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VdK-Präsidentin Verena Bentele

VdK-Präsidentin kritisiert Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen

VdK-Präsidentin Verena Bentele

VdK / Susie Knoll

31.03.2022 – Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, hat das Wegfallen der Corona-Schutzmaßnahmen kritisiert. Dies gefährde Risikogruppen, so Bentele in einer kürzlich veröffentlichten Stellungnahme.

Zum 20. März sind bundesweit alle tiefgreifenden Corona-Maßnahmen ausgelaufen. Am kommenden Wochenende läuft nun auch die Übergangsfrist aus, zu der die Länder die bisherigen Regeln noch verlängern konnten.

Damit entfallen die 2- und 3G-Regelung. Das überarbeitete Infektionsschutzgesetz sehe dann eine Maskenpflicht nur noch vor in Pflegeheimen, Kliniken, im Nah- und Fernverkehr sowie Testpflichten in Pflegeheimen und Schulen.

Weitergehende Beschränkungen könnten nur noch verhängt werden, wenn das Landesparlament für Hotspots eine kritische Lage feststelle.

Erhöhtes Risiko für vulnerable Gruppen

Der VdK warnte eindringlich, dass ein Wegfall der Maskenpflicht in Geschäften oder in öffentlich zugänglichen Räumen die Gefahr einer Ansteckung für Risikogruppen wie Menschen mit Behinderung, einer chronischen Krankheit, aber auch altersbedingt Geschwächten erhöhe.

„Aufgrund der berechtigten Angst vor Ansteckung drohen sie wieder vom öffentlichen Leben ausgeschlossen zu werden“, merkte Bentele an.

In einer Pandemie seien v. a. Risikogruppen auf Maßnahmen mit breiter Wirkung angewiesen, denn der Selbstschutz erreiche schnell seine Grenzen, so Bentele weiter.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Deshalb fordere der VdK die Überprüfung der geplanten Lockerungen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, besonders im Hinblick auf die weiterhin hohen Inzidenzen.

Für verheerend hält der VdK auch, dass es ab Juni 2022 keine kostenlosen Schnelltests mehr geben soll. Das gilt für die Bürgertests, aber auch bei Verdacht auf eine Infektion.

Damit gebe die Bundesregierung ein entscheidendes Messinstrument in der Pandemie aus der Hand.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

VdK-Präsidentin Verena Bentele

VdK kritisiert mangelnde Corona-Maßnahmen für zu Hause Gepflegte

VdK-Präsidentin Verena Bentele

VdK / Susie Knoll

18.11.2021 – Der Sozialverband VdK kritisierte am Mittwoch, dass die Zuhause Gepflegten bei den Plänen der der Ampelkoalition für Maßnahmen im Kampf gegen Corona erneut vergessen wurden.

VdK-Präsidentin Verena Bentele äußerte sich deutlich und argumentierte, niemand in der Politik interessiere sich für den Schutz der Mehrheit der Pflegebedürftigen – nämlich der zu Hause Gepflegten und der Mio. von pflegenden Angehörigen.

„Sie haben weiterhin Zusatzkosten für Schutzkleidung, Desinfektionsmitteln, Einmalhandschuhen, Masken. Doch die erhöhte Pflegehilfsmittelpauschale wird nicht verlängert und läuft Ende des Jahres aus. Das ist ein Skandal.“

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Höhere finanzielle Belastung für zu Hause Gepflegte

Für Soldatinnen und Soldaten sowie Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte gebe es eine steuerfreie Corona-Prämie, Ärztinnen und Ärzte erhielten für jede Impfung statt 20 nun 28 Euro und über Pflegeeinrichtungen werde ein Millionenschutzschirm gespannt, so Bentele.

„Nur die zu Hause Gepflegten gehen mal wieder leer aus und müssen selbst um das Mindeste für den eigenen Gesundheitsschutz kämpfen.“

Dabei seien sie von den allgemeinen Preissteigerungen aktuell ohnehin besonders stark betroffen.

