Leitlinie, ambulante Pflege

Leitlinie: Das können Angehörige von ambulanten Pflegediensten während Corona erwarten

Leitlinie, ambulante Pflege

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06.05.2021 – Die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) hat eine Leitlinie für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen veröffentlicht. In gut verständlicher Sprache bietet sie betreffenden Personen eine Grundlage, um sich auf das Gespräch und die Zusammenarbeit mit dem ambulanten Pflegedienst vorzubereiten.

In tabellarischer Form informiert die 2-seitige Leitlinie, was Pflegebedürftige und Angehörige von ambulanten Pflegediensten im Umgang mit der COVID-19-Pandemie erwarten können.

So sollten etwa alle Besucherinnen und Besucher sowie die Mitarbeitenden des Pflegedienstes immer FFP2-Masken tragen. Das gelte auch für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige, wenn ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Zudem sollte jede Person, die die Wohnung betritt, sich die Hände waschen.

DGP-Wissenschaftler Thomas Fischer erläutert:

“Es ist uns ein Anliegen, pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen in ihrer Selbstbestimmung zu stärken.”

Klar verständliche Informationen über professionelle pflegerische Leistungen seien dafür eine wichtige Grundlage.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Die Leitlinie fasst neben aktuellen Informationen zum Tragen einer FFP-2-Maske z. B. auch zusammen, wie ambulante Pflegedienste bei der Organisation der Schutzimpfung für Pflegebedürftige unterstützen können.

Die Leitlinie für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen basiert auf der Version für professionell Pflegende: S1-Leitlinie „Häusliche Versorgung, soziale Teilhabe und Lebensqualität bei Menschen mit Pflegebedarf im Kontext ambulanter Pflege unter den Bedingungen der COVID19-Pandemie – Living Guideline“.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Welthändehygienetag 2021

Welt-Händehygiene-Tag: In 5 Schritten Hände richtig waschen

Welthändehygienetag 2021

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04.05.2021 – Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern. Umso wichtiger ist es, Hände regelmäßig und gründlich zu waschen.

Zum Welt-Händehygiene-Tag am 5. Mai betont die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), wie wichtig gute Händehygiene ist.

Der Kommissarische Direktor der BZgA, Martin Dietrich, verdeutlichte in der Vorwoche:

“Spätestens durch die aktuelle Corona-Pandemie hat sich das gründliche Händewaschen mit Seife etabliert. Wer sich regelmäßig und gründlich die Hände wäscht, entfernt wirksam Krankheitserreger von den Händen und trägt damit zum Schutz für sich und andere bei. Dies kann die Weiterverbreitung vieler Infektionskrankheiten unterbrechen.”

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Ca. 70 % der Bevölkerung folgen „häufig“ oder „immer“ der Empfehlung, sich 20 Sekunden lang die Hände zu waschen. Dies zeigen Ergebnisse einer aktuellen Befragung des „COVID-19 Snapshot Monitorings“ (COSMO) der Universität Erfurt, an dem die BZgA als Partnerin beteiligt ist.

Wann Händewaschen sinnvoll ist

Die BZgA rät, sich im Alltag regelmäßig die Hände zu waschen, insbesondere bei folgenden Anlässen:

  • nach dem Nachhausekommen,
  • nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen,
  • vor dem Aufsetzen und nach dem Abnehmen einer Maske,
  • vor der Zubereitung von Speisen und vor den Mahlzeiten,
  • nach dem Besuch der Toilette,
  • vor und nach dem Kontakt mit Erkrankten,
  • vor dem Kontakt mit Menschen, die gesundheitlich geschwächt sind,
  • nach Kontakt mit Abfällen
  • sowie nach dem Kontakt mit Tieren.

Das empfiehlt die BZgA

Schmutz und auch Krankheitskeime abwaschen – das klingt einfach. Richtiges Händewaschen erfordert aber ein sorgfältiges Vorgehen. Häufig werden die Hände z. B. nicht ausreichend lange eingeseift und insbesondere Handrücken, Daumen und Fingerspitzen vernachlässigt.

