Impfung

Experten raten zu Booster-Impfungen für krebskranke Menschen und Herzpatienten

Impfung

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16.11.2021 – Expertinnen und Experten der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Herzstiftung/Deutschen Stiftung für Herzforschung raten zu einer dritten Impfung, der sog. Booster-Impfung, für Herzpatientinnen und Herzpatienten sowie krebskranke Menschen.

Wie die Deutsche Krebsgesellschaft am Montag mitteilte, wiesen Untersuchungen darauf hin, dass Menschen mit einer Krebserkrankung ein vergleichsweise höheres Risiko für sog. Durchbruchsinfektionen aufweisen.

„Das gilt insbesondere für Menschen mit Blutkrebs und für Krebskranke, die aktuell eine Krebstherapie erhalten, die das Immunsystem schwächt“, begründet der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), Michael Baumann, die Empfehlung.

Er rät dazu, mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt zu besprechen, ob und wann eine Booster-Impfung sinnvoll ist.

Impfung ist ein wichtiges Mittel zur Eindämmung von COVID-19

Die Deutsche Krebshilfe äußerte Sorge über den raschen und kontinuierlichen Anstieg der COVID-19-Inzidenzen und die zunehmende Belastung der Intensivstationen.

Der Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, Thomas Seufferlein, äußert sich am Montag:

„Der Hauptteil der Menschen, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen, gehört zur Gruppe der Nicht-Geimpften oder ist geimpft und hat eine oder mehrere Vorerkrankungen. Anders als im letzten Winter steht uns mittlerweile aber ein wirksames und sicheres Instrument zur Verfügung, um die vierte COVID-19-Welle einzudämmen – die COVID-19-Schutzimpfung.“

Ihm zufolge könnten auch Krebskranke, deren Impfschutz möglicherweise rascher abnimmt als bei Gesunden, durch eine Booster-Impfung das Risiko senken, bei einer Durchbruchsinfektion schwer zu erkranken.

Es sei daher umso wichtiger, dass Krebspatientinnen und -patienten bevorzugt die Möglichkeit zu einer Auffrischungsimpfung erhielten.

Zudem richtete die Krebshilfe einen Appell an bislang noch Ungeimpfte:

„Sie alle können die vierte COVID-19-Infektionswelle bremsen, indem Sie, soweit möglich, von ihrem Anspruch auf eine Impfung Gebrauch machen. Dadurch schützen Sie sich nicht nur selbst, sondern tragen auch zu einem besseren Schutz von Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen vor einem ernsten COVID-19-Verlauf und dem Tod bei.“

Herz-Kreislauf-Patienten ebenfalls besonders gefährdet

Auch die Deutsche Herzstiftung appellierte am Montag an ungeimpfte Herz-Kreislauf-Patientinnen und -Patienten wie auch an Gesunde, sich dringend gegen COVID-19 impfen zu lassen.

Wer bereits zweifach geimpft sei, sollte bei nachlassender Immunität seinen Schutz mit einer dritten Impfung unbedingt auffrischen.

„Für Patienten mit Herz- und Kreislauferkrankungen und Ältere ist der COVID-19-Impfschutz deshalb so wichtig, weil sie zum besonders gefährdeten Personenkreis mit einem höheren Risiko für schwere COVID-19-Krankheitsverläufe zählen: das sind insbesondere Patienten mit Herzschwäche, koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck und Diabetes“, so der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Thomas Voigtländer.

Die Deutsche Herzstiftung folge dabei den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, welche eine zusätzliche dritte Impfdosis für Personen mit stark geschwächtem Immunsystem oder nach Organtransplantation und für Personen mit unzureichender oder fehlender Immunantwort auf 2 Impfungen befürworte.

Das aktuelle Infektionsgeschehen zeige u. a. deutlich, dass es unter den Ungeimpften in allen Altersgruppen deutlich häufiger zu symptomatischen Corona-Neuinfektionen als bei den Geimpften komme.