Das Gesundheitsministerium habe den zu Hause Gepflegten bereits die versprochene und seit Jahren notwendige Erhöhung des Pflegegelds und weitere Entlastungsleistungen in der Pflegereform im Juli gestrichen, kritisiert sie weiter.

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Impfung

Experten raten zu Booster-Impfungen für krebskranke Menschen und Herzpatienten

Impfung

GettyImages.de/bdspn

16.11.2021 – Expertinnen und Experten der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Herzstiftung/Deutschen Stiftung für Herzforschung raten zu einer dritten Impfung, der sog. Booster-Impfung, für Herzpatientinnen und Herzpatienten sowie krebskranke Menschen.

Wie die Deutsche Krebsgesellschaft am Montag mitteilte, wiesen Untersuchungen darauf hin, dass Menschen mit einer Krebserkrankung ein vergleichsweise höheres Risiko für sog. Durchbruchsinfektionen aufweisen.

„Das gilt insbesondere für Menschen mit Blutkrebs und für Krebskranke, die aktuell eine Krebstherapie erhalten, die das Immunsystem schwächt“, begründet der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), Michael Baumann, die Empfehlung.

Er rät dazu, mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt zu besprechen, ob und wann eine Booster-Impfung sinnvoll ist.

Impfung ist ein wichtiges Mittel zur Eindämmung von COVID-19

Die Deutsche Krebshilfe äußerte Sorge über den raschen und kontinuierlichen Anstieg der COVID-19-Inzidenzen und die zunehmende Belastung der Intensivstationen.

Der Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, Thomas Seufferlein, äußert sich am Montag:

„Der Hauptteil der Menschen, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen, gehört zur Gruppe der Nicht-Geimpften oder ist geimpft und hat eine oder mehrere Vorerkrankungen. Anders als im letzten Winter steht uns mittlerweile aber ein wirksames und sicheres Instrument zur Verfügung, um die vierte COVID-19-Welle einzudämmen – die COVID-19-Schutzimpfung.“

Ihm zufolge könnten auch Krebskranke, deren Impfschutz möglicherweise rascher abnimmt als bei Gesunden, durch eine Booster-Impfung das Risiko senken, bei einer Durchbruchsinfektion schwer zu erkranken.

Es sei daher umso wichtiger, dass Krebspatientinnen und -patienten bevorzugt die Möglichkeit zu einer Auffrischungsimpfung erhielten.

Zudem richtete die Krebshilfe einen Appell an bislang noch Ungeimpfte:

„Sie alle können die vierte COVID-19-Infektionswelle bremsen, indem Sie, soweit möglich, von ihrem Anspruch auf eine Impfung Gebrauch machen. Dadurch schützen Sie sich nicht nur selbst, sondern tragen auch zu einem besseren Schutz von Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen vor einem ernsten COVID-19-Verlauf und dem Tod bei.“

Herz-Kreislauf-Patienten ebenfalls besonders gefährdet

Auch die Deutsche Herzstiftung appellierte am Montag an ungeimpfte Herz-Kreislauf-Patientinnen und -Patienten wie auch an Gesunde, sich dringend gegen COVID-19 impfen zu lassen.

Wer bereits zweifach geimpft sei, sollte bei nachlassender Immunität seinen Schutz mit einer dritten Impfung unbedingt auffrischen.

„Für Patienten mit Herz- und Kreislauferkrankungen und Ältere ist der COVID-19-Impfschutz deshalb so wichtig, weil sie zum besonders gefährdeten Personenkreis mit einem höheren Risiko für schwere COVID-19-Krankheitsverläufe zählen: das sind insbesondere Patienten mit Herzschwäche, koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck und Diabetes“, so der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Thomas Voigtländer.

Die Deutsche Herzstiftung folge dabei den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, welche eine zusätzliche dritte Impfdosis für Personen mit stark geschwächtem Immunsystem oder nach Organtransplantation und für Personen mit unzureichender oder fehlender Immunantwort auf 2 Impfungen befürworte.

