Demenz: Betroffenen helfen, die Corona-Situation zu verstehen

Demenz

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4.06.2020Demenzpatientinnen und -patienten fällt es häufig schwer, die derzeitige Situation der Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen zu verstehen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) hat auf ihrer Webseite Antworten auf häufige Fragen zum Coronavirus im Zusammenhang mit Demenz zusammengestellt. 

Einfache Worte wählen und Sicherheit geben

„Die Nachrichten im Fernsehen und Radio, der veränderte Tagesablauf – auch wenn jemand nicht versteht, worum es dabei geht, wird er verunsichert sein und vielleicht immer wieder nachfragen“, so die DAlzG. Sie empfiehlt deshalb, Betroffenen die Situation mit einfachen Worten zu erläutern. Besonders zu beachten sei dabei, Demenzerkrankten das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln und ihnen zu versichern, weiter für sie da zu sein und sie nicht allein zu lassen.

Gewohnte Abläufe beibehalten

Zur Gestaltung des Alltags zu Hause rät die DAlzG, soweit wie möglich Routinen aufrechtzuerhalten. Denn diese plötzlich zu ändern, könne die Betroffenen verängstigen. „Versuchen Sie daher, den Tag wie bisher zu strukturieren, auch wenn bestimmte Dinge wie der Besuch der Gymnastikgruppe, der Betreuungsgruppe oder des Cafés derzeit nicht möglich sind. Stattdessen können Sie vielleicht gemeinsam eine Runde sportlicher Aktivität in der Wohnung einführen.“

 

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von „Angehörige pflegen“ werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Beschäftigung zu Hause mit Spielen und Musik

In den vier Wänden könne man sich auch mit Spielen und Musik beschäftigen: „Je nach Fähigkeiten und Interessen können Sie gemeinsam Gesellschaftsspiele spielen, Kreuzworträtsel lösen, gemeinsam singen oder Musik im Radio oder Fernsehen anhören“, so die DAlzG. Zudem könne das Internet genutzt werden, um z. B. virtuelle Rundgänge durch Museen zu unternehmen.

Bewegung an der frischen Luft

Aber auch Spaziergänge an der frischen Luft – eher morgens als nachmittags, um so den Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern besser einhalten zu können – seien eine Möglichkeit, die gemeinsame Zeit zu gestalten.

 

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Über die Autorin

Johanna Kristen ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.