Informationen zur Booster-Impfung für Herzpatientinnen und Herzpatienten finden Betroffene und Angehörige auf der Webseite der Deutschen Herzstiftung.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Diabetes

Weltdiabetestag findet 2021 erneut digital statt

Diabetes

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11.11.2021 – Zum Weltdiabetestag am Sonntag, 14. November 2021, bietet die Deutsche Diabetes-Hilfe unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums auch in diesem Jahr einen Informationstag an, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen und aufzuklären. Aufgrund der COVID-19-Pandemie findet die Veranstaltung, wie bereits 2020, digital statt.

In diesem Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto: „30 Jahre Weltdiabetestag, 100 Jahre Insulin“.

Die digitale Patientenveranstaltung bietet von 10 bis 14 Uhr zahlreiche Live-Vorträge zum Thema Diabetes sowie Fragerunden im Anschluss an die Vorträge.

Nach einem Grußwort von Gesundheitsminister Jens Spahn startet der Aktionstag mit dem Vortrag „Diabetes 2021: Was ist das Wichtigste? (Digitalisierung, neue Medikamente, Ernährung, politische Forderungen)“.

Diabetes oft zu spät oder gar nicht erkannt

Auch der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) meint in einer Mitteilung zum Weltdiabetestag, dass es „eine bessere Aufklärung und einen stärkeren Diskurs zur Entstehung, adäquaten Behandlung und Folgen des Diabetes sowie Folgeschäden“ braucht.

Im Rahmen der Nationalen Diabetesstrategie fordert der BVMed daher in einem 12-Punkte-Plan insbesondere interprofessionelle Netzwerke und eine qualitätsgesicherte Versorgung mit modernen Medizintechnologien.

Nationale Diabetesstrategie

Im Juli 2020 verabschiedete der Bundestag eine Nationale Diabetesstrategie nach einem Antrag von CDU/CSU und SPD. Diese beinhaltet u. a. die Prävention und Versorgungsforschung zu Adipositas und Diabetes mellitus deutlich voranzutreiben.

BVMed-Geschäftsführer Marc-Pierre Möll äußerte sich am Donnerstag:

„Obwohl es den Welt-Diabetes-Tag seit 30 Jahren gibt und sich Diabetes immer mehr ausbreitet, ist das Bewusstsein für Ursachen, Symptome und die Notwendigkeit einer Behandlung des Diabetes noch immer nicht ausreichend. Das muss sich ändern. Wir müssen Volkskrankheiten strategischer und interdisziplinärer angehen.“

Menschen mit Diabetes sterben früher

Auch wenn Diabetes weit verbreitet sei, sei laut BVMed der gesellschaftliche Diskurs und das individuelle Bewusstsein oftmals nicht ausreichend, um die Entstehung zu verhindern oder eine frühe Therapie sicherzustellen.

Die Folge sei meist eine zu späte oder fehlende Diagnose sowie Folgeerkrankungen, die selten mit Diabetes assoziiert und unterschätzt würden.

Mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und frühen Diabetes-Screenings könne nach BVMed-Ansicht eine Erkrankung, Entgleisung oder Folgeerkrankungen verhindert werden.

Rd. 2 Mio. Menschen in Deutschland hätten Diabetes, ohne es zu wissen, heißt es auf der Webseite zum Weltdiabetestag.

Ein erhöhter Blutzucker tue zwar zunächst nicht weh, sei aber gefährlich. Menschen mit Diabetes stürben 5 bis 10 Jahre früher – aufgrund einer zu späten Diagnose.

1991 führten die Internationale Diabetes Federation und die Weltgesundheitsorganisation den Weltdiabetestag ein, um das Bewusstsein für die Erkrankung zu steigern.

Der 14. November ist der Geburtstag von Frederik G. Banting, der 1921 das lebenswichtige Hormon Insulin entdeckte.

In Deutschland organisiert die Deutsche Diabetes-Hilfe seit 2009 den Aktionstag.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Inkontinenz

Neuer Inkontinenz-Ratgeber als Hilfe für pflegende Angehörige

Inkontinenz

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09.11.2021 – Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat einen Ratgeber für pflegende Angehörige mit Praxistipps rund um das Thema Inkontinenz veröffentlicht.