Das aktuelle Infektionsgeschehen zeige u. a. deutlich, dass es unter den Ungeimpften in allen Altersgruppen deutlich häufiger zu symptomatischen Corona-Neuinfektionen als bei den Geimpften komme.

Informationen zur Booster-Impfung für Herzpatientinnen und Herzpatienten finden Betroffene und Angehörige auf der Webseite der Deutschen Herzstiftung.

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Corona-Drittimpfung

Corona-Infektion: Für wen sich eine dritte Impfung lohnt

Corona-Drittimpfung

Getty Images/LEREXIS

02.09.2021 – Seit Mittwoch haben die bundesweiten Aktionen zur Auffrischungsimpfung gegen eine Corona-Infektion begonnen. Sie sind zunächst für besonders gefährdete Menschen gedacht, also v. a. für Über-80-Jährige, Pflegebedürftige und Vorerkrankte. Aber auch für Organtransplantierte, Krebspatientinnen und -patienten – besonders während der Therapie –, teilweise auch Dialysepatientinnen und -patienten sowie Betroffene mit Autoimmunerkrankungen ist nach Aussage des Professors für Immunologie am Leibnitz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund, Carsten Watzl, auf “Tagesschau online” eine Auffrischimpfung ratsam.

Ratsam für ber-80-Jährige, Pflegebedürftige und Vorerkrankte

Geimpft wird in stationären Pflegeeinrichtungen in Zusammenarbeit mit Hausärztinnen und -ärzten, über mobile Teams oder in Impfzentren.

Anlass für die erneute Impfung sind Studien aus Israel und Großbritannien, die darauf hinweisen, dass Impfungen mit BioNTech/Pfizer und AstraZeneca zwar gut vor schweren Verläufen schützen, der Schutz vor Infektionen aber zurückgeht, seit die Delta-Variante dominiert.

Für die Drittimpfung seien laut Watzl mRNA-Impfstoffe, etwa von BioNTech/Pfizer oder Moderna, besser geeignet als Vektorimpfstoffe, zu denen etwa das Vakzin von AstraZeneca gehört.

Denn Vektorimpfstoffe hätten etwas mehr Nebenwirkungen.

 

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Kreuzimpfungen verstärken Schutz

Watzl empfiehlt sog. Kreuzimpfungen: Personen, die mit Vektorimpfstoffen geimpft worden seien, könnten jetzt einen mRNA-Impfstoff wählen. Das werde den Schutz noch deutlich verstärken.

Die Immunreaktion werde mit jeder Impfung oder Infektion besser. Es bildeten sich Antikörper, die noch besser den Erreger erkennen können, erläuterte Watzl. Zudem bildeten sich mehr Gedächtniszellen, sodass der Schutz länger halte.

Watzl kann sich vorstellen, dass 3 Impfungen bald zum Standard werden könnten. Er würde dann die zweite Impfung nach 6-8 Wochen und die dritte Impfung nach weiteren 6-8 Monaten geben, um für einen größtmöglichen Schutz zu sorgen.

Noch keine offizielle Empfehlung für eine erneute Impfung

Die Ständige Impfkomission hat bisher allerdings noch keine Empfehlung für die dritte Impfung gegen das Corona-Virus gegeben.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor wenigen Tagen mitgeteilt:

“Aktuell werden international diverse Studien zu der Fragestellung durchgeführt, ob und gegebenenfalls in welchem Zeitabstand eine COVID-19-Auffrischimpfung notwendig sein wird.”

Da im Laufe des September noch relevante Daten für diese Fragestellung erwartet würden, werde sich die STIKO voraussichtlich nicht vor Ende September bzw. Anfang Oktober positionieren können, so das RKI.

Die Behörde weist auf verschiedene Faktoren hin, von denen eine Empfehlung abhänge, und nennt konkret die Dauer des Impfschutzes, die Wirkweise des Impfstoffs, mögliche Immunitätsentwicklungen gegen Impfstoffkomponenten oder die Wirksamkeit gegen neue Virusmutationen.

