Tablettenbox

So vermeiden Angehörige Medikationsfehler bei Pflegebedürftigen

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16.09.2021 – Die Mehrheit älterer pflegebedürftiger Menschen nimmt regelmäßig 5 oder mehr rezeptpflichtige Medikamente ein. Das birgt nicht nur Gefahren unerwünschter Neben- und Wechselwirkungen, sondern kann auch zu Fehlern in der Medikation führen. Das wiederum hat möglicherweise schwerwiegende Folgen für pflegebedürftige Personen.

Folgen von Medikationsfehlern

Medikationsfehler können z. B. Schwindel, Stürze, Verdauungs- und Herz-Kreislauf-Probleme sowie Schäden an Nieren oder Leber hervorrufen.

Bei Schlaf- und Beruhigungsmitteln besteht das Risiko einer Abhängigkeit.

Medikationsfehler mit Psychopharmaka lösen u. U. Antriebslosigkeit und motorische Probleme aus oder verstärken diese ggf..

Verantwortungsvolle Medikamentenversorgung

Angehörige können entscheidend zu einer sicheren Medikamentenversorgung pflegebedürftiger Menschen beitragen. Darauf hat das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hingewiesen.

Die Mehrheit pflegender Angehöriger übernähme bereits Aufgaben in der Medikamentenversorgung. Z. B. besorgten sie die Rezepte und Medikamente, stellten und verabreichten Tabletten, wendeten Tropfen und Salben an. Solche Aufgaben seien wegen der gesundheitlich hohen Relevanz besonders verantwortungsvoll.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Um pflegende Angehörige bei einer sicheren Medikamentenversorgung zu unterstützen, hat das ZQP den kostenlosen Kurzratgeber “Sicherheit bei der Medikation” veröffentlicht. Er vermittelt Basiswissen und praktische Tipps, z. B. was bei Organisation und Verabreichung der Medikation zu beachten ist.

So sollten sich Angehörige etwa darüber informieren, wie ein Medikament wirken soll und welche Neben- sowie Wechselwirkungen auftreten können.

Anspruch auf Medikationsplan

Ein kurzer Erklärfilm erläutert zudem, was pflegende Angehörige über Medikationssicherheit wissen sollten.

Zeitpunkt und Dosis der Medikation seien wichtige Angaben. Träten Probleme bei der Einnahme auf, sei ärztlicher, pharmazeutischer oder pflegefachlicher Rat entscheidend. Wichtig: Dieser sei im Vorfeld einzuholen, bevor Tabletten geteilt, aufgelöst oder Kapseln geöffnet würden.

Gesetzlich Krankenversicherte, die mind. 3 Medikamente anwenden, die über den Blutkreislauf wirken, haben nach ZQP-Angaben Anspruch auf einen Medikationsplan. Dieser helfe, einen guten Überblick über die einzunehmenden Arzneimittel zu behalten.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

E-Bike

E-Bike: Neu gewonnene Mobilität birgt Gefahren

E-Bike

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E-Bikes, Pedelecs, E-Roller, E-Scooter – Elektromobilität im Bereich der Leicht-Elektrofahrzeuge erlebt seit einigen Jahren einen rasanten Aufschwung. Gerade zu Beginn gab es viel Skepsis und Kritik an den E-Bike-Nutzern: zu schnell, zu wild, eine Gefahr für Fußgänger, traditionelle Radfahrer und für die Nutzer der E-Bikes selbst. Inzwischen sind E-Bikes nicht mehr von den Straßen und Fahrradwegen wegzudenken. Doch es gibt einiges zu beachten. Weiterlesen

Hilfe-Telefon

Ein Hilfe-Telefon gegen Einsamkeit

Hilfe-Telefon

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Pflegende Angehörige haben ein erhöhtes Risiko für Einsamkeit. Mit dem Silbernetz e. V. steht ein bundesweit agierendes, kostenfreies Hilfs- und Kontaktangebot für ältere Menschen zur Verfügung. Weiterlesen

Licht und Farben

Mit Licht und Farbe belastende Symptome lindern

Licht und Farben

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Licht und Farben sind Stimmungsmacher und gehören zu unseren zentralen Bedürfnissen. Sie können aber auch zur Verbesserung von Symptomen eingesetzt werden und wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus – wie zahlreiche Studien belegen. Pflegekräfte nutzen in ihrem beruflichen Alltag gezielt diesen Effekt, um Symptome wie Schmerzen und Ängste zu reduzieren. Dieser Effekt könnte auch bei der Pflege von Angehörigen eingesetzt werden. Weiterlesen