Probleme mit der Inkontinenzversorgung seien ein typischer Grund dafür, dass häusliche Pflege nicht aufrechterhalten und der Umzug in ein Pflegeheim notwendig werde.

V. a. ältere pflegebedürftige Menschen seien von Inkontinenz betroffen. Neben gesundheitlichen Problemen und der seelischen Belastung für die Betroffenen selbst, bedeute dies auch einen höheren pflegerischen Aufwand für Angehörige.

ZQP Pflegeexpertin Daniela Sulmann sagte Anfang November:

„Viele Probleme könnten aber mit einem guten Wissensstand über Inkontinenz und den richtigen Maßnahmen vermieden werden.“

Der 24-seitige Ratgeber soll nach ZQP-Angaben insbesondere pflegenden Angehörigen helfen. Die Broschüre sei übersichtlich gestaltet und die Informationen seien einfach sowie verständlich erläutert.

Zu den Inhalten gehört Basiswissen über Inkontinenz, deren Ursachen, Folgeprobleme und Therapiemöglichkeiten.

Tipps für den Alltag mit Inkontinenz

Den Hauptteil bilden konkrete Tipps, die den Alltag mit Inkontinenz erleichtern und die Kontinenz fördern können, z. B. für die Ernährung, den Umgang mit Hilfs- und Pflegemitteln sowie Anregungen für Anpassungen in der Wohnung.

Bereits kleine Veränderungen wie Haltegriffe neben der Toilette oder barrierefreie Laufwege erleichterten den Weg zur Toilette und trügen zur Vermeidung von Stürzen bei.

Auch große Symbole, Bilder oder Schriftzüge auf den entsprechenden Türen würden Menschen mit Demenz helfen, das WC besser zu finden.

Ein farbiger Toilettensitz, der sich deutlich von der Umgebung abhebe, helfe zusätzlich. Auch sei Kleidung, die sich leicht und schnell ausziehen lasse, nützlich.

Angehörige erhielten zudem Hinweise, was bei der Hautreinigung und -pflege im Zusammenhang mit Inkontinenz zu beachten sei, um Hautprobleme zu vermeiden. 

Schamgefühl ist ein wichtiger Punkt

Sulmann verdeutlichte:

„Inkontinenz kann gesundheitliche Probleme wie Hautschäden, Infektionen oder Stürze nach sich ziehen. Und nicht zuletzt kann sie die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Denn Inkontinenz wirkt sich stark auf den Alltag aus: Die Toilette muss immer rasch erreichbar sein und Hilfs- und Pflegemittel verfügbar. Für die Hautreinigung und -pflege sowie den Wäschewechsel ist in der Regel Unterstützung erforderlich.“

Fehlende Hilfe und Schamgefühl könnten zu sozialer Isolation und Vereinsamung führen.

Der Ratgeber biete daher auch Anregungen zum Umgang mit Schamgefühl. Ein zentraler Aspekt sei dabei, trotz unangenehmer Gefühle offen über die Inkontinenz zu sprechen. Das sei wichtig, damit die Situation verbessert werden könne.

Interessierte können den Ratgeber über die Webseite des ZQP kostenfrei bestellen oder als PDF-Datei herunterladen.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Bluthochdruck

Bluthochdruck: Warum regelmäßiges Blutdruckmessen wichtig ist

Bluthochdruck

Deutsche Herzstiftung

21.10.2021 – Etwa ein Drittel aller Erwachsenen in Deutschland hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts einen zu hohen Blutdruck – das sind ca. 20 Mio. Menschen. Viele von ihnen haben Bluthochdruck ohne es zu wissen. Das sei besorgniserregend, warnt die Deutsche Herzstiftung.

