Arzneimittel-Rezepte

Verschiedene Arzneimittel-Rezepte und was sie bedeuten

Arzneimittel-Rezepte

GettyImages/Tom Werner

Frage an Ihren Apotheker: Rot, blau, grün oder auch gelb: Es gibt verschiedene Rezepte. Da stellen sich grundlegende Fragen, insbesondere wie lange sind sie gültig, was bedeuten die Angaben darauf und wie kann ich mir diese am besten merken? Weiterlesen

Treppenlifteinbau

Treppenlifteinbau: Finanzielle Hilfen nutzen

Treppenlifteinbau

I n der Regel ist der Einbau eines Treppenliftes in jeder Wohnung oder jedem Haus möglich. Im Folgenden geben wir einen Überblick über Einbaukosten und Zuschüsse, die Sie als Betroffener erhalten können. 

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Sturzrisiko und Knochenbrüche vermeiden

Knochenbrüche im Alter: Mit Fitness, gutem Sehen und Hören Stürze vermeiden

Sturzrisiko und Knochenbrüche vermeiden

© LIGHTFIELD STUDIOS / Adobe Stock

29.09.2022 – Bewegung, Krafttraining und die regelmäßige Prüfung von Sehstärke und Hörvermögen helfen älteren Menschen, Stürze zu vermeiden. Denn Probleme im Sehen, Hören oder mit dem Gleichgewichtsorgan könnten die Balance empfindlich beeinträchtigen, Stürze verursachen und diese wiederum schnell zu Knochenbrüchen führen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin.

DGOU-Präsident Benedikt Friemert verdeutlicht:

“Viele Stürze lassen sich vermeiden, wenn Seniorinnen und Senioren Koordination und Balance trainieren und dafür sorgen, dass sie gut sehen und hören können.”

Sturz häufig Ursache für Knochenbrüche

In Deutschland würden jährlich mehr als 400.000 Altersbrüche behandelt. Die meisten Knochenbrüche von älteren Menschen entstünden durch einen Sturz. Die Hüftfraktur, auch Oberschenkelhalsbruch genannt, sei die mit Abstand am häufigsten im Krankenhaus behandelte Fraktur. Die Sterblichkeit nach diesem Knochenbruch sei erheblich, viele Patientinnen und Patienten verlören ihre Selbstständigkeit und müssten in eine Pflegeeinrichtung ziehen.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Bereits ab dem 50. Lebensjahr nähmen Balance-Fähigkeit, Ausdauer, Muskelkraft und Beweglichkeit ab. Gleichzeitig steige mit zunehmendem Alter das Risiko, zu stürzen und sich dabei zu verletzen. Einschränkungen des Seh- und Hörvermögens oder Medikamente, die die Reaktionsfähigkeit einschränken, erhöhten das Sturzrisiko zusätzlich.

Ist das Gleichgewicht gestört, erhöht sich das Risiko für einen Sturz

Ca. ein Drittel der Menschen über 65 Jahre stürze mind. einmal pro Jahr, bei den über 80-Jährigen sogar fast jeder Zweite.

Der stellvertretender Leiter der Sektion Alterstraumatologie der DGU, Ulrich Liener, beschreibt:

“Das Risiko hinzufallen und sich dabei zu verletzten kann mit einfachen Maßnahmen vermindert werden. Häufig nicht gleich im Fokus stehen Probleme mit den Augen und Ohren. Doch Störungen der Seh-, Gehör- und Gleichgewichtsorgane können die Balance beeinträchtigen und damit das sichere Gehen verhindern.”

Tipps zum Vermeiden von Stürzen und Knochenbrüchen
  • regelmäßige Seh- und Hörtests
  • Überprüfung der Hilfsmittel: regelmäßig Hörhilfen anpassen und falsche Glasstärken von Brillen im Optikerfachgeschäft korrigieren, verbogene Brillen reparieren oder ersetzen lassen
  • Lichtverhältnisse in den Wohnräumen prüfen auf ausreichende Helligkeit, Lichtschalter gut erreichbar anbringen
  • blendendes, Schatten werfendes Licht in Gefahrenzonen wie Treppenhäusern vermeiden
  • bei Schwindelgefühlen nicht auf Leitern steigen und Tätigkeiten wie Fensterputzen vermeiden
  • Training von Kraft, Koordination und Balance

 

Insbesondere ältere Menschen litten oft unter einer Sehschwäche wie der Altersweitsichtigkeit und dem grauen oder grünen Star. Da man viele dieser Krankheiten behandeln oder korrigieren könne, sei hier Vorsorge bei einer Augenärztin oder einem Augenarzt besonders wichtig.

DGOU rät zu jährlichen Checkups

Manche Optikergeschäfte böten Hausbesuche an, um Seh- und Brillenstärke zu überprüfen oder bei der Wahl der Brille zu beraten. Gleitsichtbrillen z. B: könnten Gegenstände oder Oberflächen näher erscheinen lassen, als sie es tatsächlich seien. Als Folge würden Entfernungen falsch eingeschätzt oder das Gleichgewicht sei gestört. Dies könne gerade bei klassischen Stolperfallen wie Teppichkanten, Stromkabeln, herumstehenden Gegenständen oder auch Treppen gefährlich werden, mahnt die DGOU und rät, regelmäßig zu überprüfen, wann der letzte Sehtest war, ob die Brillenstärke noch ausreichend und die eigene Brille noch die richtige ist.

