Angehörigen-Entlastungsgesetz

Gesetz verabschiedet: Kinder Pflegebedürftiger werden finanziell entlastet

Angehörigen-Entlastungsgesetz

Berlin – 08.11.19. Kinder pflegebedürftiger Eltern werden erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro zur Kasse gebeten. Das hat der Bundestag gestern Abend beschlossen. Bevor die Regel in Kraft tritt, muss jedoch zunächst noch der Bundesrat zustimmen. Auch Eltern volljähriger Menschen mit Behinderung sollen erst dann herangezogen werden, wenn sie über 100.000 Euro jährlich verdienen.

Bisher springt zunächst das Sozialamt ein, wenn Pflegebedürftige die Kosten für das Heim nicht selbst zahlen konnten. Dieses Geld holen sich die Behörden jedoch zumindest teilweise von den Kindern zurück.

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hält die Reform für einen “wesentlichen Schritt, um Menschen das Leben einfacher zu machen”. Angehörige müssten vor unkalkulierbaren finanziellen Risiken geschützt werden. Schließlich seien sie durch die Pflegebedürftigkeit bereits emotional und organisatorisch belastet.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hingegen bemängelt, dass die Pflegebedürftigen selbst nicht geschützt würden. “Pflege macht weiterhin arm und zwingt viele Betroffene in die Sozialhilfe”, so Stiftungsvorstand Eugen Brysch.

Zuletzt war die Eigenbeteiligung für einen Heimplatz in Deutschland im Schnitt auf knapp 1930 Euro gestiegen. Das sind rund 110 Euro mehr als im Vorjahr.

Wenn das eigene Vermögen für die Pflege nicht ausreicht, springt die Sozialhilfe ein.

Sozialhilfe: Wann wird finanzielle Hilfe geleistet?


Wenn das eigene Vermögen für die Pflege nicht ausreicht, springt die Sozialhilfe ein.

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Wenn die Pflege mehr kostet, als man Geld zur Verfügung hat, springt die Sozialhilfe ein. Wir fragten die Leiterin des Sozialamts Kassel, Ute Pähns, ab wann finanzielle Hilfe geleistet wird und wie hoch das Vermögen sein darf, um unterstützt zu werden. Weiterlesen

Angehörigen-Entlastungsgesetz

Angehörigen-Entlastungsgesetz: Finanzielle Entlastung für Angehörige


Angehörigen-Entlastungsgesetz

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Berlin – 14. August 2019. Kinder von Pflegebedürftigen werden ab 2020 finanziell entlastet. Das Angehörigen-Entlastungsgesetz wurde am Mittwoch vom Kabinett beschlossen – und gilt auch für bereits zahlende pflegende Angehörige. Nur wer mehr als 100.000 Euro brutto jährlich verdient, bezahlt für pflegebedürftige Eltern.

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Umbauten finanzieren: Pflegekasse, Staat und Land zahlen Zuschüsse

Umbauten finanzieren: Pflegekasse, Staat und Land zahlen Zuschüsse

 

Umbauten finanzieren: Pflegekasse, Staat und Land zahlen Zuschüsse

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Pflegebedürftige können nur gut zu Hause versorgt werden, wenn Wohnung oder Haus geeignet ist. Bei vielen sind dafür kleine oder größere Umbauten nötig. Wer sich vorher über passende Zuschüsse und günstige Kredite informiert, kommt deutlich günstiger weg. Gefördert werden barrierearme Umbauten von der Pflegeversicherung, von Staat und Land sowie einigen Kommunen.

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Kurzzeitpflege: Vorübergehend im Pflegeheim leben

Kurzzeitpflege: Vorübergehend im Pflegeheim leben

 

Kurzzeitpflege: Vorübergehend im Pflegeheim leben

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Können Pflegebedürftige vorübergehend nicht zu Hause versorgt werden, bietet sich die Kurzzeitpflege an: Das Wohnen im Heim für einige Wochen. Die Pflegeversicherung zahlt für bis zu acht Wochen im Jahr einen Zuschuss. Nach einer Krankheit oder einem Unfall können auch Personen ohne Pflegegrad die Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen. Dann zahlt die Krankenkasse.

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Verhinderungspflege: Vorübergehende Vertretung für Angehörige

Verhinderungspflege: Vorübergehende Vertretung für Angehörige

 

Verhinderungspflege: Vorübergehende Vertretung für Angehörige

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Auszeiten sind wichtig – auch für pflegende Angehörige. Die Pflegeversicherung zahlt deshalb Zuschüsse für eine Vertretung. Die Höhe hängt davon ab, ob eine Privatperson (Verwandte, Freunde) oder ein Profi (Pflegedienst) kommt. Insgesamt können Sie das Extrageld für die sogenannte Verhinderungspflege bis zu sechs Wochen pro Jahr erhalten.

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Leistungsbetrag: Zuschuss für Pflegeheim & Co

Leistungsbetrag: Zuschuss für Pflegeheim & Co

 

Leistungsbetrag: Zuschuss für Pflegeheim & Co

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Wenn die Versorgung zu Hause nicht (mehr) möglich ist, ziehen viele Pflegebedürftige in ein Heim. Das kann eine gute Entscheidung sein, zumal die Pflegeversicherung einen Teil der Kosten mit dem Leistungsbetrag übernimmt. Auch alternative Wohnformen mit Pflege lassen sich damit finanzieren. Weiterlesen

Entlastungsbetrag: Extra-Geld für die Pflege zu Hause

Entlastungsbetrag: Extra-Geld für die Pflege zu Hause

 

Entlastungsbetrag: Extra-Geld für die Pflege zu Hause

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Pflege ist teuer. Deshalb kann jede Person, die einen Pflegegrad hat und zu Hause versorgt wird, den sogenannten Entlastungsbetrag von der Pflegeversicherung bekommen. Jeden Monat stehen 125 Euro zur Verfügung, um Hilfen im Alltag zu finanzieren.

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Pflegegeld und Pflegesachleistung: Zuschüsse für die Pflege zu Hause

Pflegegeld und Pflegesachleistung: Zuschüsse für die Pflege zu Hause

 

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Die meisten Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Seit Januar 2017 ist neu geregelt, welche Gelder die Pflegekasse dafür ausbezahlt. Zwei Zuschüsse sind für viele Pflegende besonders wichtig: Das Pflegegeld für Angehörige und die Pflegesachleistung für den Pflegedienst.
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Umbauten finanzieren: Pflegekasse, Staat und Land zahlen Zuschüsse

Pflege eines Angehörigen: Wer zahlt den eigenen Lebensunterhalt?

 

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Wird ein Angehöriger zu einem Pflegefall, bedeutet dies für pflegende Angehörige auch immer finanzielle Einschnitte. Angebote wie Familienpflegezeit oder zinslose Darlehen des Staates können da unterstützen. Weiterlesen