Denn die häufigste Volkskrankheit Bluthochdruck gelte als wesentlicher Grund für einen vorzeitigen Tod und sei einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Hirnblutung, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder andere Erkrankungen wie Nierenversagen.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Thomas Voigtländer, sagte am Mittwoch in Frankfurt:

“Leider führen oft erst die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Hochdrucks die betroffenen Personen zum Arzt. Dem wollen wir mit gezielter Aufklärung entgegenwirken. Bluthochdruck lässt sich mit Hilfe von Medikamenten und einem gesunden Lebensstil sehr gut behandeln.”

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

In den “Herzwochen” vom 1. bis 30. November will die Herzstiftung deshalb u. a. Betroffene und Angehörige verstärkt für die Gefahren des Bluthochdrucks sowie die Wichtigkeit der Blutdruckmessung und der konsequenten Behandlung und Prävention sensibilisieren.

Blutdruck frühzeitig messen und Medikamente nicht absetzen

Das Tückische an dem “stillen Killer”: Bluthochdruck könne auch trotz hoher Blutdruckwerte ohne Beschwerden verlaufen und deswegen jahrelang unbehandelt oder gar unentdeckt bleiben, warnt die Herzstiftung. Jeder solle deshalb seinen Blutdruck kennen und ihn ab 40 regelmäßig messen oder messen lassen. Im Fall einer familiären Vorbelastung sei eine routinemäßige Untersuchung des Blutdrucks auch schon früher sinnvoll.

Viel zu wenig bekannt sei, dass ein normaler oder niedriger Blutdruck im Laufe des Lebens sich sehr oft zu einem hohen Blutdruck wandle. Je älter ein Mensch werde, desto wahrscheinlicher werde es, dass er Bluthochdruck entwickele.

Bei den über 60-Jährigen liegt der Anteil der Menschen mit Bluthochdruck nach Angaben der Deutschen Herzstiftung bei über 60 %.

Die inkonsequente Einnahme blutdrucksenkender Medikamente sei ein weiterer kritischer Punkt: Von Bluthochdruck Betroffene nähmen oftmals ihre Medikamente nicht – wegen tatsächlicher oder vermuteter Nebenwirkungen –, verminderten die Dosierung oder brächen die Therapie ganz ab. Häufig sind ihnen die Wirkungen und Nebenwirkungen der Blutdruckmedikamente nicht ausreichend bekannt.

Herzwochen-Broschüre zu Bluthochdruck – die stille Gefahr

Anlässlich der Herzwochen gibt die Herzstiftung eine 130 Seiten umfassende Broschüre heraus. Sie informiert laienverständlich über Ursachen, Diagnose sowie Therapie des Bluthochdrucks und gibt Tipps zur Prävention.

Die Broschüre kann kostenfrei angefordert werden unter www.herzstiftung.de/bestellung oder per Mail unter bestellung@herzstiftung.de oder Tel. 069 955128-400.

 

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Sport im Alter gegen Osteoporose

Osteoporose: Wie ein persönlicher Vorsorgeplan helfen kann

Sport im Alter gegen Osteoporose

Getty Images/jeffbergen

19.10.2021 – Mehr als 7 Mio. Menschen leiden in Deutschland unter Osteoporose – einem schleichenden Abbau des Knochengewebes, der bei ca. 700.000 Betroffenen zu einem Knochenbruch führt. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) rät anlässlich des Welt-Osteoporosetags am 20. Oktober zu einer aktiven Lebensweise, gesunder Ernährung und ggf. einer ergänzenden medikamentösen Behandlung.

Gesunde Ernährung, Bewegung und ein persönlicher Vorsorgeplan

Zum Schutz vor Knochenbrüchen empfiehlt die DGOU außerdem einen persönlichen Vorsorgeplan für Osteoporose. Dieser beinhaltet folgende 4 Punkte:

  1. Aktivität und Bewegung: Bewegung stärkt den Muskelapparat und schützt vor Knochenbrüchen. Sie fördert zudem den Knochenstoffwechsel und hilft, das für die Knochenbildung wichtige Kalzium in den Knochen abzulagern. Bewegung an der frischen Luft und v. a. bei Sonnenschein hilft, Vitamin D aufzubauen und damit die Knochenfestigkeit zu erhöhen.
  2. Gesunde Ernährung: Einem Kalziummangel lässt sich mit geeigneter Ernährung begegnen. Gerade Milchprodukte sind günstig, aber auch Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse sind besonders kalziumhaltig.
  3. Frühzeitiges Erkennen und Diagnose: Generell sollte bei Frauen ab 70 Jahren und bei Männern ab 80 Jahren eine Knochendichte-Untersuchung erfolgen. Leiden Personen an Rheuma, Diabetes oder Herzinsuffizienz empfiehlt die DGOU eine Untersuchung schon ab 60 Jahren.
  4. Haushaltscheck: Das eigene Zuhause sollte mit zunehmendem Alter auf gefährliche Stolperfallen wie Kabel, Teppichkanten oder Türschwellen geprüft werden. Auch handwerkliche Aktivitäten oder einfache Haushaltstätigkeiten führen regelmäßig zu Knochenbrüchen. Hier sollten ältere Menschen auf Hilfe zurückgreifen, wenn sie sich nicht mehr sicher fühlen.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Liegt eine Osteoporose vor, ist das Verhältnis von Knochenaufbau und -abbau gestört. Ab dem 30. Lebensjahr vermindert sich beim Menschen die Knochenmasse. Sinkt die Knochenmasse jedoch unter ein gewisses Niveau, können Knochen schon bei leichten Erschütterungen brechen.

Lesen Sie hier unsere 5 Fragen und Antworten zum Thema Knochenschwund.

Tipps zur Stärkung der Knochengesundheit haben wir hier für Sie aufbereitet.

Vitamin D wichtig

Wird eine Osteoporose diagnostiziert, sollten spezifische Osteoporose-Medikamente, die den Knochen wieder aufbauen, in Kombination mit Vitamin D verabreicht werden, so die DGOU.

Osteoporose könne heute sehr gut behandelt und die Knochendichte wieder erhöht werden. Damit ließen sich Brüche wirkungsvoll vermeiden. Spätestens nach dem ersten Bruch sollte die Behandlung starten, um weitere schwerwiegende Brüche, z. B. an der Hüfte, zu vermeiden.

 

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Vorhofflimmern

Was Angehörige über Vorhofflimmern wissen sollten

Vorhofflimmern

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28.09.2021 – Am 29. September findet der jährliche Weltherztag statt. Dieses Jahr legt die Deutsche Herzstiftung mit dem Motto “Herz aus dem Takt” den Fokus auf Herzrhythmusstörungen sowie die Ursachen, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten der mit ca. 1,8 Mio. Betroffenen in Deutschland häufigsten anhaltenden Herzrhythmusstörung – dem Vorhofflimmern.

Vorhofflimmern erhöht das Risiko für einen Schlaganfall und andere Komplikationen, wenn es unbemerkt und unbehandelt bleibt.

Herzrhythmusstörungen: entweder harmlos oder akut lebensbedrohlich

Herzrhythmusstörungen seien für Betroffene meist mit Ängsten und hohem Leidensdruck verbunden, so die Herzstiftung. Das Tückische an Herzrhythmusstörungen: Je nach Ursache, Ursprung im Herzen und Schweregrad, können sie entweder harmlos oder akut lebensbedrohlich, sogar tödlich sein.

Vorhofflimmern könne gerade beim ersten Anfall Angst machen und Panik auslösen, wenn das Herzstolpern plötzlich einsetze und es zu heftigen Schlägen bis in den Hals hinauf, Druckgefühl im Brustkorb und Luftnot komme. Das Herz schlage dann meistens völlig unregelmäßig und schnell mit einem Puls von bis zu 160 Schlägen pro Minute.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

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Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Thomas Voigtländer, beschreibt:

“Vorhofflimmern ist eine ernst zu nehmende Herzrhythmusstörung, die manchmal aber auch ohne größere Symptome auftritt. Unbemerkt und unbehandelt kann Vorhofflimmern zur lebensbedrohlichen Gefahr bis hin zu Herzschwäche und Schlaganfall werden.”

