Neue App für junge Krebspatienten

Neue App unterstützt junge Krebspatienten

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20.07.2021 – Jungen Menschen, die an Krebs erkrankt sind und mit den Folgen der Erkrankung kämpfen, steht ab sofort über das „Junge Krebsportal“ eine App für individuelle Beratungen zur Verfügung. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs hat in der vergangenen Woche ihr neues digitales Projekt vorgestellt, mit dem junge Krebspatientinnen und -patienten in der Akutphase und Nachsorge unterstützt werden sollen.

Krebsportal: Individuelle Beratung und Informationen

Das Krebsportal ermöglicht jungen Menschen, die an Krebs erkrankt sind, waren oder an einem Rezidiv leiden, einen schnellen Kontakt zu Expertinnen und Experten in ganz Deutschland, um notwendige Informationen und Beratung zu erhalten.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Bereits 2015 initiierte die Stiftung mit der individuellen Beratung im Jungen Krebsportal ihr erstes Hilfsangebot für junge Betroffene.

Mithilfe des onlinebasierten Angebots können junge Krebspatientinnen und -patienten individuelle Fragestellungen an das qualifizierte Beraterteam des Krebsportals richten und erhalten in Online-Chats, Telefonaten oder persönlichen Gesprächen vor Ort Antworten.

Das Beratungsangebot umfasst die Themen „Sozialrechtliche Fragestellungen“, „Veränderungen des Hormonhaushaltes“, „Immundefekte“ sowie „Integrative Krebsmedizin“.

Seit Februar 2021 haben junge Krebspatientinnen und -patienten zudem die Möglichkeit, sich in einer „Tandem-Beratung“ von anderen jungen Betroffenen durch ihre Krebserkrankung begleiten zu lassen.

Die Tandem-Partnerinnen und-partner unterstützen Betroffene mit ähnlichen Diagnosen anhand ihrer eigenen persönlichen Erfahrungen mit einer Krebserkrankung und helfen mit Tipps und Tricks durch diese herausfordernde Zeit.

Betroffene und Hilfesuchende können sich im Portal registrieren und per App ihre individuellen Anfragen an das Expertenteam stellen. Auch bereits registrierte Nutzerinnen und Nutzer können sich ab sofort mit ihren Daten in der App einloggen.

Ebenso können die Berater und Tandem-Partner künftig die App zum Beantworten der Anfragen nutzen. Anhand von Push-Benachrichtigungen erhalten die Nutzerinnen und Nutzer die Info, wenn neue Anfragen eingegangen sind oder eine Antwort auf ihre Fragen vorliegt.

Weitere Funktionen sind bereits geplant

Eine Erweiterung des Systems ist nach Angaben der Stiftung in Planung.

U. a. soll die Funktion des Forums von der Webseite mit dem ersten Update in der App möglich sein. Auch regelmäßige Online-Sprechstunden oder Webinar-Angebote sollen künftig via App abrufbar sein.

Die App ist aktuell bereits für Android-Geräte verfügbar. Die iOS-Version soll noch im Juli folgen.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Urlaubs-Checkliste für pflegende Angehörige

Für pflegende Angehörige scheint ein Urlaub oft schwer umsetzbar. Jetzt gibt es eine kostenfreie Checkliste mit nützlichen Tipps zu Infos.

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15.07.2021 – Für viele pflegende Angehörige erscheint ein Urlaub oft schwer umsetzbar. Doch Urlaubsreisen sind möglich und es gibt Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige. Eine kostenfreie Checkliste mit den wichtigsten Informationen und Hilfestellungen hat nun die Barmer Krankenkasse veröffentlicht.

Die Checkliste beinhaltet z. B.  Informationen zu Pflegeleistungen bei Reisen ins Ausland, barrierefreien Unterkünften und begleiteten Reiseangeboten. Interessierte erhalten zudem eine Liste mit den wichtigsten Punkten, die es bei der Reiseplanung mit einer pflegebedürftigen Person zu bedenken gibt.

Checkliste: Was gilt es vor einer Reise zu beachten

Für pflegende Angehörige, die allein verreisen möchten, stehen Tipps zur Verfügung, was sie bedenken sollten, um die Versorgung der pflegebedürftigen Person zu Hause während ihrer Abwesenheit sicherzustellen. Dazu gehören bspw. die benötigten Medikamente vor dem Urlaub aufzustocken und Kurzzeit- oder Verhinderungspflege zu beantragen.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Die Checkliste enthält darüber hinaus auch Links zu hilfreichen Webseiten und Hinweise, welche Leistungen pflegenden Angehörigen rund um den Urlaub zustehen und wie sie diese beantragen können.

