit wie möglich Routinen aufrechtzuerhalten. Denn diese plötzlich zu ändern, könne die Betroffenen verängstigen. „Versuchen Sie daher, den Tag wie bisher zu strukturieren, auch wenn bestimmte Dinge wie der Besuch der Gymnastikgruppe, der Betreuungsgruppe oder des Cafés derzeit nicht möglich sind. Stattdessen können Sie vielleicht gemeinsam eine Runde sportlicher Aktivität in der Wohnung einführen.“

 

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Beschäftigung zu Hause mit Spielen und Musik

In den vier Wänden könne man sich auch mit Spielen und Musik beschäftigen: „Je nach Fähigkeiten und Interessen können Sie gemeinsam Gesellschaftsspiele spielen, Kreuzworträtsel lösen, gemeinsam singen oder Musik im Radio oder Fernsehen anhören“, so die DAlzG. Zudem könne das Internet genutzt werden, um z. B. virtuelle Rundgänge durch Museen zu unternehmen.

Bewegung an der frischen Luft

Aber auch Spaziergänge an der frischen Luft – eher morgens als nachmittags, um so den Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern besser einhalten zu können – seien eine Möglichkeit, die gemeinsame Zeit zu gestalten.

 

Weiterführende Informationen

 

Über die Autorin

Johanna Kristen ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Prämie_pflegende_Angehörige

500 Euro Prämie für pflegende Angehörige in Mecklenburg-Vorpommern

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28.05.2020 – Pflegende Angehörige in Mecklenburg-Vorpommern sollen wegen der besonderen Belastungen während der Corona-Krise eine Prämie von 500 Euro erhalten. Dies gelte für Privatpersonen, die Angehörige pflegen oder Menschen mit Behinderung betreuen, teilte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Dienstag in Schwerin mit.

„Wir wollen damit die Leistungen und das Engagement von pflegenden Angehörigen würdigen. Sie sind eine unverzichtbare Stütze unseres Pflegesystems. Das wird in der Corona-Krise besonders deutlich“, sagte Drese weiter.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Aufgrund der Schließungen von Tagespflegen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung hätten pflegende Angehörige vielfach die Pflege in der Häuslichkeit komplett übernommen. Dabei komme es zu finanziellen Belastungen.

Den Angaben der Ministerin zufolge ist die Prämie eine Einmalzahlung, die das Bundesland übernimmt. Dafür sollen insgesamt 1,4 Mio. Euro aus dem Sozialfonds des Landes zur Verfügung gestellt werden. Diese Prämie können laut Sozialministerium Privatpersonen erhalten, die ihren Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern haben und eine pflegebedürftige Person betreuen, der mindestens Pflegegrad 1 anerkannt wurde. Wer einen Menschen mit Behinderung betreue, könne die Prämie ebenfalls erhalten.

Drese: „Die Prämie kann natürlich kein finanzieller Ausgleich sein. Sie ist eine Anerkennungsleistung für pflegende Angehörige. Das ist mir ein besonderes Anliegen.“

–> Zum Antragsformular (unter Punkt „Säule 6.2 – Anerkennungsprämien für Angehörige von Menschen mit Behinderung und pflegebedürftiger Personen“)

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

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Corona: Tipps zur Entlastung für pflegende Angehörige

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28.04.2020 – Die aktuelle Corona-Pandemie ist für pflegende Angehörige besonders herausfordernd. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat nun auf einer Website aktuelle Informationen und Tipps zum Schutz vor dem Coronavirus und zur Entlastung zusammengestellt.

Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Vor allem berufstätige Angehörigen stünden häufig vor dem Problem, die Pflege und den Beruf miteinander zu vereinbaren. Die ZQP-Pflegeexpertin Daniela Sulmann rät den Betroffenen, mit ihrem Arbeitgeber darüber zu sprechen, wie die häusliche Pflege ermöglicht werden könne – z. B. mithilfe von Homeoffice, Überstundenabbau, flexiblen Arbeitszeiten oder Freistellung. „Es gibt auch gesetzliche Ansprüche, etwa auf kurzzeitige Freistellung für 10 Arbeitstage, um die Pflege sicherzustellen. Dazu können die Pflegekasse, die private Pflegeversicherung oder das Pflegetelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beraten“, sagt die Fachfrau.

 

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Hilfen annehmen und für Entlastung sorgen

Generell sollten pflegende Angehörige darauf achten, sich zu entlasten und dazu etwa Lieferdienste in Anspruch nehmen oder Nachbarn bitten, bei Einkäufen zu unterstützen. Zudem könnten Arzneimittelverordnungen und Medikamente postalisch zugestellt werden. Auch könnte mit der Hausärztin oder dem Hausarzt besprochen werden, ob Medikamente über einen längeren Zeitraum verschrieben werden könnten.