 

 

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Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Häusliche Pflege | Entlastung

Häusliche Pflege: Pflegebedürftige und Angehörige entlasten

Häusliche Pflege | Entlastung

Getty Images/FredFroese

26.08.2021 – Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat angesichts der laufenden vierten Welle der Corona-Pandemie an die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen erinnert. In der häuslichen Pflege dürften diese Personen nicht alleingelassen werden. Fehler der vergangenen Monate dürften sich jetzt nicht wiederholen.

“Pflegende Angehörige waren durch die Reduzierung und Schließung von Betreuungsangeboten häufig auf sich allein gestellt und mussten in der Pandemie ohne professionelle Unterstützung große Herausforderungen meistern.”

Jetzt müssten die richtigen Schlüsse gezogen werden. In einem 3-seitigen Positionspapier fasst der Pflegebevollmächtigte deshalb Maßnahmen zusammen, die seiner Auffassung nach, Pflegebedürftige und Angehörige entlasten. Denn diese müssten nicht nur mit ihrer Schutzbedürftigkeit, sondern v. a. mit ihren Bedürfnissen in den Fokus genommen werden.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

So sollten z. B. für Betroffene und pflegende Angehörige Tagespflege, Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege so weit wie möglich verfügbar bleiben.

Einfacher, schneller Zugang zum Impfen

Wichtigster Baustein in der Pandemie bleibe für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige das Impfen, betonte Westerfellhaus. Derzeit würden Vorkehrungen für notwendige Auffrischungsimpfungen getroffen. Insbesondere für die genannte Personengruppe müsse der Zugang zu Impfungen so leicht wie möglich sein – in der häuslichen Pflege etwa über mobile Impfteams.

Westerfellhaus:

“Unabhängig von einer Pandemie ist erste und wichtigste Aufgabe aller Beteiligten, Selbstbestimmung, Teilhabe und Würde in der stationären und in der häuslichen Pflege zu verwirklichen. Daran müssen sich Politik, Kostenträger und Leistungserbringer jetzt und auch in Zukunft messen lassen.”

 

 

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Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Impfung_AstraZeneca, COVID-19

COVID-19: Auffrischungsimpfung für Pflegebedürftige und Senioren ab September

Corona-Impfung_AstraZeneca

Getty Images/Steve Debenport

05.08.2021 – Pflegebedürftige haben ab September die Möglichkeit, sich ein drittes Mal gegen COVID-19 impfen zu lassen. Das hat die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) Anfang August beschlossen. Die Zusatzimpfung ist auch für weitere Personengruppen vorgesehen.

Der Beschluss sieht eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff für vulnerable Personengruppen vor. Als Grund für die sogenannte Booster-Impfung nannte die GMK die Annahme, dass bei älteren und immungeschwächten Menschen die Immunantwort nach der Impfung schneller nachlässt.

Einen Anspruch auf die Auffrischungsimpfung haben laut Beschluss:

  • Pflegebedürftige in Heimen oder der eigenen Häuslichkeit
  • Immungeschwächte Personen
  • Höchstbetagte ab 80 Jahren
  • Personen, die den ersten Impfschutz mit Vektor-Impfstoffen erhalten haben.

Zu beachten sei, dass die Auffrischungsimpfung erst mindestens 6 Monate nach der letzten Impfung verabreicht werden kann, heißt es weiter. Die Impfungen sollen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie von mobilen Impfteams verabreicht werden.

Verbund Pflegehilfe sieht Auffrischungsimpfung positiv

Der Verbund Pflegehilfe sehe die frühzeitige Reaktion auf aktuelle Studien, die das Nachlassen einer Immunantwort bei älteren und immunschwächeren Menschen nahelegen, als sehr positiv.

Johannes Haas, Geschäftsführer des Verbunds, sagt:

„Es ist ein großer Fortschritt, dass in diesem Beschluss auch die Pflege zu Hause endlich Beachtung findet.”

Der Verbund kritisiert, dass Menschen, die im häuslichen Umfeld gepflegt werden, niedriger priorisiert und bei der Kommunikation teilweise vergessen worden wären.

Das sei ein Skandal, da laut dem Verbund Pflegehilfe über 70 % der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt werden.