Pflegebedürftigen stehen Leistungen am Urlaubsort zu

So können bspw. bei Reisen innerhalb Deutschlands alle bereits bewilligten Pflegeleistungen auch am Urlaubsort genutzt werden, sofern vor Ort passende Anbieter gefunden werden. Dementsprechend bietet die Checkliste auch Infos, wo und wie sich geeignete Anbieter am besten finden lassen.

„Reisen mit pflegebedürftigen Menschen sind nicht schwierig und schon gar nicht unmöglich. Viele pflegende Angehörige wissen gar nicht, dass ihnen auch für Urlaubsreisen mit den Personen, die sie pflegen, zahlreiche Möglichkeiten der Unterstützung zustehen“, sagt die Landesgeschäftsführerin der Barmer Thüringen, Birgit Dziuk.

Die kostenfreie Checkliste gibt es in 2 Varianten: als Download aufs Handy oder zum Ausdrucken.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Hitze

Hitze: Tipps für ältere Menschen und ihre Angehörigen

Hitze

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08.07.2021 – Der Klimawandel und damit einhergehend die zunehmende Hitze beeinflussen die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen. V. a. ältere Menschen und chronisch kranke Personen sind davon stärker betroffen als andere.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat deshalb im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit ein Informationsportal erstellt. Auf der neuen Website finden Bürgerinnen und Bürger qualitätsgeprüfte und unabhängige Informationen, wie sie Hitzebelastungen vorbeugen können.

Die Tipps richten sich u. a. an Menschen ab 65 Jahren sowie Eltern von Babys und Kleinkindern.

So kühlen Sie sich bei Hitze ab

  • Trinken Sie über den Tag verteilt mind. 2-3 Liter. Trinken Sie auch, wenn Sie nicht durstig sind, da im Alter das Durstgefühl abnimmt und bei Hitze ein hoher Bedarf an Flüssigkeit besteht. Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen sind am besten geeignet. Die Getränke sollten nicht eiskalt sein. Leitungswasser hat in der Regel genügend gelöste Mineralien, um den Bedarf an Elektrolyten bei gleichzeitiger ausgewogener Ernährung zu decken.
  • Essen Sie wasserreiches Gemüse und Obst, z. B. Blattsalate, Gurken, Melonen, Erdbeeren.
  • Kühlen Sie Ihren Körper, z. B. mit feuchten Tüchern, lauwarmen Duschen, Fußbädern oder Wasserspray.
  • Achten Sie auf einen ausreichenden Sonnenschutz mit Kopfbedeckung, Sonnencreme/-lotion und Sonnenbrille.
  • Bitten Sie Angehörige und Nachbarn um Unterstützung, zum Beispiel bei Einkäufen oder der Gartenarbeit. Nutzen Sie Lieferdienste von Supermärkten oder Restaurants

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Erholsamer Schlaf trotz Hitze

  • Lüften Sie in den kühleren Morgenstunden und verschatten Sie Ihr Schlafzimmer tagsüber.
  • Verlegen Sie Ihren Schlafplatz in kühlere Räume.
  • Verwenden Sie einen leeren Bettbezug oder ein Laken aus Baumwolle und wählen Sie für die Kleidung luftige und atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle und Leinen.
  • Kühlen Sie Ihr Bett mit einer Wärmflasche mit kaltem Wasser.
  • Legen Sie sich kühle Tücher auf die Stirn, Unterschenkel oder Unterarme.

Tipps für Angehörige

  • Planen Sie häufigere Besuche und Anrufe bei ihren pflegebedürftigen Lieben ein, um frühzeitig Anzeichen von Hitzebelastung zu erkennen.
  • Erinnern Sie regelmäßig daran, ausreichend zu trinken.
  • Sorgen Sie für einen Vorrat an Getränken sowie wasserreichem Gemüse und Obst.
  • Überprüfen Sie den Lebensmittelvorrat. Bei hohen Temperaturen können Lebensmittel schneller verderben und z. B. zu Durchfall führen.
  • Schaffen Sie ein unterstützendes Netzwerk mit Personen aus der Nachbarschaft, z. B. über den Pflegedienst oder das Seniorenzentrum.

Warnsignale erkennen und handeln

Treten eine oder mehrere der im Folgenden genannten Symptome auf, ist es ratsam, ärztliche Hilfe zu holen:

  • Erschöpfungsgefühle
  • Starke Blässe, Röte
  • Kopfschmerzen, Muskelschmerzen
  • steifer Nacken
  • Übelkeit, Schwindel, Erbrechen
  • Kurzatmigkeit
  • Unruhe, Verwirrtheit
  • erhöhte Temperatur, Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Verstopfung

Bedenken Sie, dass diese Warnsignale während aber auch zeitversetzt zu einem Aufenthalt in der Hitze auftreten können.