Ab einem Alter von 65 Jahren empfehle sich diese Überprüfung einmal im Jahr.

Beinmuskulatur stärken

Auch Probleme mit dem Hören und Schwindel könnten die Sturzgefahr erhöhen. Viele Menschen warteten sehr lange, bevor sie ihre Hörprobleme und Schwindel in der Arztpraxis ansprächen. Dabei würden Hörverluste und Störungen des Gleichgewichtsorgans im Innenohr mit zunehmendem Alter immer häufiger. Deshalb sollten auch Hörtest einmal jährlich zur Routine gehören.

Besonders wirksam für die Sturzprophylaxe ist nach Angaben der DGOU zudem ein spezielles Balance- und Krafttraining für die Beinmuskulatur. Viele Vereine böten entsprechende Seniorenprogramme an und zahlreiche Krankenkassen unterstützten Interessierte bei der Übernahme anfallender Kosten.

 

Über die Autorin

Nadine Millich ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Messe Rehacare

Messe „Rehacare“ in Düsseldorf findet erstmals nach Corona wieder statt

Messe Rehacare

Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann

13.09.2022 – Nach 2 Jahren Corona-Pause startet die Messe „Rehacare“ am Mittwoch, 14. September, in Düsseldorf. Auf der nach eigenen Angaben weltweit größten Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Inklusion und Pflege präsentieren bis Samstag, 17. September, Unternehmen aus 38 Ländern ihre neuen Produkte und Services.

In den Messehallen 4 bis 7 zeigen die Aussteller ihre neuen Produkte. Das Angebot reiche von Kinderhilfsmitteln, Mobilitätshilfen aller Art, behindertengerecht umgerüsteten Fahrzeugen (Halle 6), über Tipps zu barrierefreiem Reisen (Halle 5), Exoskeletten (Halle 6) bis hin zu Rehabilitation, Prävention und Therapie durch Sport (Halle 7A).

Zudem stünden laut Veranstalter Selbsthilfegruppen und Verbände dem Publikum mit Rat und Tat zur Seite und informierten über aktuelle gesundheitspolitische Aspekte.

Neben der Fachmesse erwarte Besucherinnen und Besucher das Vortragsprogramm am „Treffpunkt Rehacare“ in Halle 6 (Stand E25).

Messe rückt Thema „Long-COVID“ in den Fokus

„Die Rehacare rückt das Thema Long-COVID als erste Fachmesse in den Fokus und bietet Betroffenen eine fachübergreifende Plattform für den Austausch mit Experten“, heißt es auf der Veranstaltungswebsite.

Die Vorträge und Podiumsdiskussionen würden u. a. von Verbänden, Berufsgenossenschaften, Integrationsämtern der Landschaftsverbände und Selbsthilfegruppen organisiert.

Besuchende haben zudem die Gelegenheit, sich über Neuheiten und Branchentrends wie faltbare Elektrorollstühle, E-Rollis für kleine Kinder und behindertengerechte Autos und weitere Produkte zu informieren. 

Diese innovative Reha-Technik soll Menschen mit Behinderung dabei unterstützen, ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen.

Nicht verpassen: Pflegekasse übernimmt Kosten für Online-Pflegekurs

Pflegende Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen kostenfreien Schulungskurs. Die Kosten für den zertifizierten Online-Pflegekurs von “Angehörige pflegen” werden von jeder Pflegekasse komplett übernommen.

Als besonderen Gast auf der Bühne des „Products & News@Rehacare“-Forums am Freitag, 16. September, um 13 Uhr, haben die Veranstalter Raúl Krauthausen angekündigt.

Der Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit engagiert sich seit über 20 Jahren für die Durchsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderung und erklärt in seinem Vortrag, warum seiner Meinung nach Begegnungen wichtiger sind als Aufklärung.

Tickets für die Fachmesse bekommen Interessierte online auf der Website und vor Ort. Die Tageskarte kostet online 8 €, vor Ort liegt der Preis bei 14 €.

Weitere Informationen zum Programm sowie Tickets finden Interessierte auf der Veranstaltungswebsite.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.

Kompressionsstrümpfe

Kompressionsstrümpfe: Anlegen statt Anziehen

Kompressionsstrümpfe

GettyImages/Albina Gavrilovic

Medizinische Kompressionsstrümpfe kommen bei diversen Krankheitsbildern zum Einsatz und sind gerade in der Therapie von Venenleiden, Lymph- oder Lipödemen nicht wegzudenken. Wir geben Tipps zum richtigen An- und Ablegen sowie zum Umgang mit der Kompressionsversorgung.