Hoffnung auf unbürokratische Lösung

Wie der Verbund mitteilte, sei allerdings noch nicht klar geregelt, wie hoch der bürokratische Aufwand dieses Mal sein werde.

Noch offene Fragen seien u. a. ob Impfberechtigte für eine Auffrischungsimpfung wieder mehrere Dokumente vorlegen werden müssen? Und wie die Berechtigten dieses Mal benachrichtigt werden?

Der Verbund hoffe nach eigenen Angaben auf eine unbürokratische Lösung und eine schnelle Einigung der Gesundheitsminister.

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Corona-Schutzimpfung Kinder

Das sollten Sie über die Corona-Impfung für Ihr Kind wissen

Corona-Schutzimpfung Kinder

Getty Images/Roberto Jimenez Mejias

03.08.2021 – Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat in einem Merkblatt die wichtigsten Informationen über Corona-Schutzimpfungen für Kinder ab 12 Jahren zusammengestellt.

Zwar habe die Ständige Impfkommission (STIKO) bislang keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ausgesprochen, da diese meist ohne Krankheitszeichen oder mit mildem COVID-19-Verlauf erkrankten und die Datenlage für eine allgemeine Empfehlung noch nicht ausreiche.

Corona-Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen 

Die STIKO empfehle jedoch aktuell die Impfung für junge Menschen ab 12 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen oder mit engem Kontakt zu Menschen, die nicht selbst geimpft werden können, verdeutlichte die BZgA am Montag.

 

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Auch bei Kontakt zu Menschen, die vermutlich keinen ausreichenden Impfschutz aufbauen könnten, oder bei einem erhöhten beruflichen Ansteckungsrisiko im Rahmen einer Ausbildung bzw. Tätigkeit in bestimmten Einrichtungen werde die Impfung empfohlen.

Starkes Übergewicht kann schweren Verlauf verursachen

Zu den Vorerkrankungen zählen z. B.

  • starkes Übergewicht
  • schwere Erkrankungen
    • am Herzen
    • an Nervensystem
    • an Lunge
    • an Nieren.

In diesen Fällen sei das Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf erhöht, betonte die BZgA.

Das Merkblatt informiert auch darüber, welche Impfstoffe für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zur Verfügung stehen und welche Impfreaktionen bzw. Nebenwirkungen auftreten können.

Außerdem hilft eine Checkliste bei der Entscheidung für oder gegen eine Corona-Impfung.

 

 

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Long-COVID, Langzeitfolgen einer Corona-Infektion

Langzeitfolgen einer Corona-Infektion: In kleinen Schritten wieder anfangen

Long-COVID, Langzeitfolgen einer Corona-Infektion

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Selbst wenn die Corona-Infektion überstanden ist, klagen manche Betroffene noch Monate danach über gesundheitliche Probleme. Wir betrachten häufige Langzeitfolgen einer COVID-19-Infektion.

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Parkinson und Corona

Parkinson-Erkrankte besonders stark von Corona betroffen

Parkinson und Corona

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27.05.2021 – Im Vergleich zu Menschen ohne Parkinson zeigten Parkinson-Betroffene, die wegen COVID-19 stationär versorgt wurden, häufiger schwere Krankheitsverläufe – dies v. a. bei Menschen in fortgeschrittenem Alter ab 65 Jahre oder mit besonders hohem Parkinson-Schweregrad. Auch die Sterblichkeit der Betroffenen im Krankenhaus war mit Parkinson erhöht.

Parkinson-Patienten habe viele Risikofaktoren für einen schweren Corona-Verlauf

Das hat eine Auswertung der Daten der ersten Welle der Corona-Pandemie durch ein Team der Klinik für Neurologie am St. Josef-Hospital der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gezeigt. Die Querschnittsstudie, die Anfang Mai publiziert wurde, stellt erstmals detaillierte landesweite Daten bereit.

Grund für die häufigeren schweren Krankheitsverläufe bei Parkinson-Erkrankten könnte nach RUB-Angaben sein, dass Patientinnen und Patienten mit dieser Diagnose häufig auch viele Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf aufweisen.

