Coronavirus: Was pflegende Angehörige jetzt tun können

Coronavirus

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Die wichtigsten Informationen rund um die neuartige Lungenkrankheit und was pflegende Angehörige tun können.

 

Die neuartige Atemwegserkrankung SARS-CoV-2 – das Coronavirus – breitet sich weltweit immer weiter aus. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich bei der Epidemie um eine „gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite“.

Pflegende Angehörige sollten deshalb wissen, wie sie sich selbst und ihre zu pflegende Person schützen können. Besonnenes Handeln und gewissenhafte Hygienemaßnahmen sind dabei entscheidend.

Welche Symptome versursacht das Coronavirus?

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann zu Symptomen wie Fieber, trockenem Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit führen. Auch Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost sind möglich. Einige Betroffene leiden zudem an Übelkeit und Durchfall.

Die Krankheitsverläufe variieren stark, von symptomlosen Verläufen bis hin zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen? Und ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus sinnvoll?

Wie bei der Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen das Einhalten von Hust- und Niesregeln, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus.

Auf Händeschütteln sollte verzichtet werden. Generell sollten Menschen, die an einer Atemwegserkrankung leiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

Es gibt keine hinreichende Evidenz dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, signifikant verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.

Davon unberührt sind die Empfehlungen zum Tragen von Atemschutzmasken durch medizinisches Personal im Sinne des Arbeitsschutzes.

Wer zählt zur Risikogruppe?

Besonders gefährdet für einen schwereren Krankheitsverlauf sind nach Angaben der WHO und Auswertung der bisherigen Coronavirus-Fälle

  • ältere Menschen ab 50 Jahren,
  • Menschen mit Vorerkrankungen, chronischen Grunderkrankungen oder Immunschwäche
  • Männer.

Welche Hygienemaßnahmen sind jetzt wichtig?

Diese 10 einfachen Hygienetipps tragen dazu bei, sich und andere vor ansteckenden Infektionskrankheiten wie dem Coronavirus zu schützen:

  1. Regelmäßig Hände waschen
    u. a. vor und nach Mahlzeiten, nach dem Toilettengang, nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen
  2. Hände gründlich waschen
  3. Hände aus dem Gesicht fernhalten
    Mit ungewaschenen Händen nicht an Mund, Nase oder Augen fassen
  4. Richtig husten und niesen
    Ein Taschentuch benutzen oder die Armbeuge vor Mund und Nase halten
  5. Im Krankheitsfall Abstand halten
    Essgeschirr oder Handtücher nicht mit anderen zusammen nutzen, engen Körperkontakt vermeiden, möglichst eine getrennte Toilette nutzen
  6. Wunden schützen
    Mit einem Pflaster oder Verband abdecken
  7. Auf ein sauberes Zuhause achten
    Küche und Bad regelmäßig mit Haushaltsreinigern säubern, Putzlappen häufiger wechseln und gut trocknen lassen
  8. Lebensmittel hygienisch behandeln
    u. a. Obst und Gemüse gründlich waschen, Fleisch auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzen
  9. Geschirr und Wäsche heiß waschen
    Spüllappen, Putztücher, Handtücher, Waschlappen, Bettwäsche und Unterwäsche bei mindestens 60 Grad Celsius waschen
  10. Regelmäßig lüften
    Mehrmals täglich für einige Minuten

So waschen Sie Hände richtig

Um Krankheitserreger zu entfernen, ist richtiges Händewaschen wichtig. Das gelingt in 5 Schritten:

  1. Nass machen: Hände unter fließendes Wasser halten
  2. Rundum einseifen: Hände von allen Seiten einschäumen
  3. Zeit lassen: Gründliches Einseifen dauert 20 bis 30 Sekunden
  4. Gründlich abspülen: Hände unter fließendem Wasser abwaschen
  5. Sorgfältig abtrocknen: Hände mit einem sauberen Tuch trocknen.

 

Weitere Informationen

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Coronavirus hat u. a. die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zusammengefasst.

Weitere Institutionen mit wichtigen Informationen rund um den Erreger der neuartigen Lungenkrankheit:

Quellen: Robert Koch-Institut, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.