Herzinsuffizienz-Therapie: Herzschwäche richtig behandeln

 

Frau mit Brustschmerzen

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Herzschwäche kann nicht nur, sondern sollte in jedem Fall behandelt werden. Je früher, desto besser. Denn findet der Arzt schnell die Ursache der Erkrankung heraus, kann eine gezielte Herzinsuffizienz-Therapie die Beschwerden mindern und Langzeitfolgen minimieren oder herauszögern. Wie der Arzt Herzschwäche behandeln kann und was Betroffene unterstützend selbst tun können, möchten wir Ihnen in diesem Artikel aufzeigen.

Was kann ich tun, um eine Herzinsuffizienz zu vermeiden?

Grundsätzlich können Sie oder Ihr Angehöriger bereits im Vorfeld viel tun. Halten Sie beispielsweise die typischen Risikofaktoren, die eine Herzschwäche begünstigen können, gering. Weniger oder noch besser gar nicht rauchen, Übergewicht abbauen, sich regelmäßig bewegen und Stress vermeiden sind gute Möglichkeiten, das persönliche Risiko zu senken.

Was kann ich tun, wenn erste Symptome auftreten?

Sind jedoch erste Symptome einer Herzinsuffizienz bereits vorhanden, sollten Sie gemeinsam den Arzt aufsuchen, um die Herzschwäche behandeln zu lassen. Je früher das geschieht, umso besser. Mediziner gehen heute davon aus, dass eine frühzeitige Behandlung die Lebenserwartung bei Herzschwäche verdoppeln könnte. Grund genug, die Herzinsuffizienz-Therapie baldmöglichst zu beginnen.

Merke

Je früher eine Herzinsuffizienz-Therapie beginnt, umso besser stehen die Chancen für eine normale Lebenserwartung bei Herzschwäche.

Wie sieht die Herzinsuffizienz-Therapie aus?

Um eine Herzschwäche behandeln zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Änderung der Lebensweise

Die eigene Lebensweise zu verbessern, ist ein wichtiger Schritt, reicht bei einer bestehenden Herzschwäche aber meist nicht aus. Trotzdem tun Betroffene gut daran, sich gesund und salzarm zu ernähren, körperlich aktiv zu sein und den Nikotinkonsum einzuschränken. Auch auf Alkohol sollten Betroffene verzichten und vorhandenes Übergewicht abbauen.

Merke

Wenn Betroffene ihre Lebensweise ändern, können sie die Herzinsuffizienz-Therapie sinnvoll unterstützen.

Medikamentöse Behandlung

Sowohl bei der chronischen, als auch bei der akuten Herzinsuffizienz, verordnet der Arzt meist Medikamente. Hier gibt es verschiedene Ansätze und Wirkweisen. Generell reduzieren Medikamente die Belastung für das Herz und/oder verringern Symptome wie lästige Wassereinlagerungen. Gegen letztere werden auch weitere Medikamente wie Diuretika verschrieben, die gegen Schwellungen wirken sollen und die Nierentätigkeit anregen. Den genauen Plan, welche Medikamente Ihr Angehöriger braucht, stellt der Arzt nach einer gründlichen Untersuchung zusammen. Ganz zentral ist, dass die Medikamente genau nach Verordnung und dauerhaft eingenommen werden. Auch wenn keine Komplikationen wie Wassereinlagerungen auftreten, besteht die Herzinsuffizienz als Grunderkrankung weiter – und muss folglich auch therapiert werden!

Operative Behandlung

Reichen die Medikamente nicht aus, kann auch eine Operation nötig werden. Je nachdem, wo die persönliche Ursache der Herzschwäche bei Ihrem Angehörigen liegt, wird der Eingriff darauf abgestimmt. Möglich sind kleinere Operationen wie das Einsetzen eines Herzschrittmachers, aber auch komplexe Eingriffe wie Herztransplantationen. Die Transplantation steht jedoch ganz am Ende der langen Liste verschiedener Herzinsuffizienz-Therapien und wird nur empfohlen, wenn alle anderen Mittel nicht oder nicht mehr ausreichend gut greifen.

Über den Autor

Sonja Mahr ist freie Texterin und schreibt unter anderem zu Pflegebedürftigkeit und Pflegestärkungsgesetz.