Puls regelmäßig messen

Sein Tipp: Mithilfe der Pulsmessung beim Arztbesuch, in der Apotheke oder einfach zu Hause, lasse sich ganz leicht ein unregelmäßiger Herzschlag feststellen. Auch ein Schlaganfall und andere Herz-Komplikationen aufgrund von unentdecktem Vorhofflimmern ließen sich so verhindern.

Symptome von Vorhofflimmern

Mögliche Symptome von Vorhofflimmern sind:

  • Leistungsschwäche
  • Unruhe und Angst
  • Luftnot
  • Schwächegefühl
  • Schwindelattacken
  • Brustschmerzen
  • kurzzeitige Bewusstlosigkeit

Risikofaktoren für Vorhofflimmern

Vorhofflimmern tritt v. a. bei Menschen auf, die bereits andere Herzprobleme oder Vorerkrankungen haben. Zu den Risikofaktoren gehören:

  • Bluthochdruck
  • Herzschwäche
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Herzklappenerkrankungen
  • V. a. auch ältere Menschen gehören zur Risikogruppe. Die Gefahr für Vorhofflimmern steigt mit zunehmendem Lebensalter. In der Gruppe der 60-Jährigen sind ca. 4 % betroffen, bei den 80-Jährigen über 20 %.
  • Und – wie eine neue Studie des Universitären Herz- und Gefäßzentrums Hamburgs ergeben hat – ist Alkohol selbst in geringen Mengen ebenfalls ein nicht zu vernachlässigender Risikofaktor.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Alzheimer

Welt-Alzheimertag: Mehr Teilhabe für Erkrankte

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21.09.2021 – Unter dem Motto “Demenz – genau hinsehen!” findet am 21. September wie in jedem Jahr seit 1994 der Welt-Alzheimertag statt. In der “Woche der Demenz” werden vom 20. bis 26. September bundesweit vielfältige Aktionen organisiert, um auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen.

Ausbau der klinischen Forschung gefordert

In Deutschland leben aktuell rd. 1,7 Mio. Menschen mit einer Demenz-Erkrankung. Im Zuge der steigenden Lebenserwartung nimmt die Zahl der Erkrankten weiter zu und wird nach Ansicht der Deutschen Alzheimer Gesellschaft bis 2050 auf 3 Mio. steigen.

Wegen des hohen und langen Pflegeaufwands sei noch völlig unklar, wie die sozialen Sicherungssysteme personell und finanziell diese Herausforderung meistern werden, gab das Vorstandsmitglied der Hirnliga – der Vereinigung der deutschen Alzheimerforscher –, Oliver Peters, anlässlich des Aktionstags zu bedenken.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

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“Vor diesem Hintergrund gilt es dringend, die Forschung zur Vorbeugung und Behandlung zu verstärken, denn es gibt bis heute noch kein Medikament zur Heilung der Alzheimerkrankheit und es sieht auch nicht so aus, als ob wir zeitnah damit rechnen können.”

Den Menschen hinter der Krankheit sehen

Allerdings sei schon heute Unterstützung möglich, betonte die Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Monika Kaus. Werde die Diagnose Demenz gestellt, sähen viele nur noch die Krankheit und nicht mehr den Menschen.

Doch Menschen mit Demenz verfügten über Fähigkeiten, wollten selbstbestimmt leben und sich aktiv einbringen.

Wie dringend Unterstützung nötig sei, habe die Corona-Pandemie sehr deutlich gezeigt.

“Das Leid, das Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in dieser Zeit durch Kontaktverbote in Heimen und den Wegfall der Unterstützungsangebote erfahren haben, wollen wir nicht noch einmal erleben. Wir müssen alles dafür tun, damit durch gute Konzepte Menschen nicht wieder allein gelassen werden. Die Pandemie hat uns auch gezeigt, wie wichtig Flexibilität ist.”

Alterspsychiater fordern mehr Behandlung von Menschen mit Demenz in jedem Stadium

Für den Präsidenten der Deutschen Alterspsychiater, Michael Rapp, werden umfassende Therapie- und Behandlungsangebote nicht ausreichend umgesetzt.