Sprachassistenten

Sprachassistenten: Ein Stück Selbstständigkeit wiedergewinnen

Sprachassistenten

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Ob Alexa, Google Nest oder der Apple Homepod – der Markt für smarte Lautsprecherboxen wächst. Dank der integrierten Sprachassistenten lassen sich beispielsweise Licht und Musik nur mit der Stimme steuern. Michael Heider, der an MS (Multiple Sklerose) erkrankt ist, gibt ein solcher Sprachassistent aber vor allem ein Stück Selbstständigkeit und Selbstbestimmung wieder zurück und entlastet so auch seine Ehefrau, die ihn pflegt. Weiterlesen

Nahrungsergänzung

Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzung

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Frage an Ihren Apotheker: Viele Erwachsene nehmen regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel ein – daher ist es wichtig zu klären: Was sollte bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln beachtet werden? Wann ist die Einnahme überhaupt sinnvoll und wann sollte die Einnahme mit einem Arzt abgesprochen werden? Was gilt es außerdem zu beachten? Weiterlesen

Hitzeschutz

Infektionsschutz bereitet Probleme bei Hitze

Hitzeschutz

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Mund-Nasen-Schutz, Handschuhe und Schutzkleidung haben seit Beginn der Corona-Pandemie einen festen Platz bei der Pflege und Unterstützung von Angehörigen. Doch was als Infektionsschutz sinnvoll ist, kann in Anbetracht großer Sommerhitze zum Problem werden. Weiterlesen

Corona-Drittimpfung

Corona-Infektion: Für wen sich eine dritte Impfung lohnt

Corona-Drittimpfung

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02.09.2021 – Seit Mittwoch haben die bundesweiten Aktionen zur Auffrischungsimpfung gegen eine Corona-Infektion begonnen. Sie sind zunächst für besonders gefährdete Menschen gedacht, also v. a. für Über-80-Jährige, Pflegebedürftige und Vorerkrankte. Aber auch für Organtransplantierte, Krebspatientinnen und -patienten – besonders während der Therapie –, teilweise auch Dialysepatientinnen und -patienten sowie Betroffene mit Autoimmunerkrankungen ist nach Aussage des Professors für Immunologie am Leibnitz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund, Carsten Watzl, auf “Tagesschau online” eine Auffrischimpfung ratsam.

Ratsam für ber-80-Jährige, Pflegebedürftige und Vorerkrankte

Geimpft wird in stationären Pflegeeinrichtungen in Zusammenarbeit mit Hausärztinnen und -ärzten, über mobile Teams oder in Impfzentren.

Anlass für die erneute Impfung sind Studien aus Israel und Großbritannien, die darauf hinweisen, dass Impfungen mit BioNTech/Pfizer und AstraZeneca zwar gut vor schweren Verläufen schützen, der Schutz vor Infektionen aber zurückgeht, seit die Delta-Variante dominiert.

Für die Drittimpfung seien laut Watzl mRNA-Impfstoffe, etwa von BioNTech/Pfizer oder Moderna, besser geeignet als Vektorimpfstoffe, zu denen etwa das Vakzin von AstraZeneca gehört.

Denn Vektorimpfstoffe hätten etwas mehr Nebenwirkungen.

 

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Kreuzimpfungen verstärken Schutz

Watzl empfiehlt sog. Kreuzimpfungen: Personen, die mit Vektorimpfstoffen geimpft worden seien, könnten jetzt einen mRNA-Impfstoff wählen. Das werde den Schutz noch deutlich verstärken.

Die Immunreaktion werde mit jeder Impfung oder Infektion besser. Es bildeten sich Antikörper, die noch besser den Erreger erkennen können, erläuterte Watzl. Zudem bildeten sich mehr Gedächtniszellen, sodass der Schutz länger halte.

Watzl kann sich vorstellen, dass 3 Impfungen bald zum Standard werden könnten. Er würde dann die zweite Impfung nach 6-8 Wochen und die dritte Impfung nach weiteren 6-8 Monaten geben, um für einen größtmöglichen Schutz zu sorgen.

Noch keine offizielle Empfehlung für eine erneute Impfung

Die Ständige Impfkomission hat bisher allerdings noch keine Empfehlung für die dritte Impfung gegen das Corona-Virus gegeben.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor wenigen Tagen mitgeteilt:

“Aktuell werden international diverse Studien zu der Fragestellung durchgeführt, ob und gegebenenfalls in welchem Zeitabstand eine COVID-19-Auffrischimpfung notwendig sein wird.”