Gründliches Händewaschen gelingt nach den Empfehlungen des Infektionsschutzes in 5 Schritten:

  1. Halten Sie die Hände zunächst unter fließendes Wasser. Die Temperatur können Sie so wählen, dass sie angenehm ist.
  2. Seifen Sie dann die Hände gründlich ein – sowohl Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Denken Sie auch an die Fingernägel. Hygienischer als Seifenstücke sind Flüssigseifen, besonders in öffentlichen Waschräumen.
  3. Reiben Sie die Seife an allen Stellen sanft ein. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden.
  4. Danach die Hände unter fließendem Wasser abspülen. Verwenden Sie in öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns ein Einweghandtuch oder Ihren Ellenbogen.
  5. Trocknen Sie anschließend die Hände sorgfältig ab, auch in den Fingerzwischenräumen. In öffentlichen Toiletten eignen sich hierfür am besten Einmalhandtücher. Zu Hause sollte jeder sein persönliches Handtuch benutzen.

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Pflegegradrechner

So berechnen Sie den voraussichtlichen Pflegegrad

Pflegegradrechner

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15.04.2021 – Der Sozialverband Deutschland (SoVD) bietet 2 neue Online-Hilfen an: einen Pflegegradrechner und ein Widerspruchstool.

Das Onlinetool berechnet in mehreren Schritten den voraussichtlichen Pflegegrad von Menschen, die pflegebedürftig sind.

SoVD-Präsident Adolf Bauer sagte im März:

„Jetzt kann jedermann schnell und präzise selber den eigenen Pflegegrad oder den von Angehörigen berechnen.“

Der Rechner sei einfach und verständlich gehalten, Betroffene oder Angehörige könnten ihn ausfüllen.

Pflegegradrechner bietet Orientierung, aber keine rechtsverbindliche Aussage

Zwar entscheide letztlich die Einschätzung des Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) über den Pflegegrad. Das neue Onlinetool könne aber zur Vorbereitung auf die Begutachtung dienen.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

„Es ist wichtig, sich rechtzeitig mit der eigenen Pflegesituation und der Pflegebegutachtung auseinanderzusetzen.“

Obgleich der Pflegegradrechner eine Orientierung zu einer möglichen Einstufung biete, treffe er keine rechtsverbindliche Aussage, verdeutlichte Bauer.

Widerspruch nicht ohne Rechtsberatung

Im Fall einer Pflegegrad-Ablehnung unterstützt das neue Widerspruchstool. Bauer betont jedoch:

„Dieses Werkzeug dient lediglich der Fristenwahrung, unterstützt aber nicht bei der Begründung des Widerspruchs. Hierzu sollten sich die Betroffenen an die SoVD-Rechtsberatungsstellen vor Ort wenden.“

 

 

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Pflegebegutachtung

Pflegebegutachtung: Einheitliche Maßgaben für Hausbesuch beschlossen

Pflegebegutachtung

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13.04.2021 – Der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbands (MDS) hat bundesweit einheitliche Maßgaben für die Pflegebegutachtungen während der COVID-19-Pandemie beschlossen. In diesen ist geregelt, unter welchen Schutz- und Hygienemaßnahmen die persönliche Pflegebegutachtung erfolgt und in welchen Ausnahmefällen darauf verzichtet werden kann.

Der scheidende MDS-Geschäftsführer Peter Pick sagte Ende März:

“Der persönliche Hausbesuch ist und bleibt das beste Verfahren in der Begutachtung. Die Medizinischen Dienste halten strenge Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen ein, um den Infektionsschutz der besonders verletzlichen pflegebedürftigen Menschen sicherzustellen. Dazu gehören regelmäßige Testungen der Gutachterinnen und Gutachter, das Tragen von FFP2-Masken und das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln.”

In den Maßgaben seien zudem Fallkonstellationen beschrieben, in denen aus besonderen Gründen bei der Pflegebegutachtung auf die persönliche Befunderhebung im Wohnbereich des Versicherten verzichtet werden könne.

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Hausbesuch entfällt nur in Ausnahmen

Dies sei nur dann möglich, wenn dies im Einzelfall zur Verhinderung eines besonders hohen Risikos einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus zwingend erforderlich ist. In diesen Ausnahmefällen könne die Pflegebegutachtung anhand vorliegender Unterlagen und als strukturiertes Telefoninterview erfolgen.

