Schlaganfall: Henk Boschmann und sein Sohn auf dem Jakobsweg. Foto: Boschmann

„Ich bin einfach froh, dass er noch da ist“

Foto: Boschmann

Henk Boschman ist erst seit kurzer Zeit in Rente, als ihn ein Schlaganfall ereilt und nicht nur sein Leben auf den Kopf stellt, sondern auch das seiner Frau Josefine. Trotzdem schaffen sie es gemeinsam und mit Hilfe, ihre Freude am Leben wiederzufinden.

Weiterlesen

Schlaganfall - und dann?

Schlaganfall – und dann?

Schlaganfall - und dann?

GettyImages/GlobalStock

Die Versorgung von Schlaganfallpatienten konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert werden. Viele Patientinnen und Patienten leiden nach einem Schlaganfall aber häufig an körperlichen, seelischen oder geistigen Einschränkungen. Einige Funktionen lassen sich wiedererlangen. Dafür geht es für viele nach dem Krankenhausaufenthalt zur Weiterbehandlung in eine Rehaklinik.

Weiterlesen

Schlaganfall: Behandlung auf der Stroke Unit

Quantensprünge in der akuten Schlaganfall-Versorgung

Schlaganfall: Behandlung auf der Stroke Unit

GettyImages/Aja Koska

Der Schlaganfall ist eine Volkskrankheit. Rund 270.000 Menschen in Deutschland sind Jahr für Jahr davon betroffen. Etwa 1,8 Millionen Menschen leben bereits mit den oft schweren Folgen eines Schlaganfalls. Doch die Schlaganfall-Versorgung hat Quantensprünge gemacht und der Krankheit einen Teil ihres Schreckens genommen. Es gilt jedoch weiterhin: Jede Minute zählt!

Weiterlesen

Schlaganfall: Jede Minute zählt

Schlaganfall: Wenn jede Minute zählt

Schlaganfall: Jede Minute zählt

GettyImages/Andy445

Ein Schlaganfall kommt plötzlich und unerwartet, quasi „aus heiterem Himmel“ – so beschreiben es viele Patientinnen und Patienten. Jährlich sind in Deutschland schätzungsweise 250.000 Menschen von einem Schlaganfall betroffen. In Europa steht der Schlaganfall an zweiter Stelle der Todesursachen. Er ist der häufigste Grund für die Entwicklung einer Behinderung im Erwachsenenalter.

Weiterlesen

Schlaganfall

Tag gegen den Schlaganfall: Kümmern schützt

Schlaganfall

Getty Images/VICTOR DE SCHWANBERG/SCIENCE PHOTO LIBRARY

11.05.2021 – Zum bundesweiten „Tag gegen den Schlaganfall“ am 10. Mai ruft die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zu mehr Engagement im Kampf gegen die Volkskrankheit auf. Motto des Aktionstags in diesem Jahr: „Erst einsam, dann krank – Kümmern schützt vor Schlaganfall!“.

Einsamkeit macht krank

Denn Einsamkeit sei die Todesursache Nr. 1 in westlichen Ländern, teilte die Stiftung in der Vorwoche mit. Eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Essen bestätige: Sozial isolierte Menschen haben ein um mehr als 40 % erhöhtes Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle.

In Deutschland lebten bereits 1,8 Mio. Menschen mit den Folgen eines Schlaganfalls. Er sei die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter. Ca. 60 % der Betroffenen seien dauerhaft auf Therapie, Hilfsmittel oder Pflege angewiesen. Lähmungen schränkten viele Betroffene in ihrer Mobilität ein. 30-40 % erlitten eine Sprachstörung und etwa ebenso viele Menschen erkrankten an einer Depression. Das führe dazu, dass viele der Betroffenen vereinsamten, so Stiftungspräsidentin Liz Mohn.

Ehrenamtliche und Patientenlotsen sollen helfen

Die Stiftung setzt deshalb auf die Ausbildung ehrenamtlicher Schlaganfall-Helferinnen und -Helfer. Um den Einsatz der Ehrenamtlichen vor Ort zu koordinieren, sollen in allen Regionen soziale Dienste als Partner unterstützen.

Darüber hinaus setzt sich die Schlaganfall-Hilfe dafür ein, dass Patientinnen und Patienten mit komplexen Erkrankungen wie dem Schlaganfall künftig Anspruch haben auf eine befristete Begleitung durch einen Patientenlotsen.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Neben haupt- und ehrenamtlichen Personen sei aber auch das Umfeld gefragt– Familie, Freunde und Nachbarn –, sich um Menschen zu kümmern, die von Einsamkeit bedroht sind. Viele Schlaganfälle ließen sich so verhindern.

Schlaganfall: Jede Minute zählt

Die Maxime bei einem Schlaganfalls lautet „Time is brain“, jede Minute zählt. Betroffene müssen möglichst schnell behandelt werden, um das Risiko für bleibende Schäden zu verringern.

In Deutschland kommt es nach Angaben der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) jedes Jahr zu ca. 270.000 Schlaganfällen. Wichtig ist dann, bei den ersten Anzeichen unverzüglich zu handeln. Das gelte auch in Corona-Zeiten, verdeutlichte der Direktor der Klinik für Neurologie an der MHH, Günter Höglinger.