Da im Laufe des September noch relevante Daten für diese Fragestellung erwartet würden, werde sich die STIKO voraussichtlich nicht vor Ende September bzw. Anfang Oktober positionieren können, so das RKI.

Die Behörde weist auf verschiedene Faktoren hin, von denen eine Empfehlung abhänge, und nennt konkret die Dauer des Impfschutzes, die Wirkweise des Impfstoffs, mögliche Immunitätsentwicklungen gegen Impfstoffkomponenten oder die Wirksamkeit gegen neue Virusmutationen.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Chronische Schmerzen - Podcast

Chronische Schmerzen: Neuer Podcast nimmt Versorgung in den Blick

Chronische Schmerzen - Podcast

© Herby Sachs®

31.08.2021 – 23 Mio. Menschen – das entspricht mehr als einem Viertel der Gesamtbevölkerung in Deutschland – leiden hierzulande an chronischen Schmerzen. Chronisch sind Schmerzen, wenn sie seit mind. 3-6 Monaten fast immer vorhanden sind oder häufig wiederkehren und die Betroffenen körperlich, kognitiv und sozial beeinträchtigen.

Wie kann diesen Menschen geholfen werden? Steht Cannabis in der Schmerztherapie zur Verfügung? Wie sieht die medizinische Versorgung der betroffenen Personen aus? Diesen und ähnlichen Fragen geht ab sofort der aus dem TV als Doc Esser bekannte Facharzt Heinz Wilhelm Esser gemeinsam mit seinen Talkgästen in einer neuen Podcast-Serie der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) nach.

 

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Der Facharzt für Pneumologie, Kardiologie und Intensivmedizin will gemeinsam mit der DGS auf wichtige Themen in der Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen aufmerksam machen und engagiert sich auch aus persönlichen Gründen:

“Ich habe meinen krebskranken besten Freund sehr lange begleitet. In dieser Zeit ist mir klar geworden, wie wichtig eine individuelle und multimodale Schmerzmedizin ist, weil sie Patienten eine bessere Lebensqualität ermöglichen kann.”

In der ersten Folge von “Schmerz und Versorgung im Dialog” spricht Esser mit DGS-Präsident Johannes Horlemann über die mangelhafte Versorgung von Schmerzpatientinnen und -patienten sowie die dringende Notwendigkeit eines Facharztes für Schmerzmedizin. Denn bislang würden angehende Ärztinnen und Ärzte in den verschiedenen Fachdisziplinen während ihrer Ausbildung nicht auf Schmerz- oder Palliativpatientinnen und -patienten vorbereitet.

Eine neue Folge des Podcasts erscheint künftig jeweils am letzten Donnerstag eines Monats.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Corona-Schutzimpfung Kinder

Das sollten Sie über die Corona-Impfung für Ihr Kind wissen

Corona-Schutzimpfung Kinder

Getty Images/Roberto Jimenez Mejias

03.08.2021 – Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat in einem Merkblatt die wichtigsten Informationen über Corona-Schutzimpfungen für Kinder ab 12 Jahren zusammengestellt.

Zwar habe die Ständige Impfkommission (STIKO) bislang keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ausgesprochen, da diese meist ohne Krankheitszeichen oder mit mildem COVID-19-Verlauf erkrankten und die Datenlage für eine allgemeine Empfehlung noch nicht ausreiche.

Corona-Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen 

Die STIKO empfehle jedoch aktuell die Impfung für junge Menschen ab 12 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen oder mit engem Kontakt zu Menschen, die nicht selbst geimpft werden können, verdeutlichte die BZgA am Montag.

 

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Auch bei Kontakt zu Menschen, die vermutlich keinen ausreichenden Impfschutz aufbauen könnten, oder bei einem erhöhten beruflichen Ansteckungsrisiko im Rahmen einer Ausbildung bzw. Tätigkeit in bestimmten Einrichtungen werde die Impfung empfohlen.

Starkes Übergewicht kann schweren Verlauf verursachen

Zu den Vorerkrankungen zählen z. B.

  • starkes Übergewicht
  • schwere Erkrankungen
    • am Herzen
    • an Nervensystem
    • an Lunge
    • an Nieren.

In diesen Fällen sei das Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf erhöht, betonte die BZgA.

Das Merkblatt informiert auch darüber, welche Impfstoffe für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zur Verfügung stehen und welche Impfreaktionen bzw. Nebenwirkungen auftreten können.

Außerdem hilft eine Checkliste bei der Entscheidung für oder gegen eine Corona-Impfung.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.