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Körperpflege

So unterstützen pflegende Angehörige bei der Körperpflege

Körperpflege

Getty Images/Shestock

06.07.2021 Pflegebedürftige Menschen bei ihrer Körperpflege zu unterstützen, ist für pflegende Angehörige nicht immer einfach. Wissen und eine Reihe von Fertigkeiten sind gefragt, etwa zu Hygiene, zur Wirkweise von Reinigungs- und Pflegemitteln sowie zu Pflegetechniken. Praktische Tipps für den Pflegealltag zu Hause gibt der neue, kostenfreie Ratgeber „Körperpflege – Praxistipps für den Pflegealltag“ des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP). Die Broschüre ist auch in türkischer Sprache erhältlich.

Körperpflege gut vorbereiten und durchführen

Der Ratgeber informiert u. a. darüber, welche Hautprobleme bei älteren pflegebedürftigen Menschen auftreten können, worauf bei Pflegeprodukten zu achten ist und wann ärztlicher Rat eingeholt werden sollte.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Tipps bei Bettlägerigkeit und für die Intimpflege

Der übersichtliche und anschaulich illustrierte Ratgeber zeigt z. B. auch, wie die Körperpflege im Pflegealltag gut vorbereitet und durchgeführt werden kann  ̶  ob am Waschbecken, in der Dusche oder im Bett. Ebenso werden Tipps zur Haarwäsche bei bettlägerigen Menschen oder zur Rasur gegeben. Zudem werden besonders sensible Themen angesprochen: etwa das Vorgehen bei der Intimpflege, die Pflege bei Inkontinenz und der Umgang mit Schamgefühlen.

Hilfsmittel nutzen 

Der Ratgeber gibt zudem Hinweise zu Hilfsmitteln, die die selbstständige Körperpflege erleichtern, wie etwa Duschhocker oder Badewannen-Lifter. Zur Sicherheit können z. B. stabil angebrachte Griffe am Waschbecken oder rutschfeste Matten in der Dusche beitragen.

Außerdem erfahren pflegende Angehörige, wo sie Hilfsmittel, Beratung und weitere Unterstützung zur Pflege erhalten können.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Assistenz_Krankenhaus

Kostenübernahme für Assistenz im Krankenhaus

Assistenz_Krankenhaus

Getty Images/Luis Alvarez

22.06.2021 – Die Bundesregierung schließt eine Lücke in der Betreuung behinderter Menschen, wenn diese ins Krankenhaus eingewiesen werden und dort auf die Begleitung durch Angehörige oder Beschäftigte der Behindertenhilfe angewiesen sind.

Krankenkasse zahlt künftig

In der Vorwoche verabschiedete das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf. Demnach sollen künftig Krankenkassen zahlen, wenn Angehörige die Patientin oder den Patienten im Krankenhaus begleiten. Im Fall einer Assistenz durch Beschäftigte aus Einrichtungen der Behindertenhilfe sollen die Träger der Eingliederungshilfe die Kosten übernehmen.

Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel (SPD), begrüßte den Entwurf.

„Für Menschen mit Assistenzbedarf ist es zweitrangig, wer bezahlt. Für sie ist entscheidend, dass sie die Assistenz bekommen, die sie benötigen.“

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus (CDU), verdeutlichte:

„Die gefundene Lösung ist nicht nur gut für eine selbstbestimmte Krankenhausversorgung, sondern auch die Pflegekräfte im Krankenhaus profitieren davon.“

Menschen mit Behinderungen, die im Alltag von Assistenzpersonal unterstützt würden, benötigten diese Unterstützung auch während eines Aufenthalts im Krankenhaus oder einer Reha-Einrichtung, so Dusel und Westerfellhaus in einer gemeinsamen Mitteilung.

Dies gelte v. a. für Menschen, die z. B. aufgrund kognitiver Einschränkungen nicht mit Worten kommunizieren könnten oder auf Ungewohntes mit Ängsten reagierten. Hier sei eine vertraute Begleitperson unerlässlich. Dies sei „essenziell für den Erfolg des Krankenhausaufenthalts“.

Bundestag soll Regelung zur Assistenz diese Woche beschließen 

Bislang fehlte es an einer Kostenregelung. Nur Menschen, die ihre notwendige Begleitung im Arbeitgebermodell organisieren, bekommen durchgängig auch bei Krankenhausaufenthalten weiter Geld, um ihre Assistenz zu zahlen.

Auf die meisten Menschen mit Assistenzbedarf findet diese Regelung jedoch keine Anwendung, weil sie in Einrichtungen der Eingliederungshilfe leben oder ihre Pflege und Assistenz in der eigenen Häuslichkeit, ggf. mit Unterstützung über ambulante Dienste, erhalten.

