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AOK startet neuen Online-Coach für Diabetes-Patienten

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Getty Images/Elva Etienne

3.12.2020 – Die AOK hat Anfang Dezember einen neuen Online-Coach gestartet, der sich an Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 richtet. Das Programm soll ihnen dabei helfen, die Krankheit besser zu verstehen und die oft notwendigen Änderungen des Lebensstils anzugehen.

Das Angebot kann von AOK-Versicherten kostenlos genutzt werden. Ein Teil des Programms ist auch für Versicherte anderer Krankenkassen verfügbar.

Schritt für Schritt erklärt das interaktive Online-Angebot, wie die Krankheit entsteht, was genau im Körper passiert und warum bei Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes das Risiko für bestimmte Folge-Erkrankungen steigt.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Praktische Tipps für mehr Bewegung und gesunde Ernährung

Das Programm enthält zahlreiche Videos und Animationen, die eigens für den Online-Coach produziert wurden. Szenen aus dem Alltag vermitteln praktische Tipps, wie Patientinnen und Patienten die Umstellung ihrer Ernährung oder die Integration von mehr Bewegung in ihren täglichen Tagesablauf schaffen können.

Weitere Bestandteile des Online-Coaches sind Übungsaufgaben und Wissenstests, die das Gelernte vertiefen sollen.

Zudem können sich Interessierte einen persönlichen Bewegungsplan oder ein Gewichts-Tagebuch anlegen.

Online-Coach gemeinsam mit Familienmitgliedern nutzen

Der Online-Coach ist so konzipiert, dass Patientinnen und Patienten das Programm allein oder gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern nutzen können.

Denn auch wenn Angehörige meist nur indirekt betroffen seien, hätten sie häufig viele Fragen und könnten die Betroffenen besser unterstützen, wenn sie ebenfalls gut informiert seien, teilte die AOK mit.

An der Entwicklung des Online-Coachs war ein Team aus den Fachbereichen Diabetologie, Psychologie sowie Ernährungs- und Sportwissenschaften beteiligt.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

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Report: Rund ein Viertel der Pflegehaushalte „sehr stark belastet“

Pflegehaushalt_Belastung

Getty Images/Shestock

09.09.2020 – Die Pflege eines Angehörigen zu Hause ist für rund jeden vierten Pflegehaushalt zeitlich und psychisch sehr stark belastend. Das geht aus einer Befragung für den „Pflege-Report 2020“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor. „Die Leistungsangebote der Pflegeversicherung sind in den letzten Jahren deutlich ausgebaut und flexibler gestaltet worden. Trotzdem ist jede vierte Person, die einen Angehörigen zu Hause pflegt, durch die Pflege insgesamt hoch belastet“, sagte Antje Schwinger, Leiterin des Forschungsbereichs Pflege im WIdO und Mitherausgeberin des Pflege-Reports.

Psychische Belastung

Auf Grundlage der sogenannten „Häusliche-Pflege-Skala“ (HPS), die z. B. Aspekte wie körperliche Erschöpfung, Lebenszufriedenheit und psychische Belastung beinhaltet, zeige sich für knapp 26 Prozent der befragten Pflegepersonen eine „hohe Belastung“ und für 43 Prozent eine „mittlere Belastung“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung des WIdO. Lediglich bei etwa einem Drittel der Befragten sei sie niedrig.

Zeitliche Belastung

Zudem habe die Befragung ergeben, dass die zeitlichen Belastungen der Haushalte ungleich verteilt seien. Demnach brachte die Hälfte der pflegenden Angehörigen etwa 4 Stunden und weniger täglich für die Pflege auf, ein Viertel der Haushalte hingegen mindestens 7,6 Stunden. Angehörige, die eine Person mit den Pflegegraden 3 bis 5 oder mit einer demenziellen Erkrankung versorgten, seien besonders gefordert: Ein Viertel von ihnen leistete etwa 10 Stunden pflegerische Tätigkeit täglich. Jeder 10. Haushalt berichtete Pflegezeiten von 20 Stunden und mehr pro Tag.

Finanzielle Belastung

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Pflegehaushalte tragen durchschnittlich nur geringe finanzielle Eigenbeteiligungen. So wende nur jeder vierte Pflegebedürftige selbst Eigenleistungen für die Pflege und Betreuung zu Hause auf. Diese belaufen sich dem Report zufolge im Durchschnitt auf etwa 250 Euro monatlich. „Insgesamt zeigen sich deutlich geringere finanzielle Belastungen als in der vollstationären Pflege, wo die Eigenanteile – und zwar nur für Pflege und Betreuung – im vergleichbaren Zeitraum zur Befragung im 4. Quartal 2019 im Durchschnitt 775 Euro betrugen“, so Schwinger.

 

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Unterstützungsbedarf in anderen Bereichen

Als problematisch betrachteten die meisten befragten Personen aber eher andere Bereiche. Die Hälfte gab an, sich mehr Unterstützung auf den Gebieten „Körperpflege, Ernährung und Mobilität“, „Betreuung und Beschäftigung im Alltag“ sowie bei der „Führung des Haushalts“ zu wünschen.

Für die Studie befragte das Institut Forsa im Auftrag des WIdO von Dezember 2019 bis Januar 2020 etwa 1.100 pflegende Angehörige.

 

Über die Autorin

Johanna Kristen ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

AOK_Familiencoach_Pflege

AOK startet „Familiencoach Pflege“ für pflegende Angehörige mit psychischen Belastungen

AOK_Familiencoach_Pflege

Getty Images/Dean Mitchell

25.06.2020 – Die AOK bietet ein neues Onlineprogramm zur Selbsthilfe für psychisch belastete pflegende Angehörige an. Der „Familiencoach Pflege“ sei ein kostenloses und für alle Interessierten anonym nutzbares Angebot, das die Psyche von pflegenden Angehörigen stärken und sie vor Überlastung schützen solle, teilte die Krankenkasse am Dienstag mit.

Mit Informationen, interaktiven Übungen, mehr als 40 Videos und 14 Audiodateien könnten Nutzer lernen, wie sie besser mit den seelischen Herausforderungen umgehen, sagte AOK-Bundesvorstandsvorsitzende, Martin Litsch. Ein Schwerpunkt liege dabei auf besonders schwierigen Pflegesituationen bei Menschen mit Demenz oder in der Begleitung von Sterbenden.

Das Angebot wurde von einem Expertenteam unter Beteiligung von pflegenden Angehörigen entwickelt.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Der „Familiencoach Pflege“ vermittelt u. a., wie wichtig es für pflegende Angehörige ist, sich nicht zu isolieren. „Auch in schwierigen Zeiten sollten sie persönliche Kontakte zu Freunden, Bekannten und Nachbarn aufrechterhalten“, sagte die Leiterin der Abteilung für klinisch-psychologische Intervention an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Gabriele Wilz. Das Programm zeige Nutzern Methoden und Wege auf, gut für sich zu sorgen und vor allem Zeit für sich zu finden. Auch der Umgang mit Trauer, Wut, Ekel oder Angst seien Thema.

Pflegesituation ist starke Belastung für Angehörige

Die AOK verweist auf eine repräsentative Onlinebefragung, nach der 43 % der pflegenden Angehörigen mittelschwer belastet sind. Angehörige, die Menschen mit Demenz versorgen, zeigten eine hohe Belastung. Das beträfe knapp 37 % der Befragten. Besonders belastet seien Angehörige, die Menschen mit „herausforderndem Verhalten“ betreuten. Hiervon seien fast 41 % betroffen.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.