Sozialverband fordert Kostenübernahme für FFP2-Masken

Mann mit FFP2-Maske

Getty Images/Vladimir Vladimirov

20.01.2022 – Für Menschen mit kleinen Einkommen sollte der Staat die Kosten für FFP2-Masken übernehmen. Das hat der Sozialverband VdK in dieser Woche gefordert. Auch müsse die Regierung die Pflegehilfsmittel-Pauschale wieder auf 60 Euro erhöhen. Hier sei “völlig unverständlich, dass sie zum Jahresende 2021 nicht verlängert wurde”, kritisierte VdK-Präsidentin Verena Bentele.

“Omikron ist hochansteckend und Masken sind hocheffizient. Aber für diejenigen, die kaum über die Runden kommen, wie Pflegebedürftige, Menschen mit kleinen Renten und Grundsicherungsbezieher, sind regelmäßig frische FFP2-Masken zu teuer. Selbst beim Discounter haben die Preise für Masken in den letzten Wochen extrem angezogen.”

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Für Hartz IV- und Grundsicherungsempfänger müssten die Kosten für die Masken übernommen werden. Derzeit seien gerade einmal 17 Euro im Monat im Regelsatz für Gesundheitskosten vorgesehen.

“Das ist viel zu wenig.”

Dies müsse auch für alle Menschen mit kleinen Einkommen, wie Empfänger von Wohngeld oder Kinderzuschlag und für kinderreiche Familien gelten.

FFP2-Masken kosten je nach Verpackungsgröße derzeit ca. einen Euro pro Stück.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.