Strenge Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen

Die Maßgaben werden laut MDS mit umfassenden strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Die Medizinischen Dienste verfahren demnach nach einem auf die Pandemielage im jeweiligen Bundesland abgestimmten Hygienekonzept. Orientierung hierfür sei das auf Bundesebene erstellte, umfassende Hygienekonzept der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung.

 

 

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Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Weltfrauentag 2021

Weltfrauentag: Frauen, die arbeiten, pflegen öfter als Männer

Weltfrauentag 2021

Getty Images/Oliver Rossi

09.03.2021 – Bekanntlich übernehmen Frauen häufiger und in größerem Umfang die Pflege von Angehörigen. Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März hat das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) untersucht, ob das stärkere Engagement von Frauen darauf zurückgeht, dass sie im Vergleich zu Männern weniger stark am Arbeitsmarkt beteiligt sind.

Je mehr Arbeitsstunden, desto weniger Stunden für die Pflege

Das bestätigte sich aber nicht: Auch wenn Frauen im Alter von 40 bis 65 Jahren in gleichem Umfang erwerbstätig seien und einen vergleichbaren beruflichen Status aufwiesen, übernähmen sie die Pflege von Angehörigen weiterhin mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit als Männer, teilte das DZA in der Vorwoche mit.

Allerdings reduziere der Erwerbsumfang die Übernahme von Pflege und Unterstützung – das gelte geschlechterübergreifend. Je mehr Stunden Frauen oder Männer für ihre bezahlte Arbeit aufwendeten, desto seltener übernähmen sie Unterstützung und Pflege.

Frauen arbeiten durchschnittlich 20 Wochenstunden, Männer 31

Auch die berufliche Qualifikation spiele eine Rolle: Je höher der Berufsstatus sei, desto häufiger pflegten sowohl Frauen als auch Männer, jedoch wendeten sie dafür auch desto weniger Stunden auf.

Dennoch zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern nach Angaben des DZA.

So arbeiteten Frauen mit 20 Wochenstunden durchschnittlich deutlich weniger als Männer mit rd. 31 Wochenstunden.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

 

Die Studie zeige aber auch: Selbst wenn Frauen im gleichen Umfang erwerbstätig seien und einen vergleichbaren beruflichen Status aufwiesen, übernähmen sie die Pflege von Angehörigen häufiger als Männer.

Auch bei gleichen Voraussetzungen übernehmen Frauen Pflege häufiger

Für 55-jährige Frauen betrage z. B. die Wahrscheinlichkeit, Pflegeaufgaben zu übernehmen, 22 % gegenüber 14 % für gleichaltrige Männer.

Ähnlich sehe es bei der investierten Zeit aus: Dass Frauen mehr Zeit für Unterstützung und Pflege aufwendeten als Männer, gehe nur zu einem kleinen Teil darauf zurück, dass sie sich weniger umfangreich am Arbeitsmarkt beteiligten. Über alle betrachteten Altersjahre liege der Unterschied bei durchschnittlich ca. 3 Wochenstunden.

Eine Frage der Sozialisation? 

Das DZA-Autorenteam vermutet deshalb: Würden Frauen genauso häufig wie Männer in Vollzeit erwerbstätig sein, würden sie trotzdem mehr Pflege von Angehörigen leisten.

Vermutlich spielten eine geschlechtsspezifische Sozialisation sowie andere erwerbs- und familienbiografische Aspekte eine Rolle, so die DZA-Schlussfolgerung.

 

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Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Welttag des Hörens 2021

Welttag des Hörens: Hörstörungen nicht ignorieren

Welttag des Hörens 2021

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04.03.2021 – In Deutschland leben rd. 10 Mio. Menschen mit einer Schwerhörigkeit. Fast 6 Mio. davon sind deutlich beeinträchtigt. Doch nur ein Drittel der Betroffenen unternimmt etwas dagegen. Darauf hat der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI) anlässlich des Welttags des Hörens in dieser Woche aufmerksam gemacht.