In Frühstadien der Erkrankung fehlten oft rehabilitative Ansätze, die den Verlauf der Demenz verzögern könnten, in fortgeschrittenen Stadien fehlten aufsuchende multiprofessionelle Behandlungsangebote, und in Pflegeheimen ließen sich therapeutische Ansätze oft nur unzureichend umsetzen.

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) forderte anlässlich des Welt-Alzheimertags ein Umdenken im Umgang mit der Krankheit. KDA-Vorsitzender Helmut Kneppe betonte:

“Statt Erkrankte zu isolieren, müssen teilhabeorientierte Lebenssituationen geschaffen werden.”

Dabei sei die Gestaltung von reizvollen, anregenden Wohnsettings ein wichtiger Aspekt, der die Verbesserung der Situation für Alzheimer-Erkrankte und ihre Angehörigen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sehe.

Neue Wohnformen für an Demenz Erkrankte entwickeln

Nach KDA-Ansicht sollten Pflegende und Gepflegte mehr über die Gestaltung des Pflegearrangements (mit-)entscheiden. So gehe es z. B. auch darum, für Menschen mit Demenz mehr Entscheidungsteilhabe mittels “gestützter Entscheidungsfindung” zu ermöglichen und neue Wohnformen zwischen Heim und Häuslichkeit wie sog. Clusterwohnen, Pflegewohngemeinschaften oder Quartiershäuser weiterzuentwickeln.

“In einer entsprechend angepassten Lebenssituation finden Menschen mit einer Alzheimererkrankung Orientierung und Anregungen zum sozialen Austausch.”

Der KDA-Vorsitzende hob hervor, dass die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen nicht nur eine Aufgabe von Politik und Wissenschaft sei:

“Über die Gestaltung angepasster Wohnformen hinaus setzt die Integration und die Teilhabe von Menschen mit altersbedingten Einschränkungen einen Wandel der Gesellschaft hin zu einer sorgenden Gemeinschaft voraus. Wir sollten das Altern als Chance betrachten, die viele Möglichkeiten bietet, wenn wir die Möglichkeitsräume schaffen.”

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Leber-Gesundheit

Leber-Ratgeber: So schützen Sie Ihre Leber und beugen Erkrankungen vor

Leber-Gesundheit

09.09.2021 – Ist meine Leber krank? Was passiert, wenn meine Leber krank ist? Was macht meine Leber krank? Wie kann ich meine Leber vor einer Erkrankung schützen? Diese und andere Fragen beantwortet “Das Leber-Buch” der Deutschen Leberstiftung. Die 2010 erstmals erschienene Ausgabe ist umfassend ergänzt und aktualisiert worden. Die lebenswichtigen Aufgaben der Leber, verschiedene Krankheiten des Organs und ihre Ursachen werden genauso erläutert wie die entsprechenden Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.

Der verständlich und anschaulich verfasste Ratgeber unterstützt ebenso dabei, mit einer Leber-Erkrankung besser zu leben und auf die richtige Ernährung zu achten.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Der Serviceteil gibt praktische Hinweise und enthält einen Fragebogen, mit dem Leserinnen und Leser feststellen können, ob bei ihnen ein erhöhtes Risiko für das Vorliegen einer Lebererkrankung besteht.

Ergänzt wird dieser Teil u. a. von einem Glossar “Die Leber von A (wie Adenom) bis Z (wie Zyste)”.

Das Buch thematisiert zudem Lebertransplantationen, die Arbeit der Deutschen Leberstiftung und die neuesten Entwicklungen der Forschung.

Der Ratgeber kostet 19,99 Euro – ein Euro geht jeweils als Spende an die Deutsche Leberstiftung.

 

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Herzgesundheit

Wetterempfindlich: Das sollten Herz-Kreislauf-Patienten beachten

Herzgesundheit

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07.09.2021 – Wetterveränderungen können Patientinnen und Patienten mit chronischer Krankheit zusätzlich belasten. Worauf Herzkranke zum Schutz vor Herzinfarkt und anderen Komplikationen achten sollten, hat jetzt die Deutsche Herzstiftung zusammengetragen.