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Treppenlift

Lifteinbau: Treppenbreite ist entscheidend

Treppenlift

I n der Regel ist der Einbau eines Treppenliftes in jeder Wohnung oder jedem Haus möglich. Im Folgenden erklären wir, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

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teilbares Rollstuhlrad

Teilbares Rollstuhlrad für mehr Barrierefreiheit

teilbares Rollstuhlrad

Foto: P & L Innovations

“Man muss das Rad nicht neu erfinden“, lautet eine bekannte Weisheit. Erfinder Christian Czapek hat gemeinsam mit dem Entwickler Michael Eich das Gegenteil bewiesen. Mit ihrem innovativen, teilbaren „trivida“-Rollstuhlrad wollen sie das Leben für Rollstuhlfahrer erleichtern.

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Rollator

Der Rollator – Besser als sein Ruf?

Rollator

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Rollatoren sind als Hilfsmittel zur Unterstützung des Gehens nicht wegzudenken. Ihre Beliebtheit führt dazu, dass sie oft auch ohne eine entsprechende Indikation auf eigene Kosten angeschafft werden. Benutzer gehen davon aus, dass ihre Anwendung einfach ist. Wir erklären, was Sie bei der Nutzung eines Rollators beachten sollten und für wen er sinnvoll sein kann.

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Selbstmedikation

Selbstmedikation – Frage an den Apotheker

Selbstmedikation

Getty Images/Juergen Brandes/EyeEm

Frage an Ihren Apotheker: Viele Erwachsene nehmen regelmäßig rezeptfreie Medikamente ein. Was sollte man dabei beachten? Kann es schlimmstenfalls zu Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen? Ich pflege einen Angehörigen. Worauf sollte ich dann ganz besonders achten? Weiterlesen

Testverordnung

Neue Corona-Testverordnung: Die wichtigsten Änderungen beim Bürgertest

Testverordnung

GettyImages/ PixelsEffect

05.07.2022 – Die sog. Bürgertests sind seit 30. Juni 2022 nicht mehr für jeden kostenlos. Mit dem Inkrafttreten der neuen Testverordnung der Bundesregierung sollen die Testkapazitäten noch gezielter eingesetzt werden, heißt es dazu auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums (BMG). Im Folgenden erklären wir die wichtigsten Neuerungen.

Wer sich künftig testen lassen möchte, muss 3 Euro zahlen und die Gründe für einen Test nachweisen.

Apotheken und andere Teststellen müssen künftig prüfen, ob ein Anspruch auf einen bezuschussten oder kostenlosen Test besteht. Dazu müssen die entsprechenden Nachweise vorgelegt werden.

Einen Bürgertest gegen 3 Euro Eigenbeteiligung erhalten:

  • Personen, die am Tag der Testung eine Veranstaltung in Innenräumen besuchen wollen
  • Personen, die am Tag der Testung Kontakt zu Personen haben werden, die ein hohes Risiko haben, schwer an COVID-19 zu erkranken (Menschen ab 60 Jahren und/oder mit Vorerkrankungen)
  • Personen, die durch die Corona-Warn-App einen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko erhalten haben („rote Kachel“).

Als Nachweise gelten hier bspw. Eintrittskarten für Veranstaltungen, das Vorzeigen der Corona-Warn-App oder im Fall von Kontakt mit Risikopatientinnen bzw. -patienten die Selbstauskunft.

Wer Symptome zeigt, soll sich laut BMG von einer Ärztin oder einem Arzt testen lassen.

Weiterhin kostenlose Tests für bestimmte Gruppen

Bestimmte Personengruppen haben allerdings auch weiterhin Anspruch auf kostenlose Tests. Dazu gehören:

  • Kinder unter 5 Jahren,
  • Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, u. a. Schwangere im ersten Trimester
  • Chronisch Kranke die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können,
  • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Corona-Virus teilnehmen,
  • Personen, bei denen ein Test zur Beendigung der Quarantäne erforderlich ist („Freitesten“)
  • Personen, die jemanden in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern etc. besuchen wollen, sowie Patientinnen und Patienten bzw. Bewohnerinnen und Bewohner,
  • Pflegende Angehörige sowie Assistentinnen und Assistenten, die von Menschen mit Behinderungen angestellt sind (im Rahmen eines persönlichen Budgets nach §29 SGB IX),
  • Menschen, die mit einer infizierten Person im selben Haushalt leben oder gelebt haben.

Auch für die kostenlosen Tests sind entsprechende Nachweise erforderlich. Dazu gehören bspw. bei Kindern die Geburtsurkunde oder der Kinderreisepass, bei Schwangeren der Mutterpass. Auch entsprechende ärztliche Dokumente können als Nachweis dienen.

Mitarbeitende von Pflegeheimen und Krankenhäusern sollen sich weiterhin in den Einrichtungen testen lassen, heißt es weiter.

Weitere Informationen zur Testverordnung gibt es auf der BMG-Website sowie auf einer Informationswebsite des BMG zum Corona-Virus.

Über die Autorin

Kristina Stein ist Redakteurin im Bibliomed-Verlag.