Einstufung in Pflegegrade: MDK setzt persönliche Hausbesuche wieder aus

Hausbesuche

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10.11.2020 Qualitätsprüfungen und persönlichen Hausbesuche der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) sind während der aktuellen Kontaktbegrenzung im November erneut ausgesetzt. Das gab der MDK in der Vorwoche bekannt. Erst im Oktober waren die Kontrollen nach einer Zwangspause seit März wieder aufgenommen worden.

„Die Medizinischen Dienste leisten damit ihren Beitrag zur Kontaktreduzierung und zum Infektionsschutz der besonders gefährdeten pflegebedürftigen Menschen.“

Das sagte der Geschäftsführer des Medizinischen Diensts des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen (MDS), Peter Pick.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Einstufung in Pflegegrade: Zeitnaher Leistungsbezug sichergestellt

 

Die Einstufung in Pflegegrade erfolge während der Kontaktbeschränkung auf Basis bereits vorliegender Informationen. Zusätzlich gebe es die zu Beginn der Corona-Krise entwickelten strukturierten Telefoninterviews mit Pflegebedürftigen und ihren Bezugspersonen. Sie hälfen, den Grad der Pflegebedürftigkeit festzustellen.

Auf diese Weise würden der zeitnahe Leistungsbezug und die damit verbundene Versorgung sichergestellt.

Die Begutachtungen der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgten während der Kontaktbeschränkung ebenfalls ohne körperliche Untersuchung.

Wie werden Pflegebedürftige aktuell begutachtet? Wie sehen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen aus? Antworten dazu hat der MDK in einem Infoblatt zusammengefasst.

Weitere Informationen zur Begutachtung und Qualitätsprüfung während der Pandemie gibt es auf den Internetseiten des MDS.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.