Herz-Kreislauf-System für Wetterreize besonders sensibel

Der Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung in Freiburg, Andreas Matzarakis, beschreibt:

“Wetterempfindlich sind meist Menschen, deren Körper durch Alter oder chronische Krankheiten wie Rheuma, Asthma sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits geschwächt ist oder bei denen eine Abweichung von der normalen Regulation besteht, etwa ein zu niedriger oder ein zu hoher Blutdruck.”

Das Herz-Kreislauf-System sei mit seinen komplexen vegetativen, hormonellen und biorhythmischen Regel- sowie Steuervorgängen für Wetterreize besonders sensibel.

Im Fall von Herz- und Kreislaufleiden wie Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit (Verengungen der Herzkranzgefäße), Rhythmusstörungen oder Herzschwäche könnten ungünstige Wetterveränderungen insbesondere durch starke Temperaturschwankungen zur großen Belastung für den bereits geschwächten Organismus werden, so der Medizin-Meteorologe weiter.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Im höheren Lebensalter versteiften Blutgefäße, sodass ein ohnehin beeinträchtigter Organismus überfordert werden könne, wenn wegen Wetterveränderungen zusätzliche Regulationsleistungen erforderlich seien.

Hitze und Kälte bewirkten z. B. eine Weitung (Vasodilatation) bzw. Verengung (Vasokonstriktion) der peripheren Blutgefäße und könnten dadurch Änderungen des Blutdrucks hervorrufen.

Erhöhte Thromboseneigung bei Hitze und Kälte möglich

Hitze und Kälte könnten auch die Gerinnungsfähigkeit des Blutes erhöhen und entzündliche Prozesse in den Gefäßen fördern. Die Zähflüssigkeit des Bluts (Viskosität) nehme bei hohen Temperaturen aufgrund des Verlusts von Flüssigkeit (Schwitzen) zu. Geringe Temperaturen hingegen förderten bei Vasokonstriktion in betroffenen Geweben eine Minderdurchblutung. Das führe zu einem Flüssigkeitsverlust über die Niere und einer dadurch ebenfalls erhöhten Zähflüssigkeit.

“Dies wiederum führt zu einer verringerten Blutströmungsgeschwindigkeit bis hin zum Blutstau in den Venen, das Risiko für Verklumpungen und die Bildung venöser Thrombosen kann steigen.”

Für Patientinnen und Patienten mit koronarer Herzkrankheit, Verengungen der peripheren Arterien oder der Venen bedeuteten Wetterextreme somit ein zusätzliches Risiko für Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Gerinnselbildung.

Vorsorgende Maßnahmen treffen

Jeder, der Wetterschwankungen spürt, kann nach Angaben der Deutschen Herzstiftung einiges dafür tun, seinen Gesundheitszustand zu stärken und einem ungünstigen Wettereinfluss entgegenzuwirken. Dazu gehören alle Methoden, die das vegetative Nervensystem, das die Regulation der Blutgefäße steuert, zu trainieren, wie:

  • Kneippsche Anwendungen (Kneippbäder)
  • Wechselduschen
  • Sauna
  • Bewegung an der frischen Luft (bei Wind und Wetter)

Zusätzlich hilft eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung, regelmäßigem Schlafrhythmus und einer ausgewogenen Ernährung, sich auch bei Wetterumschwüngen wohler zu fühlen.

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Osteoporose/Knochenschwund

Knochenschwund: Fünf Fragen zur Osteoporose

Osteoporose/Knochenschwund

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Osteoporose ist eine häufige Störung des Knochenstoffwechsels. Die Folge können Knochenbrüche – vor allem des Oberschenkelhalses und der Wirbelsäulenkörper – sein. Erfahren Sie, wie der sogenannte Knochenschwund entsteht, sich äußert und was Betroffene gegen Beschwerden tun können. Weiterlesen