Hörstörungen sind Risikofaktor für eine Demenzerkrankung

Dabei könne Schwerhörigkeit im mittleren Lebensalter ein Risikofaktor für eine spätere Demenzerkrankung sei. Auch soziale Isolation und Depressionen könnten Folgen von Schwerhörigkeit sein.

Um mit dem Hören nicht auch Lebensqualität einzubüßen, sollte jeder daran denken, regelmäßig sein Gehör testen zu lassen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil eine Schwerhörigkeit oft schleichend und lange unbemerkt einsetze, so der BVHI. Er empfiehlt Hörscreenings ab Geburt und im Kleinkindalter, spätestens jedoch ab dem 50. Lebensjahr.

Gehör regelmäßig testen lassen

Wer Hörprobleme ignoriert, riskiert Folgeschäden nicht nur am Ohr, sondern auch im Kommunikationsverhalten, betonte ebenso das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden.

Patientinnen und Patienten mit der Vermutung eines Hörschadens sollten deshalb rechtzeitig eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

 

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Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Erste Anzeichen von Hörverlust werden oft ignoriert

Ab dem 35. Lebensjahr verschlechtere sich das Hören bei Frauen und Männern. Ab dem 60. Lebensjahr könne es zur Altersschwerhörigkeit kommen. Oftmals würden erste Anzeichen dafür ignoriert.

Das Uniklinikum rät deshalb, Erfahrungen eines verschlechterten Hörens nicht zu vernachlässigen und genau zu beobachten. Mit zunehmendem Alter verliere das Gehör sein Dynamikvermögen: Werden zunächst nur besonders leise Geräusche nicht mehr gehört, kann es später dazu kommen, dass Betroffene zwar hören, dass etwas gesprochen wird, dies aber nicht mehr verstehen. Der Informationsgehalt der Geräusche geht verloren.

Mittlerweile kann die Medizin sogar Betroffenen helfen, die trotz Hörgerät keine ausreichende Verständigung mehr erzielen können.

Implantate helfen manchmal besser als Hörgeräte

Dank des technischen Fortschritts kämen Patientinnen und Patienten mit einer hochgradigen Schwerhörigkeit heute besser mit einem sog. Cochlea-Implantat zurecht als mit einem an der Verstärkungsgrenze arbeitenden Hörgerät. Das Cochlear Implantat ermögliche, das Hören wieder neu zu erlernen und damit den Alltag besser zu bewältigen. Betroffene könnten teilweise ihre gewohnten Höreindrücke zurückerlangen.

WHO: Wichtig, frühzeitig professionelle Hilfe zu holen 

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verweist darauf, dass es oft mangelnde Informationen und voreingenommene Einstellungen zu Ohrenerkrankungen und Hörverlust sind, die Menschen davon abhalten, die Initiative zu ergreifen. Schließlich sei gerade die Identifizierung eines Ohrproblems der erste Schritt, um etwas gegen Ohrenerkrankungen und Hörverlust zu unternehmen. Bei Schwerhörigkeit sei es ausschlaggebend, sie frühzeitig und professionell zu behandeln.

WHO-Generaldirektor, Tedros Adhanom Ghebreyesus, sagte:

“Unsere Fähigkeit zu hören ist wertvoll. Unbehandelter Hörverlust kann verheerende Auswirkungen auf die Fähigkeit der Menschen haben, zu kommunizieren, zu lernen und den Lebensunterhalt zu verdienen. Er kann sich auch auf die geistige Gesundheit der Menschen und ihre Fähigkeit, Beziehungen aufrechtzuerhalten, auswirken.”

 

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Impfung

Corona-Impfung auch bei immungeschwächten Personen sinnvoll

Impfung

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23.02.2021 – Für chronisch kranke Menschen mit einer Therapie, die das Immunsystem unterdrückt, kann dennoch eine Corona-Impfung sinnvoll sein. Wichtig sei dabei, dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung vornähmen, die alle Befunde und die erkrankte Person genau kennen. Darauf weist die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hin.

Wichtig: individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung

Personen, deren Immunsystem mittels bestimmter Medikamente – sog. Immunsuppressiva – unterdrückt wird, hätten häufig Ängste, bei einer Infektion einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung zu erleiden. Mit einer Impfung verbänden sie einerseits die erhoffte Schutzwirkung, seien andererseits jedoch oft verunsichert, ob die Impfung ein besonderes Risiko für sie darstelle.