Auf Hygiene achten und Abstand halten

Das ZQP rät darüber hinaus, die zurzeit allgemeinen Regeln genau zu beachten. Dazu gehörten bspw. eine penible Händehygiene (mit Seife und für mind. 20 s) sowie die Einhaltung der Nies- und Hustenetikette und des Abstands zu anderen Personen von mindestens 1,5 m. Diesen sollten Angehörige auch im Umgang mit ihren Pflegebedürftigen beachten. Auch wenn es schwer falle, sollte auf Umarmungen oder Küsse verzichtet werden. Bei der Körperpflege sei es sinnvoll, zum Schutz der pflegebedürftigen Person eine Mund-Nasen-Bedeckung oder einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz anzulegen.

„Wenn pflegende Angehörige Symptome einer Atemwegserkrankung oder Fieber bei sich selbst wahrnehmen, sollten sie sofort das weitere Vorgehen mit ihrem Hausarzt oder ihrer Hausärztin telefonisch besprechen“, so Sulmann. Für den Fall, dass man selbst ausfalle, sei es wichtig, einen Plan zu haben.

 

Die aktuelle Corona-Pandemie kann zu Ängsten und seelischen Belastungen führen. Lesen Sie, wie Sie die Zeit der Isolation und der eingeschränkten Kontakte möglichst gut bewältigen können.

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Vorsorgevollmacht

Mehr Vollmachten im Zentralen Vorsorgeregister hinterlegt

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22.04.2020 – Die Zahl der im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer hinterlegten Vorsorgevollmachten hat sich in den vergangenen Monaten leicht erhöht. Das hat das Deutsche Ärzteblatt berichtet und bezieht sich dabei auf den Pressesprecher der Bundesnotarkammer Martin Thelen. So seien im März 41.141 neue Vorsorgevollmachten in dem Register verzeichnet worden, wobei nicht alle auch eine Patientenverfügung enthielten. In den Vormonaten Februar und Januar seien es noch 37.600 bzw. 36.500 gewesen.

Das Zentrale Vorsorgeregister 

Im Zentralen Vorsorgeregister, das unter staatlicher Aufsicht des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz steht, können Bürgerinnen und Bürger Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen und Betreuungsverfügungen registrieren. Seit 2005 sei hiervon mehr als 4 Mio. Mal Gebraucht gemacht worden, heißt es auf der Webseite des Vorsorgeregisters.

Mai-Ausgabe „Angehörige pflegen“ zum Thema Vorsorge

Wie wichtig Vorsorge ist, um für den Ernstfall gut vorbereitet zu sein und seine Angehörigen zu entlasten, erfahren Sie in der Mai-Ausgabe des Magazins „Angehörige pflegen“. Die Ausgabe erscheint am 15. Mai. Lesen Sie darin u. a., auf was Sie bei den unterschiedlichen Vorsorgedokumenten wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung achten sollten und wie wichtig es ist, frühzeitig über persönliche Wünsche mit den Angehörigen zu sprechen.

 

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Kochen

Kochtipps für die Corona-Zeit

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01.04.2020 Kochen und Essen können in der Corona-Krise sowohl für Ablenkung als auch Routine sorgen. Beides schaffe etwas Abstand zu den aktuellen Ereignissen und biete Raum, um für sich selbst zu sorgen, so der Food und Health Coach Nadine Hüttenrauch.

Gemeinsam kochen und Kinder einbinden

Wenn man z. B. als Familie zu Hause bleiben müsse, könnten Kinder beim Kochen gut einbezogen werden und dabei gleichzeitig etwas lernen. Es könnten bspw. neue Rezepte ausprobiert und sich Zeit für die gemeinsame Zubereitung genommen werden, so die Kochbuchautorin.  

 

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Größere Mengen vorbereiten und Teile einfrieren

Für Koch-Einsteiger eigneten sich z. B. einfache Gerichte wie Suppen oder Pfannenmahlzeiten, aber auch One-Pot-Speisen, die in einem einzigen Topf zubereitet werden – wie Eintöpfe oder Reisgerichte. Die Ernährungsberaterin empfiehlt zudem, gleich in größeren Mengen zu kochen, um mehrere Tage davon etwas zu haben oder einen Teil einzufrieren. Auch Ofen-Gerichte seien ohne großen Aufwand zubereitet. Mit einem Mehr an Gemüse könnten Nudelgerichte gesünder gestaltet werden.

 

Bewegungstipps

Neben ausgewogener Ernährung ist in Zeiten der Corona-Isolation auch Bewegung zu Hause wichtig. Lesen Sie, was eine Sportwissenschaftlerin und ein Sportwissenschaftler jetzt empfehlen.

 

Über die Autorin

Johanna Kristen ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.