Das Forscherteam der RUB hat für die Studie Daten zu Parkinson-Behandlungen in 1.468 Krankenhäusern analysiert.

Einer der Autoren der Studie, Lars Tönges aus dem RUB-Klinikum St. Josef Hospital, sagte:

„Parkinson-Patienten sind durch die Gebrechlichkeit, die mit dem Alter und fortgeschrittenen Krankheitsstadien zunimmt, möglicherweise einem besonderen Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf ausgesetzt.“

 

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Die Lungenfunktion könne durch häufige Begleiterkrankungen und eine Parkinson-assoziierte Atemmuskelschwäche beeinträchtigt sein. Außerdem machten Schluckstörungen anfälliger für Lungenentzündungen.

Die Parkinson-Erkrankung

Die Morbus Parkinson ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie führt zu einer Einschränkung von Beweglichkeit, Feinmotorik, Balance und Gangfunktionen. Auch Depressionen, Schlafstörungen oder Gedächtnisprobleme können mit der Erkrankung in Zusammenhang stehen.

Parkinson betrifft v. a. Menschen in der zweiten Lebenshälfte und kommt verstärkt bei Männern vor. Viele von Parkinson Betroffene haben Begleiterkrankungen wie eine koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen – bedeutende Risikofaktoren für einen schweren Verlauf von COVID-19.

 

 

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Corona-Impfung_AstraZeneca, COVID-19

AstraZeneca-Impfung für Thrombosepatienten über 60 Jahren geeignet

Corona-Impfung_AstraZeneca

Getty Images/Steve Debenport

20.05.2021 – Viele Menschen sind verunsichert, ob eine AstraZeneca-Impfung gegen das Corona-Virus auch für über 60-jährige Thrombosepatientinnen und -patienten geeignet ist.

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hat in dieser Woche darauf verwiesen, dass Patientengruppen ab 60 Jahren, für die kein erhöhtes Risiko von Hirnvenenthrombosen besteht, die COVID-19-Impfung mit AstraZeneca annehmen können.

AstraZeneca nicht mit einem erhöhten Gesamtrisiko für Blutgerinnungsstörungen verbunden

Thrombosen als Komplikation nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff entstünden anders als z. B. klassische Beinvenenthrombosen. Bei der Impfkomplikation mit AstraZeneca spielten Immunreaktionen gegen Blutplättchen eine Rolle, die ansonsten bei der typischen Beinvenenthrombose nicht vorkämen.

Thrombosen in der Krankenvorgeschichte seien nicht als Risikofaktor für das Auftreten der Hirnvenenthrombosen nach der Impfung mit AstraZeneca nachgewiesen worden, so die UPD weiter. Viele Personen höheren Alters seien trotz Gerinnungsstörungen geimpft worden und hätten die Impfung gut vertragen. Der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca sei somit nicht mit einem erhöhten Gesamtrisiko für Blutgerinnungsstörungen verbunden.

 

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Impfkomplikation Thrombose

Eine sehr seltene, aber schwere Impfkomplikation des AstraZeneca-Impfstoffs sind besondere Formen von Thrombosen (z. B. Thrombosen der Hirnvenen) in Zusammenhang mit einer Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie). Diese Komplikation ist so selten, dass sie erst nach Millionen Impfungen auffiel.

Als Reaktion auf die neuen Erkenntnisse wurden in Deutschland die Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff vorübergehend pausiert und die Impfempfehlungen angepasst.

Die sehr seltene Nebenwirkung trat vorrangig bei Frauen unter 55 Jahren auf. Bei Personen über 60 Jahren wurde kein vermehrtes Auftreten der Hirnvenenthrombosen beobachtet.

Aus diesem Grund empfiehlt in Deutschland auch die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff im Regelfall für Personen ab einem Alter von 60 Jahren.

 

Hinweis: Die Aussagen beziehen sich auf den fachlichen Stand, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gilt. Der Beitrag wird nicht aktualisiert.

 

 

 

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