Die aktuell zugelassenen Impfstoffe Comirnaty, COVID-19 Vaccine Moderna und COVID-19 Vaccine AstraZeneca seien hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Sicherheit bislang zwar nicht an Patientinnen und Patienten untersucht worden, die Immunsuppressiva einnehmen müssen.

Die über viele Jahrzehnte gesammelten wissenschaftlichen Erfahrungen mit verschiedenen Impfstoffen ließen jedoch Annahmen zu.

 

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Wirksamkeit der Impfstoffe kann geringer ausfallen, aber keine höheren Risiken

So verweist die UPD etwa auf die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut – eine aus der Wissenschaft hochkarätig besetzte Expertenkommission. Diese nimmt an, dass die Wirksamkeit der Impfstoffe bei Betroffenen geringer ausfallen kann. Dies ist abhängig von Art und Ausmaß der Einschränkung des Immunsystems. Gleichzeitig geht die STIKO aber nicht davon aus, dass die Impfstoffe für immunsupprimierte Menschen mit höheren Risiken oder Nebenwirkungen verbunden sind.

Autoimmunerkrankungen keine grundsätzliche Kontraindikation für Schutzimpfungen

Die Fragen zu Wirksamkeit und Sicherheit stellen sich für immunsupprimierte Menschen auch bei anderen Impfungen. Autoimmunerkrankungen wie die Multiple Sklerose stellten keine grundsätzliche Kontraindikation für Schutzimpfungen dar, so die UPD.

Für viele Erkrankungen oder Therapien, die mit einer Beeinflussung des Immunsystems einhergehen, lägen detaillierte Empfehlungen vor, welche Impfung in welcher Form vorgenommen werden könnten. Wichtig sei dabei immer die individuelle ärztliche Einschätzung.

Dabei seien

  • der Allgemeinzustand der Person,
  • die Art der Therapie und die Dosis,
  • die Therapiedauer sowie
  • weitere Grunderkrankungen

zu berücksichtigen.

Art des Impfstoffs entscheidend 

Besonders relevant für die Entscheidung sei die Art des Impfstoffs – ob also ein Tot- oder ein Lebendimpfstoff in Betracht kommt. Totimpfstoffe enthalten keine vermehrungsfähigen Viren und sind in der Regel gut verträglich für Patientinnen und Patienten mit immunologischen Störungen.

Lebendimpfstoffe dagegen enthalten abgeschwächte vermehrungsfähige Viren und sind bei immungeschwächten Menschen häufig nicht einsetzbar.

Alle aktuell zugelassenen Corona-Impfstoffe gehören nicht zu den Lebendimpfstoffen.

 

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Kochen

Gemeinsam kochen: Aufgaben teilen, andere Vorgehensweisen akzeptieren

Kochen

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Zusammen kochen macht Spaß und fördert die Kreativität. Für Angehörige und ihre Pflegebedürftigen ist das Zubereiten von Speisen ein gemeinsames Erlebnis, das insbesondere Menschen mit Einschränkungen vermitteln kann, gebraucht zu werden. Weiterlesen

Aromatherapie

Aromatherapie: Die Heilkraft ätherischer Öle

Aromatherapie

GettyImages/WLADIMIR BULGAR

Ätherische Öle können Stress lindern, die Stimmung aufhellen und den Geist beleben. Wir geben Ihnen einen Einblick in die Welt der wohltuenden Öle und Düfte und erklären Ihnen, wie Sie diese im Pflegealltag einsetzen können. Weiterlesen

Arztgespräch

Den Klinikaufenthalt vor- und nachbereiten: Gute Planung ist die Hauptsache

Arztgespräch

ettyImages/Luis Alvarez

Um die Zeit vor, während und nach dem Krankenhaus so unkompliziert wie möglich zu gestalten, ist eine gründliche Vorbereitung hilfreich. Wir zeigen Ihnen, wie Sie und Ihre Angehörigen diese Situation gut bewältigen. Weiterlesen