Damit das Gesetz noch in dieser Wahlperiode verabschiedet werden kann, muss der Bundestag es in dieser Woche beschließen. Danach steht noch die Zustimmung des Bundesrats direkt nach der Sommerpause aus.

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

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GettyImages/ Happy_vector

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Corona-Impfung_AstraZeneca

AstraZeneca-Impfung für Thrombosepatienten über 60 Jahren geeignet

Corona-Impfung_AstraZeneca

Getty Images/Steve Debenport

20.05.2021 – Viele Menschen sind verunsichert, ob eine AstraZeneca-Impfung gegen das Corona-Virus auch für über 60-jährige Thrombosepatientinnen und -patienten geeignet ist.

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hat in dieser Woche darauf verwiesen, dass Patientengruppen ab 60 Jahren, für die kein erhöhtes Risiko von Hirnvenenthrombosen besteht, die COVID-19-Impfung mit AstraZeneca annehmen können.

AstraZeneca nicht mit einem erhöhten Gesamtrisiko für Blutgerinnungsstörungen verbunden

Thrombosen als Komplikation nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff entstünden anders als z. B. klassische Beinvenenthrombosen. Bei der Impfkomplikation mit AstraZeneca spielten Immunreaktionen gegen Blutplättchen eine Rolle, die ansonsten bei der typischen Beinvenenthrombose nicht vorkämen.

Thrombosen in der Krankenvorgeschichte seien nicht als Risikofaktor für das Auftreten der Hirnvenenthrombosen nach der Impfung mit AstraZeneca nachgewiesen worden, so die UPD weiter. Viele Personen höheren Alters seien trotz Gerinnungsstörungen geimpft worden und hätten die Impfung gut vertragen. Der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca sei somit nicht mit einem erhöhten Gesamtrisiko für Blutgerinnungsstörungen verbunden.

 

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Impfkomplikation Thrombose

Eine sehr seltene, aber schwere Impfkomplikation des AstraZeneca-Impfstoffs sind besondere Formen von Thrombosen (z. B. Thrombosen der Hirnvenen) in Zusammenhang mit einer Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie). Diese Komplikation ist so selten, dass sie erst nach Millionen Impfungen auffiel.

Als Reaktion auf die neuen Erkenntnisse wurden in Deutschland die Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff vorübergehend pausiert und die Impfempfehlungen angepasst.

Die sehr seltene Nebenwirkung trat vorrangig bei Frauen unter 55 Jahren auf. Bei Personen über 60 Jahren wurde kein vermehrtes Auftreten der Hirnvenenthrombosen beobachtet.

Aus diesem Grund empfiehlt in Deutschland auch die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff im Regelfall für Personen ab einem Alter von 60 Jahren.

 

Hinweis: Die Aussagen beziehen sich auf den fachlichen Stand, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gilt. Der Beitrag wird nicht aktualisiert.

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Leitlinie, ambulante Pflege

Leitlinie: Das können Angehörige von ambulanten Pflegediensten während Corona erwarten

Leitlinie, ambulante Pflege

Getty Images/supersizer

06.05.2021 – Die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) hat eine Leitlinie für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen veröffentlicht. In gut verständlicher Sprache bietet sie betreffenden Personen eine Grundlage, um sich auf das Gespräch und die Zusammenarbeit mit dem ambulanten Pflegedienst vorzubereiten.

In tabellarischer Form informiert die 2-seitige Leitlinie, was Pflegebedürftige und Angehörige von ambulanten Pflegediensten im Umgang mit der COVID-19-Pandemie erwarten können.

So sollten etwa alle Besucherinnen und Besucher sowie die Mitarbeitenden des Pflegedienstes immer FFP2-Masken tragen. Das gelte auch für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige, wenn ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Zudem sollte jede Person, die die Wohnung betritt, sich die Hände waschen.

DGP-Wissenschaftler Thomas Fischer erläutert:

“Es ist uns ein Anliegen, pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen in ihrer Selbstbestimmung zu stärken.”

Klar verständliche Informationen über professionelle pflegerische Leistungen seien dafür eine wichtige Grundlage.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Die Leitlinie fasst neben aktuellen Informationen zum Tragen einer FFP-2-Maske z. B. auch zusammen, wie ambulante Pflegedienste bei der Organisation der Schutzimpfung für Pflegebedürftige unterstützen können.

Die Leitlinie für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen basiert auf der Version für professionell Pflegende: S1-Leitlinie „Häusliche Versorgung, soziale Teilhabe und Lebensqualität bei Menschen mit Pflegebedarf im Kontext ambulanter Pflege unter den Bedingungen der COVID19-Pandemie – Living Guideline“.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.