„Es gibt keinen Grund zu zögern. Die Krankenhäuser tun alles, um Ansteckungen mit dem Corona-Virus zu vermeiden, sodass Patientinnen und Patienten keine Angst vor einer Infektion haben müssen.“

Gerinnsel verschließt Gefäß im Hirn

Bei einem Schlaganfall, auch Apoplex genannt, kommt es durch ein Gerinnsel zu einem Gefäßverschluss im Gehirn. Die Folgen sind Durchblutungsstörungen, akute Funktionsstörungen des Gehirns und das Sterben von Hirnzellen.

Bei Symptomen wie plötzlichen Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen, Gefühlsstörungen, Sehstörungen und Schwindelattacken sollten Betroffene und Mitmenschen aufmerksam werden und sofort handeln – die Telefonnummer 112 wählen und den Notarzt rufen.

Das Gerinnsel in der Hirnarterie kann dann entweder durch eine medikamentöse Therapie, die Lyse, aufgelöst oder durch ein mechanisches Verfahren, die Thrombektomie, entfernt werden.

Risikofaktoren für einen Schlaganfall

Die Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall zu erleiden, steigt mit dem Alter. Der Altersgipfel liegt nach Angaben der MHH bei 75 Jahren.

Risikofaktoren für einen Apoplex sind u. a.

  • starkes Übergewicht
  • Diabetes Mellitus
  • hohe Cholesterinspiegel
  • Vorhofflimmern
  • hoher Blutdruck
  • Rauchen.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Schlaganfall

Verständliche Informationen rund um den Schlaganfall

Schlaganfall

Getty Images/KATERYNA KON/SCIENCE PHOTO LIBRARY

15.12.2020 – Etwa 1,3 Mio. Menschen in Deutschland leben mit den Folgen eines Schlaganfalls, ca. zwei Drittel sind pflegebedürftig oder auf die Hilfe von Angehörigen angewiesen. Ein Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache sowie die häufigste Ursache für dauerhafte Invalidität im Erwachsenenalter.

Risikofaktoren für einen Schlaganfall erkennen

Risikofaktoren für einen Schlaganfall sind z. B. Bluthochdruck, Zucker- und Fettstoffwechselstörungen oder Vorhofflimmern. Der Konsum von Genussmitteln wie Nikotin und Alkohol gehört ebenso dazu.

Je mehr einzelne Risikofaktoren gleichzeitig vorliegen, desto höher ist das Gesamtrisiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Die meisten Risikofaktoren sind allerdings mit einem gesunden Lebensstil beeinflussbar und gut medizinisch zu behandeln.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen. Einen kostenfreien Online-Pflegekurs gibt es auch zum Thema Schlaganfall.

 

Fundierte und gut verständliche Informationen rund um das Thema Schlaganfall bietet die Webseite Schlaganfallbegleitung. Ein interdisziplinäres Team aus Ärzteschaft, Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Pflege stellt dort alles Wissenswerte zum Thema kostenfrei zur Verfügung.  

Sehr gute Heilungschancen bei schneller Behandlung

„Wer heutzutage einen Schlaganfall erleidet, hat bei schneller Behandlung sehr gute Heilungschancen. Dabei ist es essentiell wichtig, dass der Patient seine Therapie aktiv angeht. Wir nennen das Therapietreue. Vor diesem Hintergrund gehört es zu unserem Konzept, die Betroffenen ohne erhobenen Zeigefinger zu motivieren und ihnen Mut zu machen“, erläutert der Mitbegründer der Informationsplattform sowie Neurologe und Schlaganfall-Experte Hans Joachim von Büdingen.

2021 soll die Plattform erweitert werden, um sich z. B. einen fachlich formulierten Arztbericht in verständliche Sprache „übersetzen” zu lassen oder über eine App in Austausch mit Betroffenen und deren Angehörigen zu kommen.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Schlaganfall im Notfall richtig handeln

Schlaganfall: Im Notfall richtig handeln

Schlaganfall im Notfall richtig handeln

© iStock.com | JodiJacobson

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Es ist deshalb lebenswichtig, möglichst schnell zu handeln. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bietet Orientierung, wie man einen Schlaganfall erkennt und sich im Notfall richtig verhält. Weiterlesen

Ältere Dame mit Schlaganfall

Nach dem Schlaganfall zurück ins Leben

Ältere Dame mit Schlaganfall

© iStock.com | Willowpix

Martina Koch will ihre „alte“ Mutter zurück. Dafür kämpft sie mit der Schlaganfall-Betroffenen seit fünf Jahren. Weiterlesen

Schlaganfall: Ursachen

5 Fakten zum Schlaganfall, die Sie kennen sollten [Infografik]

Schlaganfall: Ursachen

Ursachen Schlaganfall

Ursachen für einen Schlaganfall

 

Ursachen Schlaganfall

© iStock.com | llhedgehogll

Die Ursache für einen Schlaganfall ist immer ein akuter Sauerstoffmangel. Dadurch werden Teile des Gehirns nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt, sodass es zu vorübergehenden und dauerhaften Schäden am Gehirn und die dafür typischen Symptome für einen Schlaganfall kommt. Weiterlesen